Poland-Syndrom

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Klassifikation nach ICD-10
Q79.8 Sonstige angeborene Fehlbildungen des Muskel-Skelett-Systems
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Das Poland-Syndrom (1841 nach dem englischen Chirurgen Alfred Poland benannt) ist eine komplexe Fehlbildung unklarer Ursache. In der Regel liegt ein einseitiges partielles oder vollständiges Fehlen des Musculus pectoralis major und der Brustdrüse vor. Die Brustwarze ist in aller Regel regelrecht angelegt. Beim klassischen Polandsyndrom ist begleitend eine Anomalie der Hand sowie ev. ein Nierendefekt auf der betroffenen Seite beschrieben. Für die Diagnose ist dies jedoch nicht obligat.

Fehlbildungen der Brust

Im Gegensatz zum Polandsyndrom bezeichnet das Amazonen-Syndrom das alleinige Fehlen der Brustanlage (Brustdrüse), wobei der Pektoralismuskel jedoch vorhanden ist. Der Name geht auf die griechische Mythologie zurück, nach der sich das Frauenvolk der Amazonen zur besseren Handhabung von Pfeil und Bogen eine Brust abgeschnitten haben soll.

Das Poland-Syndrom tritt gelegentlich zusammen mit dem Moebius-Syndrom auf.

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