Political Action Committee
Ein Political Action Committee (PAC) ist in den USA die Bezeichnung für eine Lobbygruppe, die sich darauf konzentriert, Abgeordnete oder Wahlbeamte der Regierung zu unterstützen oder zu bekämpfen. Die PACs unterliegen dabei bestimmten gesetzlichen Regeln; neben Interessengruppen gründen auch viele Amtsinhaber eigene PACs, um ihr Fundraising zu organisieren.
Zu den Regeln, denen PACs unterliegen, gehört der Höchstbetrag, den sie bestimmten Kandidaten und Parteien spenden können:
- $5.000 pro Kandidat und Wahl, wobei Vorwahlen und eigentliche Wahl getrennt zählen
- $15.000 an eine Partei in einem Jahr
- $5.000 an ein anderes PAC in einem Jahr
Sie können aber unbegrenzte Geldmittel einsetzen, um eigene Anzeigen zu schalten.
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[Bearbeiten] Super-PACs
Grundsätzlich ist festgelegt, dass Einzelpersonen den Wahlkampf mit höchstens 2.500 Dollar pro Kandidat bzw. 5.000 Dollar pro Kandidat im Präsidentschaftswahlkampf unterstützen dürfen. Unternehmen, Verbände und Gewerkschaften dürfen Kandidaten nicht finanziell unterstützen.
Von diesem Grundsatz gibt es seit dem Jahr 2010 eine Ausnahme für spezielle Political Action Committees, den sogenannten Super-Pacs. Im Jahr 2010 hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten in dem Verfahren Citizens United v. Federal Election Commission geurteilt, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung auch für Unternehmen und Verbände gelte. Das Urteil erlaubte die Bildung von Super-PACs, denen Unternehmen und Verbände in unbeschränkter Höhe Geld zuwenden dürfen. Die einzige Voraussetzung ist ihre formelle Unabhängigkeit von dem unterstützten Kandidaten. Die Super-PACs müssen ihre Spender und die Spendensumme im Normalfall erst dann nennen, wenn die Wahl bereits vorbei ist.[1]
[Bearbeiten] Präsidentschaftswahlen 2004
Bei den US-Präsidentschaftswahlen 2004 waren die 10 PACs, die selbst oder nahestehende Organisationen am meisten Geld aufwendeten:
- EMILY's List $22,767,521 (Unterstützt weibliche Politiker der Demokraten)
- Service Employees International Union $12,899,352
- American Federation of Teachers $12,789,296
- American Medical Association $11,901,542
- National Rifle Association $11,173,358
- Teamsters Union $11,128,729
- International Brotherhood of Electrical Workers $10,819,724
- National Education Association $10,521,538
- American Federation of State, County and Municipal Employees $9,882,022
- Laborers' International Union of North America $9,523,837
[Bearbeiten] Wahlen 2010
- SarahPAC, der PAC von Sarah Palin
[Bearbeiten] Wahlen 2012
The New York Times hat aufgrund der eingegangenen Anmeldungen eine Liste der größten Spender in den letzten drei Monaten des Jahres 2011 zusammengestellt.[2]
Winning our Future, der Pac von Newt Gingrich
[Bearbeiten] Weblinks
- PoliticalMoneyLine
- Campaign Guide for Corporations and Labor Organizations (PDF-Datei; 5,31 MB)
- Campaign Guide for Nonconnected Committees (PDF-Datei; 4,60 MB)
- Money in Politics Data
- Helpful Resources, Links, and Information
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Suedeutsche Zeitung vom 17.01.2012, Reymer Klüver, Spendenvereine entscheiden die US-Wahlen
- ↑ Who’s Financing the ‘Super PACs’ The New York Times, 1. Februar 2012