Police (Oder)

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Police
Wappen von Police
Police (Polen)
DEC
Police
Police
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Police
Fläche: 36,84 km²
Geographische Lage: 53° 32′ N, 14° 34′ O53.53333333333314.566666666667Koordinaten: 53° 32′ 0″ N, 14° 34′ 0″ O
Einwohner: 34,198 (30. Juni 2008[1])
Postleitzahl: 72-010
Telefonvorwahl: (+48) 91
Kfz-Kennzeichen: ZPL
Wirtschaft und Verkehr
Zweige: Chemische Industrie
Straße: DW114 Nowe WarpnoTarnowo
Schienenweg: Stettin – Trzebież
Nächster int. Flughafen: Flughafen Stettin-Gollnow
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 13 Schulzenämter
Fläche: 251,42 km²
Einwohner: 41.697 (30. Juni 2008[1])
Verwaltung (Stand: 2008)
Bürgermeister: Władysław Diakun
Adresse: ul. Batorego 3
72-010 Police
Webpräsenz: www.police.pl
Die gotische Kapelle aus dem 15. Jahrhundert, am Markt in der Altstadt
Ruinen des Augustiner-Klosters Jasenitz
Ruine der deutsch Hydrierwerke Pölitz AG
Das große polnische Chemiewerk (Zakłady Chemiczne Police)
Osiedle Dąbrówka in der Neustadt

Police [pɔˈlʲiʦɛ] (deutsch Pölitz) ist eine Stadt mit Sitz einer Stadt- und Landgemeinde im Nordwesten Polens in der Woiwodschaft Westpommern. Police hat etwa 35.000 Einwohner und ist Sitz des Powiat Policki (Kreis Police). Die Stadt liegt an der Oder, etwa 15 km nördlich von Stettin, an der östlichen Grenze der Ueckermünder Heide. Police besitzt eine der größten Chemieanlagen Polens.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Stadtgliederung

  • Stare Miasto (Altstadt)
  • Nowe Miasto (Neustadt)
Osiedle Dąbrówka, Osiedle Gryfitów, Osiedle Księcia Bogusława X, Osiedle Anny Jagiellonki (Neustadtteil)
  • Mścięcino (Messenthin)
  • Jasienica (Jasenitz)

[Bearbeiten] Geschichte

Markt in der Altstadt - Pölitz

Herzog Barnim I. verlieh dem Ort Politz im Jahre 1260 das Magdeburger Recht. Im Jahr 1321 nahm Herzog Otto I. der Stadt ihre Unabhängigkeit und unterstellte sie der Stadt Stettin. Erst 1808 erlangte Pölitz wieder die Autonomie.

1937 wurden die Hydrierwerke Pölitz AG gegründet, die zur Herstellung von synthetischem Benzin dienten. Hauptinvestoren waren die I.G. Farben, die Rhenania-Ossag und die Deutsch-Amerikanische Petroleum Gesellschaft. Während des Zweiten Weltkriegs befand sich auf dem Gelände der Hydrierwerke ein Außenlager des Konzentrationslagers Stutthof.

Bei der Auflösung des Landkreises Randow 1939 wurde Pölitz dem Stadtkreis Stettin angeschlossen.

Nach dem Krieg wurden die Werke 1945 und 1946 demontiert und als Reparationsleistung in die Sowjetunion gebracht. Für die Demontage setzte die Sowjetmacht auch zwangsverpflichtete deutsche Frauen und Mädchen ein.[2] Erst nach Abschluss der Demontage, Mitte 1946, übernahm die polnische Verwaltung Pölitz und benannte die Stadt in Police um. Es begann die Ansiedlung von Polen, vornehmlich aus Zentralpolen und den Gebieten östlich der Curzon-Linie, und die deutsche Zivilbevölkerung wurde vertrieben.

Das große polnische Chemiewerk Zakłady Chemiczne Police entstand im Jahre 1964.

Police ist seit 1999 die Kreisstadt des Powiat Policki.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Bürgermeister

  • Stanisław Szymaszek (1990 - 1998)
  • Władysław Diakun (1998 - ....)

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Stadt Staat Datum
 Korsør Dänemark 1992[3]
 Pasewalk Deutschland 23. Februar 1999[4]
 Nowyj Rosdil Ukraine 28. März 2002[5]
 Korinos Griechenland 30. März 2008[6]

[Bearbeiten] Kultur

  • Polickie Dni Muzyki „Cecyliada“ (Policer Musiktage) das Konzert von Kirchenmusik, jährlich seit 1996 im Herbst
  • Das Kino MOK im städtischen Kulturzentrum (Miejski Ośrodek Kultury)
  • Die Galerie „OBOK“ im städtischen Kulturzentrum

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Pölitzer Kapelle aus dem 15. Jahrhundert, Rest der alten gotischen Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert, die Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen wurde) am Markt in der Altstadt (Plac Chrobrego)
  • Die neue Marienkirche aus 19. Jahrhundert in der Altstadt (ulica Wojska Polskiego) mit 60 Meter hohem Turm
  • Die gemauerten Wohnhäuser (19. Jahrhundert)
  • Die Ruinen der Hydrierwerke Pölitz AG
  • Das Lapidarium im Park (Park Staromiejski) in der Altstadt
  • Stadtteil Jasenitz (Police-Jasienica)
    • Gotische Peter-und-Paul-Kirche (Kościół Piotra i Pawła) aus dem 14./18. Jahrhundert
    • Ruinen des Augustiner-Klosters Jasenitz aus dem 14. Jahrhundert

[Bearbeiten] Der Kajaktouristenweg

[Bearbeiten] Wirtschaft

  • Das große polnische Chemiewerk (Zakłady Chemiczne „Police“)
  • Der Hafen in Police

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

  • Georg von Köller (1823–1916), aus Jasenitz, preußischer Staatsrat und Abgeordneter
  • Ida Gebeschus (1848–1903), deutsche Musikschriftstellerin und Musikpädagogin
  • Herbert Ewe (1921–2006), aus Wilhelmsdorf, deutscher Historiker und Archivar
  • Hans Modrow (* 1928), aus Jasenitz, deutscher Politiker und Abgeordneter, DDR-Ministerpräsident
  • Andreas Bogdain (* 1956), aus Jasenitz, deutscher Künstler

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die am Ort gewirkt haben

[Bearbeiten] Gmina Police

Die Stadt- und Landgemeinde Police umfasst 252 km² mit fast 42.000 Einwohnern. Ihr gehören folgende Ortschaften an:

  • Ortsteile („Schulzenämter“):
  • Dębostrów (Damuster)
  • Drogoradz (Hammer am Jasenitz)
  • Niekłończyca (Königsfelde)
  • Pilchowo (Polchow)
  • Przęsocin (Neuendorf)
  • Siedlice (Zedlitzfelde)
  • Tanowo (Falkenwalde)
  • Tatynia (Hagen)
  • Trzebież (Ziegenort)
  • Trzeszczyn (Trestin)
  • Uniemyśl (Wilhelmsdorf)
  • Wieńkowo (Wenkendorf)
  • Übrige Ortschaften, Siedlungen u.a.:
  • Bartoszewo (Barm)
  • Dobieszczyn (Entepöl)
  • Gunice (Günnitz)
  • Karpin (Karpin)
  • Leśno Górne (Hohenleese)
  • Mazańczyce (Neu Ziegenort)
  • Nowa Jasienica (Neu Jasenitz)
  • Pienice (Herzberg)
  • Podbrzezie (Neuhaus)
  • Poddymin
  • Sierakowo (Charlottenhof)
  • Stare Leśno (Alt Leese)
  • Stary Dębostrów (Damuster)
  • Turznica (Arneburg)
  • Węgornik (Aalgraben)
  • Witorza (Rönnewerder)
  • Zalesie (Sonnenwald)
  • Żółtew (Hundsforth)

[Bearbeiten] Verweise

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Police – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. a b Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2008
  2. Die Pommersche Zeitung. Nr. 2/2008, S. 4.
  3. www.bip.police.pl
  4. www.bip.police.pl
  5. www.bip.police.pl
  6. www.bip.police.pl
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