Politikethnologie

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Die Politikethnologie (altgriechisch politika „die politischen Dinge“, und ethnos „Volk“, und -logie) ist ein Fachgebiet der Ethnologie (Völkerkunde) und untersucht politische Verhältnisse und Einrichtungen bei den weltweit 1300[1] Ethnien und indigenen Völkern. Sie entspricht der angelsächsischen political anthropology und ist ein Teilgebiet der Vergleichenden Politikwissenschaft. Abzugrenzen ist die Politikethnologie von der deutschsprachigen Politischen Anthropologie (Teilgebiet der Politischen Theorie und der Ideengeschichte).

Anfangs wurde in der Politikethnologie die Politik nichtstaatlicher Gesellschaften erforscht, inzwischen liegt die Aufmerksamkeit auf der politischen Organisation in anderen Kulturarealen und Kulturräumen. Aus ethnologischer Perspektive geht es um die gelebte politische Praxis (political organization), weniger um das staatliche Regelwerk (political structure).

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Ethnologie – Völkerkunde: Übersicht zu Wikipedia-Inhalten

Literatur[Bearbeiten]

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Weblinks[Bearbeiten]

  • Gabriele Rasuly-Paleczek: Formen der sozio-politischen Organisation. In: Einführung in die Formen der sozialen Organisation. Teil 5/5, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien, 2011, S. 187–202, archiviert vom Original am Oktober 2013, abgerufen am 11. April 2014 (PDF; 227 kB, 39 Seiten; Unterlagen zu ihrer Vorlesung im Sommersemester 2011).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Ethnographic Atlas by George P. Murdock enthält mittlerweile Datensätze zu 1300 Ethnien (Stand Dezember 2012 im InterSciWiki), von denen oft nur Stichproben ausgewertet wurden, beispielsweise im HRAF-Projekt.