Polarwirbel

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Rossby-Wellen in der nördlichen Hemisphäre und der Jetstream. Evolution einer Jetstream Blockade mit kalter Polar Luft(a, b). Ein Polar Vortex koppelt sich ab und gelangt in niedere Breitengrade (c); Orange: Warme Luftmassen; Pink: Der Jetstream; Der Jetstream besteht aus Rossby-Wellen.

Die beiden Polarwirbel über der Arktis und Antarktis sind großräumige Höhentiefs[1] und wesentliche Elemente der atmosphärischen Zirkulation. Es sind Kaltluftzonen aufgrund der negativen Strahlungsbilanz der Polargebiete. Sie treten im Polarwinter auf; dann ist der Temperaturunterschied besonders groß.

In der Höhe nimmt der Luftdruck polwärts deutlicher ab als er bodennah in dieser Richtung zunimmt. Den Druckunterschieden stehen Corioliskräfte zirkumpolarer Strömungen entgegen, bodennah schwach ausgeprägt, in der Höhe kräftig ostwärts.

Der nördliche Polarwirbel hat oft zwei Zentren aufgrund der ungleichmäßigen Verteilung warmer Wasserflächen und kalter Landmassen und wird im Frühjahr schneller zerstört. Der Polarwirbel um den Südpol ist stärker und langlebiger, weil die Roaring Forties kaum durch Landmassen gebremst werden.

Der Einschluss der polaren Luftmasse ist eine Ursache des Ozonlochs. Eine andere sind die sehr tiefen Temperaturen, insbesondere hoch über Antarktika.

Durchschnittlich alle zwei Jahre tritt im Winter der Nordhalbkugel das Phänomen einer plötzlichen Stratosphärenerwärmung auf, das mit einem Zusammenbrechen des Polarwirbels verbunden ist.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. polar vortex. Abgerufen am 18. August 2014.