Poliezei

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Filmdaten
Deutscher Titel Poliezei
Originaltitel Polisse
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 127 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Maïwenn
Drehbuch Maïwenn
Emmanuelle Bercot
Produktion Alain Attal
Musik Stephen Warbeck
Kamera Pierre Aïm
Schnitt Laure Gardette
Besetzung

Poliezei (Originaltitel: Polisse) ist ein französisches Filmdrama aus dem Jahr 2011. Die ungewöhnliche Schreibweise geht auf einen orthographischen Fehler des Sohnes der Regisseurin beim Schreiben des Wortes police zurück. Diese Abweichung wurde sinngemäß auch in den deutschen Titel übernommen.

Handlung[Bearbeiten]

Die Fotografin Mélissa wird von der Jugendschutzabteilung der Pariser Polizei beauftragt, die Einsätze der Polizei zu dokumentieren, um sie für PR-Zwecke im idealen Licht darzustellen. Unglücklicherweise ist die Polizeiarbeit bei Einsätzen rund um den Kindesmissbrauch alles andere als glorreich.

Kritik[Bearbeiten]

„Der spannende Kriminalfilm liefert eine Fülle aussagekräftiger Porträts von Figuren, die auf diese Herausforderungen sehr unterschiedlich reagieren, und verdichtet sich zur sperrigen Bestandsaufnahme eines Berufsstandes, aber auch der Schattenseiten der Metropole Paris.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Zu den unglaublichsten Szenen dieses an Unglaublichem reichen Film gehört eine Karaoke-Party der Polizisten nach Feierabend. [...] So hält Maïwenn ihr Ensemble bei Laune und den Zuschauer bei der Stange. "Poliezei" besitzt bei all dem Hässlichen, von dem der Film zu berichten hat, eine Schönheit, die aus seinem Streben nach Wahrhaftigkeit stammt.“

Spiegel Online[2]

„„Polisse“ ist ein überaus zwiespältiger Film: ärgerlich in seiner Distanzlosigkeit, aber auch faszinierend wegen seines herausragenden Schauspielerensembles.“

Berliner Zeitung[3]

Hintergrund[Bearbeiten]

Aus über 150 Stunden Rohmaterial, welche mehrere Kameras aufzeichneten, wurde der Film zusammengeschnitten. Trotz eines Drehbuches sind mehrere Szenen improvisiert.[2]

Der Film erhielt 14 Nominierungen bei der Verleihung des französischen Filmpreises César 2012, wovon er die Preise Beste Nachwuchsdarstellerin und Bester Schnitt gewann. Beim Filmfest Cannes gewann er den Preis der Jury und beim von der französischen Auslandspresse vergebenen Prix Lumière wurde Maïwenn für die Beste Regie ausgezeichnet.

Die Weltpremiere war am 13. Mai 2011 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. In Deutschland lief der Film am 27. Oktober 2011 in den Kinos an.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Poliezei im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 8. April 2012
  2. a b Paris, Stadt der Triebe, spiegel.de, abgerufen am 8. April 2012
  3. Gott, Freud und Volleyball, berliner-zeitung.de, abgerufen am 8. April 2012