Polizeiuniform (Deutschland)

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Die Polizeiuniformen sind die Uniformen der deutschen Polizeivollzugsbeamten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Schupo mit charakteristischem Tschako sowie Wintermantel und Schaftstiefeln, 1937
Kurt Daluege in der Uniform eines Generals der preußischen Landespolizei, 1933

Historisch gibt es für grüne und blaue Farben Vorbilder. Im 19. Jahrhundert wurde die Berliner Polizei mit dunkelblauen Uniformjacken eingekleidet. Die preußische Polizei auf dem Lande erhielt dagegen die grüne Uniformjacke der Armee-Gendarmerie. Nach dem Ersten Weltkrieg sollte eine einheitliche grüne Uniform für die Sicherheitspolizei in Grün eingeführt werden, was den Siegermächten zu militärähnlich erschien. Im „Dritten Reich“ wurde eine einheitliche grüne Uniformjacke durchgesetzt. In Abgrenzung statteten einige Bundesländer ihre Polizei nach dem Zweiten Weltkrieg mit blauen Uniformen aus, so trugen in Nordrhein-Westfalen Schutzmänner bis 1955 Dunkelblau.[1]

Kaiserreich[Bearbeiten]

Deutsches Reich[Bearbeiten]

Mecklenburg-Strelitz Husaren

Im Kaiserreich wurden von der Polizei je nach Ländern verschiedene Uniformen getragen. In Teilen Preußens war die Uniform dunkelblau mit langer Hose und einem Lederhelm (Pickelhaube). Der Helm trug auf der Stirnseite ein verschlungenes W (für König Wilhelm), auf die Spitze des Helms war eine Kugel aufgesetzt.

Die dunkelblaue Uniform der Königlichen Schutzmannschaft zu Berlin war bis 1914 auch außerhalb Preußens Vorbild für kommunale Polizeien, z.B. die Stadtpolizei von Oldenburg (Oldenburg)

Eine Besonderheit war die Husarenuniform der Mecklenburg-Strelitzschen Districts-Husaren. Sie wurde mit nur geringen Variationen von 1798 bis 1905 getragen und dann durch eine Uniform nach dem Vorbild der preußischen Gendarmerie ersetzt.

Deutsche Kolonien[Bearbeiten]

Polizisten in deutscher Uniform auf Samoa

Die deutschen Kolonialpolizeien trugen unterschiedliche Uniformen, die jeweils dem Klima der Kolonie angepasst waren.

  • Deutsch-Südwestafrika: Die Landespolizei Deutsch-Südwestafrika bestand nur aus Deutschen bzw. Europäern. Sie trugen eine khakifarbene Uniform. Es gab allerdings einheimische Polizeidiener, die eine schlicht geschnittene Khaki-Uniform trugen.
  • Togoland: Wie Deutsch-Ostafrika und Kamerun.
  • Deutsch-Samoa: Die Fita-Fita genannte Eingeborenenpolizei, die nur aus Häuptlingssöhnen bestand, trug indigene Tracht.
  • Kaiser-Wilhelms-Land und andere deutsche Südseekolonien: Weiße Uniformen für deutsche Polizeiangehörige, roter Lendenschurz und khakifarbene Mütze mit Hoheitsabzeichen für indigene Polizeiangehörige.
  • Polizeitruppe Jap: Die indigenen Polizeisoldaten rote Röcke und weiße Blusen sowie blaue Mützen.
  • Tsingtau: Die so genannte Chinesen-Polizei trug blau-graue Uniformen nach traditionellem chinesischen Schnitt und einen Turban.

Weimarer Republik[Bearbeiten]

1919 wurde in den einzelnen Ländern eine kasernierte Sicherheitspolizei (Weimarer Republik) gegründet, die reichsweit einheitlich eine graugrüne Uniform analog der Jägereinheiten erhalten sollten. Bereits 1920 wurden diese Polizeien je nach Land in Schutzpolizei (z.B. Preußen) oder Ordnungspolizei (Hamburg, Freistaat Oldenburg) umbenannt und erhielten eigene Uniformen, die Farben von dunkelgrün bis blaumeliert aufwiesen. Die bis 1936 weiterhin existierenden Landes-Gendarmerien und Kommunalpolizeien behielten in der Regel die Uniformfarben aus der Kaiserzeit bei, so die Stadtpolizei Oldenburg (Oldenburg) (dunkelblau) und die Oldenburgische Gendarmerie (graugrün).

Die nachfolgenden Angaben beziehen sich offenbar auf Preußen. In der Weimarer Republik waren die Ausgehuniformen hellgrün mit schwarzen Schaftstiefeln (oft als Knobelbecher bezeichnet) oder mit hohen Schnürschuhen und Ledergamaschen und hellgrünen Schirmmützen. Zum Dienstanzug wurden dunkelgraue, fast schwarze Tschakos statt der Schirmmützen getragen. Zur Polizei kam der Tschako in Deutschland über Jägereinheiten, die im revolutionären Berlin des Jahres 1919 Polizei-Aufgaben wahrnahmen. Die Uniformjacken (Röcke) besaßen hohe, geschlossene Kragen mit Kragenspiegel. Dienstgradabzeichen wurden auf militärischen Schulterklappen getragen. Die Röcke der Stadtpolizei waren blau und die der Schupo (jäger-)grün. Es handelte sich bei letzterer um die fast unverändert übernommene Felduniform der kgl. preußischen Gardeschützen.

Uniformen im Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Die Uniformen der Polizei wurden farblich dem generellen Erscheinungsbild des zentralistisch organisierten Staates nach und nach angeglichen (hellgrün und feldgrau), sodass (gewollt) eine hohe Ähnlichkeit mit den Uniformen der Wehrmacht entstand. Im Zuge der Militarisierung der Polizei wurden auch für die einzelnen Sparten der neu geschaffenen Ordnungspolizei Waffenfarben eingeführt. Die Tschakos wurden jetzt statt der Polizeisterne mit den Wappen der Länder mit einem die ganze Frontseite einnehmenden Hoheitsadler mit Hakenkreuz versehen; Polizei-Offiziere trugen ihn in mittelbraunem statt schwarzem Leder.

Besatzungszeit[Bearbeiten]

Volkspolizisten noch mit Tschako und geschlossenem Kragen, 1955. Bewaffnet mit aus dem Zweiten Weltkrieg stammendem Sturmgewehr 44
Volkspolizei in neuerem Uniformschnitt beim Brandenburger Tor, 1989

Wegen des Materialmangels wurden die Uniformen („Waffenröcke“) der Polizisten gekürzt und die Kragenspiegel entfernt. Die hellgrüne Uniform wurde in der britischen Zone dunkelblau umgefärbt. Diese Farbe war oftmals nicht wasserfest und sorgte dafür, dass jeder deutsche Polizist in der britischen Zone, der buchstäblich im Regen stand, blaue Pfützen hinterließ, wo er sich befand. Die Uniformen waren bis 1972 sehr uneinheitlich: So wurden in Hamburg und Berlin blaue Uniformen getragen, während in den anderen Ländern grüne getragen wurden. Die Uniformen unterschieden sich aber teilweise erheblich. Auch die Kopfbedeckung war sehr unterschiedlich. Es gab verschiedene Varianten von Schirmmützen und in der britischen Besatzungszone, in Ost- und West-Berlin und der SBZ/DDR wurde weiterhin der Tschako getragen. Er war in beiden Teilen Deutschlands bis Mitte der 1960er Jahre, in Nordrhein-Westfalen bis Anfang der 1970er Jahre Teil der Dienstuniform.

DDR[Bearbeiten]

In der Deutschen Demokratischen Republik waren die Polizisten bis in die 1960er Jahre ähnlich wie die Polizei des Dritten Reiches gekleidet. Sie trugen noch die Tschakos mit Schwarz-Rot-Gold-Insignien und den bis oben zugeknöpften Rock. Die letzte Uniform der Volkspolizei war ein grüner Uniformrock mit offenen Kragen sowie hellgrauem Hemd und grüner Krawatte. An der linken Ärmelseite war das Wappen der Volkspolizei (bei der Schutzpolizei bzw. beim ABV) und auf den Kragen waren Kragenspiegel aufgenäht. An den Ärmeln, Kragen und Abzeichen war sie mit grünen Biesen versehen. Die Mütze war im Aufbau der NVA-Variante ähnlich mit einem silbernen Eichengespinst um die Hammer- und Zirkel-Kokarde im Ährenkranz. In Sommer trug der Volkspolizist (VoPo) einen hellgrauen Blouson. Die Transportpolizei, die für die Reichsbahn zuständig war, trug die gleiche Uniform der Volkspolizei, jedoch in dunkelblauer Farbe.

Bundesrepublik Deutschland[Bearbeiten]

Mützen- und Ärmelabzeichen der 16 Landespolizeien sowie des Bundesgrenzschutzes in Deutschland

Die Landespolizeien in der Bundesrepublik besaßen bis Ende der 1970er Jahre analog zu ihren Vorgängern in der Weimarer Republik Uniformen in verschiedenen Farben, so Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz grün, Bremen und Hamburg schwarzblau, Berlin blau, Schleswig-Holstein dunkelblau und Niedersachsen blau-grau. Bis 1974 existierten in größeren bayerischen Städten wie München, Nürnberg oder Augsburg noch Kommunalpolizeien, die eigene Uniformen, meist in einem blauen Farbton, besaßen.

Im Zuge der Polizeireform ab 1972 erhielten die Landespolizeien und der Bundesgrenzschutz neue Uniformen in moosgrün und beige, welche der Modeschöpfer Heinz Oestergaard entwickelt hatte.[2] Die alten Uniformen wurden parallel aufgebraucht, so in Niedersachsen bis 1979. Zusammen mit den grün-weiß lackierten Einsatzfahrzeugen prägte dieses Erscheinungsbild die deutsche Polizei über 30 Jahre. Nach der Jahrtausendwende wurde damit begonnen, die Fahrzeuglackierung auf Grün-silbern umzustellen. Dies geschah vor allem deshalb, weil silberne Fahrzeuge zu dieser Zeit einen höheren Wiederverkaufswert hatten. Als neue Farbe der meisten Polizeien wurde im Zuge einer EU-weiten Vereinheitlichung ab 2004 stahlblau (RAL 5011) gewählt, in der Regel mit weißen Dienstmützen. Die aktuelle Fahrzeuglackierung ist verkehrsblau (RAL 5017) in Verbindung mit silbern bzw. weiß. In Bayern wird die grüne Farbgebung aus Traditionsgründen beibehalten, da diese dort seit 1813 die Uniformierung der Polizei/Gendarmerie prägte.

Land Uniformmodell Probelauf Einführung komplette Umstellung Blaue Streifenwagen
Baden-Württemberg Baden-Württemberg 2008 Anfang 2010 seit Ende 2011 seit August 2008
Bayern Moosgrün/Beige geplant Sommer bis Ende 2014 (nur Trageversuch)[3] geplant Ende 2016 nicht vorhanden und nicht geplant
Berlin Brandenburg 2009 Anfang 2010 seit September 2013 seit Ende 2009 / Anfang 2010
Brandenburg Brandenburg Anfang 2008 seit Ende 2010 landesweit seit 2005
Bremen Hamburg Mitte 2006 seit Ende 2010 seit Ende 2005 / Anfang 2006
Hamburg Hamburg 2003 Ende 2004 / Anfang 2005 seit Ende 2005 seit Mitte 2002
Hessen Hessen 2005 Ende 2007 / Anfang 2008 seit Ende 2008 seit Anfang 2005
Mecklenburg-Vorpommern Hamburg 2008 Anfang 2009 seit Ende 2011 seit Anfang 2009
Niedersachsen Hamburg Anfang 2006 seit Ende 2008 seit Ende 2004
Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen 2008 Ende 2009 seit Ende 2012 seit Dezember 2008
Rheinland-Pfalz Hessen 2007 Anfang 2008 seit Ende 2012 seit Ende 2006
Saarland Moosgrün/Beige 2014[4] nicht vorhanden nicht vorhanden
Sachsen Brandenburg Mitte 2009 seit Ende 2012 seit Dezember 2008
Sachsen-Anhalt Sonderfall Sachsen-Anhalt 2007 Anfang 2009 seit Ende 2012 seit Ende 2005 / Anfang 2006
Schleswig-Holstein Hamburg Anfang 2006 seit Ende 2008 seit August 2005
Thüringen Hessen Anfang 2009 seit Ende 2011 seit Dezember 2006
Deutschland Bundespolizei Ende 2005 seit Ende 2012 seit Anfang 2005

Die Bundespolizei begann Ende 2005 mit der Umstellung auf die neue blaue Polizeiuniform. Seit Ende 2012 sind alle Beamten mit der neuen Uniform eingekleidet.

Ziel der Umstellung ist einerseits die europaweit einheitliche Erkennbarkeit der Polizei, andererseits die moderne Anpassung der Dienstkleidung an geänderte Anforderungen. So mussten Tragekomfort und Details verbessert werden, wobei neue Stoffe zum Einsatz kommen und Teile der Uniform verändert werden. Beispielsweise kommen neue Dienstschuhe zum Einsatz und neue Polohemden halten Einzug. Zudem wurden alle Uniformen in zwei Schnittvarianten für Männer und Frauen entworfen.

Hinter dem Farbwechsel der Polizeifarbe von Grün auf Blau verbirgt sich der europäische Gedanke, Polizeien innereuropäisch einheitlicher auftreten zu lassen. Die beteiligten Unterhändler im für die innereuropäische Polizeiarbeit zuständigen Ausschuss des Europäischen Parlaments einigten sich 1998 auf blau, da in den meisten EU-Mitgliedsstaaten die Streifenwagen und Uniformen bereits in Blautönen gehalten waren. Insbesondere Frankreich und Italien wollten dies beibehalten. Deutschland wechselte lieber auf Blau als auf das von Großbritannien favorisierte Rot-Orange. Da diese Direktive noch diskutiert wird, ist noch keine europäische Nation zu einer Farbumstellung verpflichtet.

Bei fast allen Oberbekleidungen ist auf dem linken Oberarm das Hoheitsabzeichen mit der Aufschrift „Polizei“ angebracht. Bei alten Pullovern ist dies manchmal auch auf der linken Brustseite zu finden. Die neuen stahlblauen Uniformen tragen das Hoheitsabzeichen teilweise auf beiden Oberarmen, teilweise aber auch auf der linken Brustseite.

Polizei beim Deutschen Bundestag[Bearbeiten]

Bislang versehen die Beamten der Polizei beim Deutschen Bundestag ihren Dienst in bürgerlicher Kleidung. Nur gelegentlich wird eine Weste zur Kennzeichnung verwendet.[5]

Uniformmodell Baden-Württemberg[Bearbeiten]

Das Uniformmodell Baden-Württemberg ist das neue blaue Uniformmodell, das die Polizei des Landes Baden-Württemberg seit dem Jahr 2010 ausgibt.[6] Es besteht aus folgenden Uniformen

  • Innendienstuniform
  • Standarduniform
  • Sonderbekleidung
    • Einsatzbekleidung
    • Motorradbekleidung
    • Reiterbekleidung
    • Radbekleidung
    • Schutzbekleidung für Kriminalpolizei
    • Schutzkleidung

Das Hemd, die Uniformjacke, die Strickjacke, die Windjacke, die Winterjacke, der Kurzmantel, die Regenjacke, die Kradlederkombi, der Einsatzanzug, das Poloshirt, das Radtrikot, der Reitmantel, der Overall für Hubschrauberbesatzungen und die Warnjacke haben jeweils auf dem linken Oberarm das Hoheitsabzeichen, welches das aus goldfarbenem Garn gestickte kleine Landeswappen auf blauem Untergrund mit ebenfalls goldfarbener, gestickter Schrift aufweist.

Die Uniformen wurden in zwei Schnittvarianten für Männer und Frauen entworfen.

Innendienstuniform[Bearbeiten]

Die Innendienstuniform ist für den Innen- und Außendienst gedacht.

Die dunkelblaue Uniformhose mit einer hellblauen Biese ist in Sommer- und Winterausführung erhältlich. Dazu wird ein weißes Hemd mit zwei Brusttaschen mit Knopfverschluss getragen, welches als Kurz- und Langarm erhältlich ist. Zum Hemd wird eine dunkelblaue Krawatte getragen, in welche das Polizei-Logo mit Schriftzug, Stern und Stauferlöwe gewebt wurden.

Zur Uniform sind verschiedene Jacken und Mäntel erhältlich: eine dunkelblaue Uniformjacke mit silbernen Metallknöpfen, eine dunkelblaue Strickjacke, eine dunkelblaue Windjacke, eine dunkelblaue Winterjacke oder ein dunkelblauer Kurzmantel. Bis auf die Uniformjacke, die Strickjacke und den Kurzmantel haben alle Jacken einen „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken.

Als Kopfbedeckung wird eine weiße oder blaue, wasserabweisende Schirmmütze mit Oberstoffbiese am Deckelrand getragen.

Standarduniform[Bearbeiten]

Die Standarduniform ist für den Außendienst gedacht und aus robusterem Material gefertigt.

Die dunkelblaue Cargohose, welche vor allem im Streifendienst zum Einsatz kommen soll, ist ebenfalls in Sommer- und Winterausführung erhältlich.

Dazu wird ein hellblaues Hemd getragen. Das Hemd hat zwei Brusttaschen mit Knopfverschluss. Erhältlich ist es als Kurz- und Langarm. Zum Hemd wird eine dunkelblaue Krawatte getragen, in welche das Polizei-Logo mit Schriftzug, Stern und Stauferlöwe gewebt wurden.

Zur Uniform sind verschiedene Jacken erhältlich: eine dunkelblaue Strickjacke, eine dunkelblaue Windjacke, eine dunkelblaue Winterjacke oder eine dunkelblaue Regenjacke. Bis auf die Strickjacke haben alle Jacken einen „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken.

Witterungsabhängig kann anstatt bzw. zusätzlich zum Hemd ein hellblauer Rollkragenpullover zum Unterziehen getragen werden.

Als Kopfbedeckung wird eine weiße, wasserabweisende Schirmmütze mit Oberstoffbiese am Deckelrand getragen.

Sonderbekleidung[Bearbeiten]

Beamte mit speziellen Aufgaben oder mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko tragen eine auf ihren Aufgabenbereich abgestimmte Sonderbekleidung.

Motorradbekleidung[Bearbeiten]

Für Motorradfahrer wird eine Textilkombination, die ganzjährig verwendbar ist, angeschafft. Als Regenschutz dient eine zusätzliche Kombination, die in Neongelb gefertigt wird. Aufgrund ihrer Farbe und des Reflexionsvermögens ist sie als Warnkleidung zertifiziert. Wie bisher wird auch ein weißes Barett mitgeführt.

Einsatzbekleidung[Bearbeiten]

Als Einsatzbekleidung dient der Einsatzanzug, welcher aus einem Overall besteht. Bei diesem sind Oberteil und Hose mittels eines Reißverschlusses verbunden und können daher auch getrennt werden. Als Wetterschutz werden eine Regenjacke und eine Regenhose sowie ein sogenannter Thermo-Rolli als Kälteschutz ausgegeben.

Zum Einsatzanzug gehören jeweils ein blaues Poloshirt, eine dunkelblaue Funktionsmütze mit stabilem Schild und Steppstichen und ein dunkelblaues Barett mit Polizeistern.

Radfahrerbekleidung[Bearbeiten]

Die Sonderbekleidung für Fahrradstreifen besteht aus einem mittelblauen Radtrikot mit zusätzlichen Weichprotektoren und längerem Rückenabschluss, einer mittelblauen Radhose und einem mittelblauen Windbreaker mit „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken. Es muss ein Fahrradhelm getragen werden.

Reiterbekleidung[Bearbeiten]

Beamte der berittenen Polizei tragen eine dunkelblaue Reithose. Als Kopfbedeckung wird eine dunkelblaue Reitkappe verwendet. Witterungsabhängig kann ein Reitmantel mit reflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzug getragen werden. Für Übungen u.Ä., nicht jedoch für den Außenauftritt, wird eine Reitweste beschafft.

Fliegerbekleidung[Bearbeiten]

Hubschrauberbesatzungen tragen einen dunkelblauen Overall (Fliegerkombination).

Kleidung für Zivilkräfte[Bearbeiten]

Für zivile Kräfte gibt es wie bisher auch, eine Weste, eine Jacke und eine sog. Identifikationsweste, die wie eine Warnweste gefertigt wird. Die vorhandenen maigrünen Armbinden mit weißer Schrift zur Kenntlichmachung werden ebenfalls weiter verwendet. Die Weste und Jacke wird aus blauem Stoff gefertigt.

Warnkleidung[Bearbeiten]

Wie bisher gibt es eine neongelbe bzw. neonorange Warnweste mit reflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzügen.

Bayerische Polizei[Bearbeiten]

Geschichte und jetzige Situation[Bearbeiten]

Die Bayerische Uniform wurde in den 1970er Jahren nach Bundesstandard vereinheitlicht, nachdem sie verstaatlicht wurde. Bis dahin waren nur einzelne Verbände wie die Bereitschaftspolizei sowie die Landgendamerie einheitlich uniformiert. Besonderheiten sind die Uniformen des Alpinzuges, die sich komplett von der normalen Uniform unterscheidet (Funktionskleidung, Oberteile und Mützen grün , Bergstiefel, Skikleidung). Bayern ist die letzte Polizei in Deutschland, bei der noch die Uniform aus den 1970er Jahren getragen wird.[7] Einzelne Uniformstücke werden inzwischen nicht mehr ausgegeben, z.B. Pullunder (ohne jegliche Abzeichen), Rollkragenpullover, Winterstiefel, Sommerschuhe und Wintermütze mit Ohrenschützern (sog. Bärenfotze bzw. Russenmütze). Neuerungen waren z.B. Blouson, Anorak, Strickjacke, Cargohose, Wollmütze, Sportanzug (mehrmals), Krad-Anzug (von Leder auf Textil) und Uniformen für geschlossenen Einheiten. Die Lederjacke wurde in den 1980er Jahren von einem zweireihigen mantelähnlichen Kleidungsstück zu einem Blouson mit verdeckter Knopfleisten umgeändert (jeweils schwarz).[8] Basecaps, wie in einigen Bundesländern üblich, erscheinen so abwegig, dass dessen Einführung nicht einmal debattiert wurde. Die jetzige Finanzierung ist folgendermaßen geregelt: Die Erstausstattung ist für Beamte kostenfrei. Reparaturen und Änderungen sind während der Ausbildung ebenfalls kostenfrei. Reinigungskosten sind stets selbst zu tragen. Mit Ernennung des Eingangsamtes müssen alle Ausgaben für die Unifomteile von den Beamten selbst bestritten werden. Hierzu wird ein monatlicher Dienstkleidungszuschuß von 22,50 € gewährt, sofern keine längere Abwesenheit vorliegt (z.B. Mutterschutz, längere Krankheit, unbezahlter Urlaub).[9] Vorgänger waren die Dienstkleidungskonten.

Umstellung auf blaue Uniformen[Bearbeiten]

Das Uniformmodell Bayern neuer Art wurde noch nicht abschließend entworfen. Bislang wurde mehrmals die Einführung der blauen Uniform debattiert und mit dem Argument, dass man die Millionen für Sinnvolleres verwenden könne, abgelehnt. Erst 2013 wurde die Einführung befürwortet, dann bereits für 2015 geplant. Im Februar 2014 wurde die Einführung um ein Jahr verschoben.[10] Von Mitte 2014 bis Ende 2014 ist ein Trageversuch mit Uniformteilen aus verschiedenen Schnitten und Materialien geplant. [11] Eine finanzielle Beteiligung der Uniformträger ist noch nicht beschlossen. Ob es einen Wechsel zur blauen Uniform geben wird, ist noch nicht entschieden. 2013 votierten 9.000 Beamte gegen eine neue Uniform in blauer Farbgebung, nachdem die GdP dazu aufgerufen hatte.[12] Die Umstellung würde 26.000 Vollzugsbeamte betreffen.

Das Auswahlverfahren wurde in zwei Gruppen unterteilt. Den Teilnehmern am Auswahlverfahren und den Teilnehmern am Trageversuch. Die Teilnehmer des Auswahlverfahrens hatten die Möglichkeit, mit einem speziellen Fragebogen aus dem bestehenden Uniformsortiment aller deutschen Bundesländer, der Bundespolizei und der Nachbarstaaten Österreich, Italien und der Schweiz Funktionalität, Passform, Schnitt und zeitgemäßes Design der Uniformen selbst genauer unter die Lupe zu nehmen. [13]

Bei der Vorauswahl zur neuen Polizeiuniform in Bayern haben sich die Teilnehmer des Auswahlverfahrens für das österreichische Uniformkonzept im Außendienst entschieden. Das Bayerische Innenministerium hat ein vorläufiges Ergebnis veröffentlicht, wonach sich über 2/3 der Vortester für die österreichische Außendienst-Uniform entschieden haben. [14] An 2. Stelle folgt mit nur 10 % das Uniform-Konzept aus Baden-Württemberg. [15]

Die Teilnehmer des Trageversuchs sollen dann aus der/den ausgewählten Uniform diejenige wählen, welche ihrer Meinung nach den Anforderungen der Beamten am meisten zusagt. Wer jedoch an der Auswahl der Uniformen teilgenommen hat, kann nicht gleichzeitig auch am Trageversuch teilnehmen.

Uniformmodell Brandenburg[Bearbeiten]

Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells mit dem sächsischen Staatsminister des Inneren
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells

Das Uniformmodell Brandenburg ist das neue blaue Uniformmodell, das die Polizeien der Länder Berlin (seit dem Jahr 2010[16]), Brandenburg (seit dem Jahr 2008[17]) und Sachsen (seit dem Jahr 2009[18]) tragen. Es besteht aus folgenden Uniformen

  • Standarduniform
  • Sonderbekleidung
    • Kradlederkombi
    • Einsatzanzug
    • Kleidung für Zivilkräfte

Die Twinjacke, die Softshelljacke, der Stricktroyer, die Strickjacke, das Poloshirt, das Hemd, der Blazer und der Einsatzanzug haben jeweils auf dem linken Oberarm das Hoheitsabzeichen, welches das aus Garn gestickte jeweilige Landeswappen auf blauem Untergrund mit ebenfalls goldfarbener oder weißer, gestickter Schrift aufweist.

Das Kradkombi hat auf der linken Brustseite das Hoheitsabzeichen.

Die Uniformen wurden in zwei Schnittvarianten für Männer und Frauen entworfen.

Standarduniform[Bearbeiten]

Es gibt drei verschiedene Jacken, die dunkelblaue und wetterfeste Twinjacke mit Pistolendurchgriff und diversen Taschen sowie mit „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken, die dunkelblaue, einzippbare Fleece-Innenjacke für kalte Tage, die dunkelblaue Softshelljacke aus robustem Obermaterial mit diversen Taschen und Pistolendurchgriff und mit „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken, den dunkelblauen Stricktroyer aus wärmendem Wollgemisch und eine dunkelblaue Strickjacke aus wärmendem Wollgemisch mit Gewebeverstärkungen an stark beanspruchten Stellen.

Die dunkelblaue Funktionshose gibt es in Sommer- und Winterausführung.

Das hellblaue Diensthemd, das aus bioaktiven Fasern gefertigt ist, hat eine weite Passform. Es hat zwei Brusttaschen und ist als Kurz- und Langarm erhältlich.

Das hellblaue Poloshirt hat einen abriebfesten Kragen und eine weite Passform.

Es gibt einen dunkelblauen Sakko und einen dunkelblauen Blazer in klassischer Modegestaltung.

Im Gegensatz zur Funktionshose ist die dunkelblaue Kombihose, die aus leichtem Material gefertigt ist, klassisch gestaltet. Für Damen gibt es zudem einen dunkelblauen, klassisch gestalteten Damenrock.

Als Kopfbedeckung kann man zwischen einer dunkelblauen Schirmmütze (oval oder achteckig), einer dunkelblauen Sommerkappe, einer dunkelblauen Winterkappe, einer dunkelblauen Strickmütze und einem dunkelblauen Stirnband (nur für Frauen) wählen.

Sonderbekleidung[Bearbeiten]

Beamte mit speziellen Aufgaben oder mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko tragen eine auf ihren Aufgabenbereich abgestimmte Sonderbekleidung.

Kradlederkombi[Bearbeiten]

Die blaue, zweiteilige Kradlederkombi mit einknöpfbarem Futter besteht aus einem starken und atmungsaktiven Material und hat breite reflektierende Seitenstreifen und jeweils einen reflektierenden „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken.

Zusätzlich gibt es ein weißes Barett, das vorne einen Polizeistern trägt. Dieser ist entweder aufgedruckt oder als Metallversion angesteckt. Das Barett wird getragen, wenn der Helm abgelegt wird.

Einsatzanzug[Bearbeiten]

Der zweiteilige Einsatzanzug besteht aus einem schwerentflammbaren, wasserabweisenden und chemikalienbeständigen Material. Er ist mit und ohne „Polizei“-Schriftzug erhältlich. Den Einsatzanzug gibt es in den Farben mittelblau, dunkelblau und schwarz. Der mittelblaue und dunkelblaue Einsatzanzug ist für normale Einsatzeinheiten gedacht, während der schwarze für Einheiten mit speziellen Aufgaben, wie zum Beispiel die Festnahmeeinheit, vorgesehen ist.

Zum Einsatzanzug gibt es ein T-Shirt, mit „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken, das in den Farben mittelblau und dunkelblau erhältlich ist.

Als Kopfbedeckung dient ein Baseballcap mit Reflexstreifen sowie „Polizei“-Schriftzug vorne und hinten, das in den Farben mittelblau und dunkelblau erhältlich ist.

Kleidung für Zivilkräfte[Bearbeiten]

Für zivile Kräfte gibt es wie bisher auch schwarze Westen oder schwarze Jacken mit „Polizei“-Schriftzügen. Auch weiterhin gibt es schwarze und weiße Armbinden mit „Polizei“-Schriftzug zur Kenntlichmachung.

Siehe auch: Abbildungen und Informationen des Uniformmodells Brandenburg (PDF-Datei; 1,44 MB)

Uniformmodell Hamburg[Bearbeiten]

Polizist in der neuen blauen Uniform
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells, hier noch mit hellblauen Hemden (rechts), die aber nicht übernommen wurden

Das Uniformmodell Hamburg ist das neue blaue Uniformmodell, das die Polizeien der Länder Bremen (seit dem Jahr 2006), Hamburg (seit Ende 2004/Anfang 2005), Mecklenburg-Vorpommern (seit dem Jahr 2009), Niedersachsen (seit dem Jahr 2006) und Schleswig-Holstein (seit dem Jahr 2006) tragen. Es besteht aus folgenden Uniformen

  • Standarduniform
  • Sonderbekleidung
    • Motorradbekleidung
    • Einsatzanzug
    • Uniform für Fahrradstreifen
    • Warnkleidung

Die Tuchjacke, das Hemd, die Strickjacke, der Strickpullover, die Multifunktionsjacke, der Regenmantel, der Einsatzanzug, der Windbreaker und die Warnjacke haben jeweils auf beiden Oberarmen das Hoheitsabzeichen, welches das aus Garn gestickte jeweilige Landeswappen auf blauem Untergrund mit ebenfalls weißer, gestickter Schrift aufweist.

Bei den schwarzen Lederjacken und den braun-/beigefarbenen leichten Einsatzanzügen kann das Hoheitsabzeichen entweder nur auf dem linken Oberarm oder auf beiden Oberarmen angebracht sein.

Das Radtrikot hat auf der linken Brustseite das Hoheitsabzeichen.

Die Uniformen wurden in zwei Schnittvarianten für Männer und Frauen entworfen.

Standarduniform[Bearbeiten]

Der dunkelblaue Blazer (Damen) bzw. das dunkelblaue Sakko (Herren) mit Waffentauglichkeitsschnitt hat je vier Silberknöpfe an beiden mit silbergrauer Biese abgesetzten Ärmelschlitzen. Sie wird jedoch nicht im alltäglichen Dienst genutzt. Da sie lediglich zu repräsentativen Anlässen getragen wird, gehört sie auch nicht zur Standardauslieferung der Beamten.

Die dazugehörige dunkelblaue Hose hat eine silbergraue Biese in den Seitennähten.

Es gibt zwei verschiedene Hosen für den Außendienst. Die dunkelblaue Chino-Hose aus leichtem Stoff und die dunkelblaue Einsatzhose mit Cargo-Taschen. Beide Hosen haben eine silbergraue Biese in den Seitennähten.

Das Hemd aus Baumwolle und mit zwei aufgesetzten Pattentaschen ist als Kurz- und Langarm in den Farben weiß und dunkelblau erhältlich.

Daneben gibt es einen dunkelblauen Strickpullover mit rundem Hals und „Polizei“-Schriftzug auf der Brust.

Das im Trageversuch erprobte dunkelblaue Poloshirt aus Baumwolle mit Knöpfen und „Polizei“-Schriftzug auf der Brust wurde nicht eingeführt.

Das T-Shirt ist zum Unterziehen, aber auch als Sportbekleidung oder als Ausrüstung für ein geschlossenes Auftreten geeignet. Es ist in der Farbe schwarz, mit und ohne „Polizei“-Schriftzug erhältlich.

Es gibt drei verschiedene Jacken, eine dunkelblaue Strickjacke mit Reißverschluss und hohem Stehkragen, eine dunkelblaue Multifunktionsjacke mit abnehmbaren Ärmeln und „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken sowie ein dunkelblauer Regenmantel mit extra Reflexstreifen und „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken. Daneben gibt es auch weiterhin die schwarzen Lederjacken, die bei den Beamten wegen des hohen Schlagschutzes sehr beliebt sind.

Die dunkelblaue Krawatte wird meistens zum langarmigen Hemd getragen. Sie kann selbstverständlich auch zum kurzarmigen Hemd getragen werden.

Sonderbekleidung[Bearbeiten]

Beamte mit speziellen Aufgaben oder mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko tragen eine auf ihren Aufgabenbereich abgestimmte Sonderbekleidung.

Motorradbekleidung[Bearbeiten]

Die blaue Motorradbekleidung ist zweiteilig und besteht aus Motorradjacke und -hose. Sie ist aus dem Material Cordura gefertigt und verfügt über seitlich sowie nach vorne und hinten reflektierende Streifen. Auf Brust und Rücken ist jeweils ein reflektierender „Polizei“-Schriftzug angebracht.

Einsatzanzug[Bearbeiten]

Der blaue Einsatzanzug besteht aus einem schwer entflammbaren, wasserabweisenden und chemikalienbeständigen Material. Der Einsatzanzug ist mit und ohne „Polizei“-Schriftzug erhältlich. Zum Einsatzanzug ist eine spezielle Regenjacke, mit Polizei-Schriftzug auf Brust und Rücken, erhältlich.

Als Kopfbedeckung wird ein schwarzes Baseballcap, mit „Polizei“-Schriftzug vorne und hinten, getragen.

Uniform für Fahrradstreifen[Bearbeiten]

Die Uniform für Fahrradstreifen besteht aus einem blauen Radtrikot, einer blauen Radhose und einem blauen Windbreaker mit „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken. Zusätzlich ist eine blaue Regenhose mit reflektierenden Streifen erhältlich.

Warnkleidung[Bearbeiten]

Die Warnjacken haben eine neongrüne/neongelbe Grundfarbe und haben retroreflektierenden Streifen. Die „Polizei“-Schriftzüge sind auf blauem Untergrund. Diese neu entwickelten Warnjacken sind nach dem britischen Modell entworfen worden.

Die Warnwesten mit retroreflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzügen werden jedoch weiterhin in der Farbe neongrün/neongelb gehalten.

Optional[Bearbeiten]

Optional sind schwarze Lederhosen mit und ohne reflektierenden Streifen erhältlich. Diese sind insbesondere für Hundeführer gedacht.

Teilweise darf auch weiterhin der braun-/beigefarbene leichte Einsatzanzug getragen werden. Dieser wird speziell bei Schwerlastverkehrskontrollen und Nachtdiensten in den Ländern Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein getragen.

Siehe auch: Abbildungen und Informationen des Uniformmodells Hamburg

Uniformmodell Hessen[Bearbeiten]

Neues blaues Hoheitsabzeichen der Hessischen Polizei
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells
Vorstellung des neuen blauen Uniformmodells

Das Uniformmodell Hessen ist das neue blaue Uniformmodell, das die Polizeien der Länder Hessen (seit Ende 2007), Rheinland Pfalz (seit dem Jahr 2008) , Thüringen (seit dem Jahr 2009) und Saarland (ab 2014) tragen. Des Weiteren übernehmen die Kommunalpolizei Darmstadt und die Stadtpolizei Frankfurt das Uniformmodell Hessen. Es besteht aus folgenden Uniformen

  • Der Uniform für den Innendienst und repräsentativen Außendienst
  • Der Uniform für den Außendienst
  • Sonderbekleidung
    • Dem Kradlederkombi
    • Dem Einsatzanzug
    • Uniform für Hubschrauberbesatzungen
    • Kleidung für Zivilkräfte
    • Warnkleidung

Das Hemd, die Tuchjacke, das Poloshirt, der Stehkragenpullover, die Fleecejacke, der Anorak, der Windbreaker, die Regenjacke, die Lederjacke, das Kradlederkombi, der Einsatzanzug, der Overall für Hubschrauberbesatzungen, die Warnjacke und der leichte Einsatzanzug haben jeweils auf dem linken Oberarm das Hoheitsabzeichen, welches das aus Garn gestickte jeweilige Landeswappen auf blauem Untergrund mit ebenfalls goldfarbener, gestickter Schrift aufweist.

Bei den blauen Strickjacken kann das Hoheitsabzeichen entweder auf dem linken Oberarm oder auf der linken Brustseite angebracht sein.

Bei den neuen blauen Erkennungswesten kann das Hoheitsabzeichen auf der linken Brustseite angebracht sein.

Die Uniformen wurden in zwei Schnittvarianten für Männer und Frauen entworfen.

Uniform für den Innendienst und repräsentativen Außendienst[Bearbeiten]

Die dunkelblaue Gürtelhose ohne Bundfalte, mit silbergrauer Biese in den Seitennähten ist im Schnitt für Damen bzw. Herren erhältlich. Optional gibt es für Damen dazu einen dunkelblauen Etuirock mit Gehschlitz und silbergrauer Biese in den Seitennähten.

Das Hemd besteht aus einem Baumwollmischgewebe und hat zwei aufgesetzte Plattentaschen mit Klettverschluss. Erhältlich ist es als Kurz- und Langarm in den Farben weiß und mittelblau.

Zusätzlich gibt es eine dunkelblaue Strickjacke mit Gewebeverstärkungen an stark beanspruchten Stellen.

Die dunkelblaue Tuchjacke mit Waffentauglichkeitsschnitt hat je vier Silberknöpfe an beiden mit silbergrauer Biese abgesetzten Ärmelschlitzen. Alle Silberknöpfe haben eine Polizeisternprägung. Sie ist ebenfalls im Schnitt für Damen bzw. Herren erhältlich.

Als Kopfbedeckung dient eine flach geschnittene und wasserabweisende Mütze mit Oberstoffbiese am Deckelrand. Sie ist in den Farben dunkelblau und weiß erhältlich.

Der Damenschuh aus schwarzem, wasserabweisendem, weichen Leder hat einen erhöhten Absatz.

Die dunkelblaue Krawatte gibt es als klassischen Umhänger oder als Clip-Version.

Uniform für den Außendienst[Bearbeiten]

Die dunkelblaue Streifendiensthose aus elastischem Baumwollmischgewebe hat einen sportlichen Schnitt und Taschen mit abgedeckten Reißverschlüssen sowie Cargotaschen. Sie ist in Sommer- und Winterausführung erhältlich.

Das Hemd besteht aus einem Baumwollmischgewebe und hat zwei aufgesetzte Plattentaschen mit Klettverschluss. Erhältlich ist es als Kurz- und Langarm in den Farben weiß und mittelblau.

Zusätzlich gibt es ein mittelblaues Polohemd aus Baumwolle mit kleinen Knöpfen und verstärktem Kragen sowie mit „Polizei“-Schriftzug auf rechter Brustseite.

Der im Trageversuch erprobte dunkelblaue Stehkragenpullover (Turtleneck) mit „Polizei“-Schriftzug am Hals wurde nicht eingeführt. Dieser war jeweils als Kurz- und Langarm erhältlich und wurde nur unter der „Taktischen Hülle“ getragen.

Optional gibt es auch eine dunkelblaue Fleecejacke und eine dunkelblaue Strickjacke mit Gewebeverstärkungen an stark beanspruchten Stellen. Für die kälteren Tage gibt es einen mittelblauen Unterziehrolli und ein mittelblaues Sweatshirt.

Es gibt vier verschiedene Jacken. Einmal den dunkelblauen Anorak aus wind- und wasserdichtem Zweilagenlaminat und mit breiter silbergrauer reflektierender Biese und weiteren ausklappbaren Reflektoren an Ärmel und Saum. Auf der rechten Brustseite und auf dem Rücken befindet sich ein „Polizei“-Schriftzug. Daneben gibt es den dunkelblauen Windbreaker mit abnehmbaren Ärmeln aus einem Dreilagenlaminat und mit zwei Einschubtaschen sowie mit verlängertem Rückenteil. Auf der rechten Brustseite und auf dem Rücken befindet sich ein „Polizei“-Schriftzug. Die dunkelblaue Regenjacke hat sehr breite retroreflektierende Streifen an Ärmel und Saum. Auch hier befindet sicht auf der rechten Brustseite und auf dem Rücken ein „Polizei“-Schriftzug. Daneben gibt es auch weiterhin die schwarzen Lederjacken, die bei den Beamten wegen des hohen Schlagschutzes sehr beliebt sind.

Als Kopfbedeckung gibt es zum einen eine dunkelblaue Baseballcap mit stabilem Schild und Steppstichen sowie mit Reflexstreifen und „Polizei“-Schriftzug vorne und hinten und ist vorne mit einem Polizeistern bedruckt. Zum anderen gibt es die klassische, flach geschnittene und wasserabweisende Mütze mit Oberstoffbiese am Deckelrand. Sie ist in den Farben dunkelblau und weiß erhältlich.

Die dunkelblaue Krawatte gibt es als klassischen Umhänger oder als Clip-Version.

Sonderbekleidung[Bearbeiten]

Beamte mit speziellen Aufgaben oder mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko tragen eine auf ihren Aufgabenbereich abgestimmte Sonderbekleidung.

Kradlederkombi[Bearbeiten]

Der blaue, zweiteilige Lederanzug mit Weichprotektoren, längerem Rückenabschluss und einknöpfbarem Futter hat breite reflektierende Seitenstreifen und jeweils einen reflektierenden „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken. Handschuhe sind in den Farben Weiß und Schwarz erhältlich.

Zusätzlich gibt es eine neongrüne/neongelbe Regenjacke mit reflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken. Als Kopfbedeckung gibt es eine dunkelblaue Baseballcap mit stabilem Schild und Steppstichen sowie mit Reflexstreifen und „Polizei“-Schriftzug vorne und hinten und ist vorne mit einem Polizeistern bedruckt. Es wird getragen, wenn der Helm abgelegt wird.

Als Schuhwerk gibt es neben den normalen Schuhen auch schwarze Schaftstiefel.

Einsatzanzug[Bearbeiten]

Der dunkelblaue, schwerentflammbare, wasserabweisende und chemikalienbeständige Einsatzanzug ist zweiteilig und hat jeweils einen reflektierenden „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken. Der Einsatzanzug ist auch ohne Schriftzug erhältlich.

Dazu gibt es ein mittelblaues T-Shirt aus Baumwolle, das ebenfalls mit und ohne reflektierendem „Polizei“-Schriftzug erhältlich ist, einen mittelblauen Unterziehrolli und ein mittelblaues Sweatshirt.

Als Kopfbedeckung dient eine dunkelblaue Baseballcap mit stabilem Schild und Steppstichen sowie mit Reflexstreifen und „Polizei“-Schriftzug vorne und hinten, die vorne mit einem Polizeistern bedruckt ist.

Uniform für Hubschrauberbesatzungen[Bearbeiten]

Hubschrauberbesatzungen tragen einen zweiteiligen tiefblauen oder schwarzen Overall. Zusätzlich gibt es einen speziellen mittelblauen Thermorolli, welcher zum Unterziehen gedacht ist.

Kleidung für Zivilkräfte[Bearbeiten]

Für zivile Kräfte, wie zum Beispiel Beamte der Kriminalpolizei, gibt es wie bisher auch Westen oder Jacken mit „Polizei“-Schriftzügen. Diese sind in der Farbe weiß, dunkelblau und schwarz erhältlich. Auch weiterhin gibt es weiße, dunkelblaue und schwarze Armbinden mit „Polizei“-Schriftzug zur Kenntlichmachung, in Bayern zum Teil noch maigrün.

Bei den neuen blauen Erkennungswesten kann das Hoheitsabzeichen auf der linken Brustseite angebracht sein.

Neu sind sogenannte Aufkleber, die direkt auf der zivilen Kleidung aufgeklebt werden können. Diese sind ebenfalls in den Farben weiß, dunkelblau und schwarz erhältlich und haben jeweils einen „Polizei“-Schriftzug.

Warnkleidung[Bearbeiten]

Die Warnjacke mit retroreflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzügen war bis vor Kurzem jeweils in den Farben Verkehrsblau und Neongrün/Neongelb erhältlich. Da die verkehrsblaue Warnjacke bei Regen und Nebel nicht sehr gut wahrzunehmen ist, wird diese nicht mehr ausgegeben. Deswegen werden die neongrünen/neongelben Jacken nach dem Modell Nordrhein-Westfalen weiter verwendet. Beamte mit der verkehrsblauen Warnjacke werden diese weiterhin tragen. Beide Warnjacken sind in einer Sommer- und Winterausführung erhältlich.

Die neongrüne/neongelbe Warnjacke gibt es auch mit einem orangefarbenen Untergrund für die „Polizei“-Schriftzüge.

Die Warnwesten mit retroreflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzügen sind jedoch weiterhin in den Farben verkehrsblau und neongrün/neongelb erhältlich.

Optional[Bearbeiten]

Teilweise darf auch weiterhin der tiefblaue leichte Einsatzanzug getragen werden. Dieser wird speziell bei Schwerlastverkehrskontrollen und Nachtdiensten getragen.

Uniformmodell Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten]

Vorstellung der neuen blauen Bürodienstuniform
Vorstellung der neuen blauen Wachdienstuniform

Das Uniformmodell Nordrhein-Westfalen ist das neue blaue Uniformmodell, das die Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen seit Ende 2009 trägt. Es besteht aus folgenden Uniformen

  • Bürodienstuniform
  • Wachdienstuniform
  • Sonderbekleidung
    • Kradlederkombi
    • Einsatzanzug
    • Kleidung für Zivilkräfte
    • Warnkleidung

Der Sakko, das Hemd, der Pullover, der Anorak, die Kurzjacke, die Kradlederkombi, der Einsatzanzug und die Warnjacke haben jeweils auf dem linken Oberarm das Hoheitsabzeichen, welches das aus Garn gestickte Landeswappen auf blauem Untergrund mit ebenfalls weißer, gestickter Schrift aufweist.

Die Uniformen wurden in zwei Schnittvarianten für Männer und Frauen entworfen.

Bürodienstuniform[Bearbeiten]

Die Bürodienstuniform ist für den Innendienst und für repräsentative Zwecke im Außendienst gedacht und ist im Gegensatz zur Wachdienstuniform klassisch geschnitten.

Das dunkelblaue Sakko besitzt zwei Einschubtaschen, eine Brusttasche und drei silberne Metallknöpfe. Die dazu passende dunkelblaue Tuchhose ist mit einer Bundfalte und silbergrauer Biese in den Seitennähten gefertigt.

Das hellblaue Hemd hat eine Brusttasche mit Knopfverschluss und ist als Kurz- und Langarm erhältlich.

Zusätzlich gibt es einen Pullover mit Troyerkragen und Reißverschluss. Der obere Bereich ist aus sehr dunklem blau, der untere aus etwas hellerem blau gewebt. Die beiden Bereiche sind durch eine silberne Ziernaht abgesetzt.

Der Anorak ist, wie der Pullover, zweifarbig und mit einer Ziernaht gefertigt. Er besitzt eine im Kragen verstaubare Kapuze. Auf der linken Brustseite und auf dem Rücken ist ein „Polizei“-Schriftzug aufgedruckt. Als Kopfbedeckung dient eine dunkelblaue Schirmmütze.

Die dunkelblaue Krawatte hat eine Polizeisternprägung und ist als klassischer Umhänger oder als Clip-Version erhältlich.

Wachdienstuniform[Bearbeiten]

Die Wachdienstuniform ist für den Außendienst gedacht und ist im Gegensatz zur Bürodienstuniform sportlich und funktionell geschnitten.

Das hellblaue Hemd, der zweifarbige Pullover, der zweifarbige Anorak und die dunkelblaue Krawatte werden genauso wie oben (Bürodienstuniform) beschrieben auch hier getragen und sind daher identisch. Im Einzelnen unterscheiden sich nur die Hosen, die Überbekleidungen und die Farbe der Mütze.

Die Kurzjacke ist aus wasserdichtem Laminat. Der untere Bereich ist mittelblau, der obere dunkelblau. Auf der linken Brustseite und auf dem Rücken ist jeweils ein „Polizei“-Schriftzug aufgedruckt.

Die Cargohose ist dunkelblau mit silbergrauer Biese und Seitentaschen mit dem Aufdruck „Polizei“. Für sie ist ein Windstoppereinsatz erhältlich.

Für kalte Tage gibt es einen mittelblauen Unterziehrolli aus Funktionsstrick.

Als Kopfbedeckung dient eine weiße Schirmmütze mit schwarzem Mützenrand.

Sonderbekleidung[Bearbeiten]

Beamte mit speziellen Aufgaben oder mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko tragen eine auf ihren Aufgabenbereich abgestimmte Sonderbekleidung.

Kradlederkombi[Bearbeiten]

Der blaue zweiteilige Lederanzug hat breite reflektierende Seitenstreifen und jeweils einen reflektierenden „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken.

Einsatzanzug[Bearbeiten]

Der zweiteilige Einsatzanzug besteht aus einem schwerentflammbaren, wasserabweisenden und chemikalienbeständigen Material. Er ist mit und ohne „Polizei“-Schriftzug erhältlich. Den Einsatzanzug gibt es in den Farben Blau und Schwarz.

Zum Einsatzanzug gibt es ein T-Shirt, mit „Polizei“-Schriftzug auf Brust und Rücken, das in der Farbe Blau erhältlich ist.

Als Kopfbedeckung dient ein Barett mit Polizeisternprägung, welches in den Farben Blau und Schwarz erhältlich ist.

Kleidung für Zivilkräfte[Bearbeiten]

Für zivile Kräfte, wie zum Beispiel Beamte der Kriminalpolizei, gibt es wie bisher auch Westen oder Jacken mit „Polizei“-Schriftzügen. Diese sind meistens in der Farbe Orange oder Schwarz. Auch weiterhin gibt es Armbinden mit „Polizei“-Schriftzug zur Kenntlichmachung.

Neu sind sogenannte Aufkleber, die nach dem hessischen Modell eingeführt werden. Diese können direkt auf der zivilen Kleidung aufgeklebt werden. Sie sind in den Farben weiß, dunkelblau und schwarz erhältlich und haben jeweils einen „Polizei“-Schriftzug.

Warnkleidung[Bearbeiten]

Wie bisher gibt es neongrüne/neongelbe Warnwesten bzw. Warnjacken mit retroreflektierenden Streifen und „Polizei“-Schriftzügen.

Sonderfall Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

Die Polizei des Landes Sachsen-Anhalt übernimmt als einziges Land eine kombinierte Version des Uniformmodells Brandenburg und des Uniformmodells Hessen. Die Uniform wurde Anfang 2009 eingeführt.

Uniform für den Innendienst und repräsentativen Außendienst[Bearbeiten]

Die Uniform für den Innendienst und repräsentativen Außendienst des Uniformmodells Hessen wurde komplett übernommen.

Uniform für den Außendienst[Bearbeiten]

Die Uniform für den Außendienst wurde aus den beiden Uniformmodellen kombiniert eingeführt.

Aus dem Uniformmodell Hessen wurden übernommen

  • Diensthemd
  • Streifendiensthose
  • Windbreaker
  • Baseballcap
  • Krawatte

Aus dem Uniformmodell Brandenburg wurden übernommen

  • Stricktroyer
  • Strickjacke
  • Poloshirt

Zum Teil werden die Kleidungsstücke in einem dunkleren blau, wie beim Uniformmodell Hamburg, eingeführt.

Siehe dazu auch Uniformmodell Brandenburg und Uniformmodell Hessen.

Moosgrün/Beige Uniform[Bearbeiten]

Beamte der Berliner Polizei in alter Uniform (2002)
Beamte des Bundesgrenzschutzes in alter Uniform (1987)
Beamte des Bundesgrenzschutzes in alter Uniform (1987)

Die Uniform in den Farben moosgrün/beige wurde in fast allen Ländern bis auf Bayern und das Saarland durch eine neue blaue Uniform abgelöst. In der Übergangsphase werden aber auch in den anderen Ländern diese Uniformen weiter verwendet (siehe oben). Entworfen wurde diese 1976 eingeführte Uniform von Designer Heinz Oestergaard. Dies war das erste Mal, dass die deutschen Landespolizeien, und später auch der Bundesgrenzschutz bzw. die Bundespolizei, ein einheitliches Erscheinungsbild vorwiesen. Davor existierten diverse Farb- und Ausstattungsvarianten. Dies ist nun auch wieder der Fall, da es jetzt wieder verschiedene Uniformmodelle in der blauen Farbgebung gibt (siehe oben). Im Dezember 2013 kündigte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann, zwischen Sommer 2014 und Frühjahr 2015 verschiedene Uniformen testen lassen zu wollen, um im Sommer 2015 eine entsprechende Entscheidung treffen zu können.[19]

Standarduniform[Bearbeiten]

Die bekannteste Uniform der Polizei ist die des Polizisten im Streifendienst. Diese besteht aus einer hellbraunen Hose, einem bambusfarbenen Hemd und aus einer dazugehörigen Jacke und einer Kopfbedeckung. Auf den Schultern der Hemden, Blusen, Jacken, Mänteln und manchen Pullovern sind Schulterklappen angebracht.

Es gibt Stoffhosen oder khakifarbene Jeans, seit Kurzem sind in einigen Ländern auch Cargohosen verbreitet. Zu jeder Hose gehört ein normaler Gürtel. Im Außendienst wird entweder ein lederner Leibriemen oder ein, meist textiler, Einsatzgürtel mit Ausrüstungsgegenständen (z. B. Handfesseln, Pistole, Ersatzmagazin) getragen.

Oberbekleidungen sind Jacken aus Textil oder Leder, Tuchröcke, Mäntel, Pullover und Blusen bzw. Hemden. An der rechten Brusttasche der Hemden, Blusen und Jacken werden meistens Verbandsabzeichen getragen.

Hemden bzw. Blusen gibt es in einer Ausführung mit kurzen oder langen Ärmeln. Das langärmlige Hemd wird grundsätzlich mit grüner Krawatte getragen.

In der kalten Jahreszeit wird als Oberbekleidung auch ein grüner oder beigefarbener Pullover getragen. Diese gibt es in verschiedensten Ausführungen, z. B. als Rollkragenpullover, als Strickjacke oder als normaler Pullover mit aufgenähten Taschen. Bei der Bayerischen Polizei gibt es seit 2006 eine dunkelgrüne Reißverschlussjacke aus Strick oder Fleece sowie einen bambusfarbenen Rollkragenpullover zum Unterziehen.

Entsprechend den unterschiedlichen Einsatzanforderungen werden verschiedene Jacken getragen. Als Wetterschutz dienen grüne Parkas, daneben stehen grüne Blousons oder schwarze Lederjacken für wärmere Witterung zur Verfügung. Neongelbe/neongrüne Parkas (Verkehrsmäntel) und vereinzelt auch noch weiße Mäntel, werden für den Verkehrsdienst (z. B. auf der Autobahn) verwendet.

Die Standard-Kopfbedeckung ist eine (meist) textile Mütze mit einem schmalen schwarzen Schirm, dem Polizeistern sowie (meist) mit einer Kokarde unter dem Stern. Es sind sowohl grüne als auch weiße Dienstmützen in Gebrauch. Die grüne Dienstmütze ist Standard. Die weiße Dienstmütze wird vor allem bei Fußstreifen und im Verkehrsdienst verwendet. In geschlossenen Einheiten wird ein Barett oder Baseballcap (grün oder schwarz) getragen. Die früher hier oft verwendete Bergmütze ist nahezu vollständig verschwunden. In Baden-Württemberg und Bayern führen Motorradfahrer ein weißes Barett mit, das sie tragen, wenn sie den Helm abgelegt haben (z. B. bei der Unfallaufnahme). In Bayern wird im alpinen Bereich die Bergmütze weiterhin getragen.

Sonderbekleidung[Bearbeiten]

Beamte mit speziellen Aufgaben oder mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko tragen eine auf ihren Aufgabenbereich abgestimmte Sonderbekleidung.

Kradkombi[Bearbeiten]

Beamte, die ihren Dienst bei der Motorradstaffel versehen, tragen seit den 90er Jahren hauptsächlich Goretex-Motorradkombis, die es in den Farben dunkelgrün oder neongrün/neongelb gibt. Bei der Polizei des Saarlandes findet sich aber auch häufig noch der zweiteilige grüne Lederkombi mit schwarzen Lederschaftstiefeln.

Einsatzanzug[Bearbeiten]

Die Beamten der Bereitschaftspolizei oder der Einsatzhundertschaften tragen im geschlossenen Einsatz einen komplett grünen Einsatzanzug. Dieser wird mit einem grünen oder schwarzen Barett kombiniert, seit Kurzem gibt es aber auch Baseballcaps in den Farben schwarz oder grün. Bis vor einigen Jahren war anstelle des Baretts eine grüne Bergmütze vorgesehen.

Spezialeinheiten (Spezialeinsatzkommando) tragen Einsatzanzüge in Tiefblau, Schwarz oder Dunkelgrün.

Wasserschutzpolizei[Bearbeiten]

Die Uniformen der Wasserschutzpolizeien sind bundesweit entsprechend der Marinetradition schon immer in Dunkelblau mit weißen Hemden bzw. Blusen gehalten. Daneben gibt es noch Overalls und weitere Sonderbekleidungen, die auch in Dunkelblau angeschafft wurden. Bis Mitte der 1990er Jahre bestanden bei der Wasserschutzpolizei darüber hinaus khakifarbene Sommerjacken, die vorrangig in Hamburg und Schleswig-Holstein während des normalen Streifendienstes getragen wurden.

Dienstgradabzeichen[Bearbeiten]

An der Schulterklappe lässt sich die Dienst- bzw. Amtsbezeichnung erkennen. Die folgende Tabelle benennt die Amtsbezeichnungen, wobei grüne bzw. blaue Sterne für den mittleren, silberne für den gehobenen und goldene für den höheren Dienst stehen. Bei der Wasserschutzpolizei werden stattdessen Litzen (auch Streifen genannt) verwendet.

GERPOL MD 02 PM.gif GERFEDPOL MD 03 PM.gif GERPOL GD 03 POK.gif GERFEDPOL GD 03 POK.gif GERPOL HD 04 PDIR.gif GERFEDPOL HD 04 POLIZEIDIREKTOR.gif
mittlerer Dienst (hier Polizeimeister) gehobener Dienst (hier Polizeioberkommissar) höherer Dienst (hier Polizeidirektor)

(Schutzpolizei außer Wasserschutzpolizei)

Sonderkleidung[Bearbeiten]

Polizeibeamte mit Verkehrswarnweste
Polizeibeamter mit Verkehrswarn- mantel (Modell fast nicht mehr in Gebrauch)

Wenn eine erhöhte Warnwirkung, eine Erkennbarkeit als Polizeibediensteter oder eine erhöhte Sichtbarkeit der Polizeibeamten nötig ist, tragen diese eine Warnweste oder andere Warnkleidung mit retroreflektierenden Streifen und Beschriftung (z. B. „Polizei“, „Einsatzleiter“, „Pressebetreuer“). Die Westen gibt es in verschiedenen Farben, am weitesten verbreitet ist Neongrün bzw. Neongelb und Orange, manchmal in Verbindung mit Weiß oder Grün. In den Ländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen gibt es seit der Einführung der neuen blauen Uniform neben der vorhandenen neongrünen bzw. neongelben auch neue verkehrsblaue Warnkleidung (siehe oben).

Die Sonderkleidung wird beispielsweise im Verkehrsbereich (Verkehrskontrollen, Verkehrslenkungen, bei Verkehrsposten, Verkehrsüberwachung), Razzien und bei Demonstrationen angelegt.

In Nordrhein-Westfalen gab es bis zur Einführung der blauen Uniform braune Lederlatzhosen für Diensthundeführer. Diese fanden aber kaum Verbreitung und wurden meist zu offiziellen Anlässen zum Anzugjackett getragen.


Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Abschnitt: B. Die Gendarmerie, in: Oldenburgisches Polizeihandbuch. Bearbeitet von Dr. Heinrich Lankenau, Polizeihauptmann, Oldenburg 1929, S. 106-154.
  • Stabs-Oberwachtmeister Wintermann: Großherzoglich Oldenburgisches Gendarmerie-Korps 1817-1917. Denkschrift zum 100jährigen Bestehen des Korps, Oldenburg 1918.
  • Dienstvorschrift für das Großherzoglich Oldenburgische Gendarmerie-Korps, Oldenburg 1911.
  • Farbtafeln 11-18, Polizei der deutschen Länder, in: Holger Tümmler (Hg.): Zur Geschichte des Dritten Reiches. Die Organisationen, Uniformen, Abzeichen, Fahnen und Standarten 1933-1935. Mit einer Uniformfibel von 1933, Wolfenbüttel 2008, S. 82-89. ISBN 978-3-939791-53-9
  • Alejandro Quesada/Stephen Walsh: Imperial German Colonial and Overseas Troops 1885-1918 (Osprey Publishing, Men-at-Arms-Series, Bd. 490) 2013. ISBN 978-1780961644.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Polizei wird wieder blau, Rheinische Post vom 4. Dezember 2007
  2. Elisabeth Hackspiel-Mikosch: Vom bürgerfreundlichen Grün zum respekteinflößenden Blau - Paradigmenwechsel der deutschen Polizeiuniform. In: Sandro Wiggerich, Steven Kensy (Hrsg.): Staat Macht Uniform. Uniformen als Zeichen staatlicher Macht im Wandel? (= Studien zur Geschichte des Alltags 29). Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-515-09933-2, S. 99–123.
  3. Verlautbarung des BStMI, Januar 2014
  4. Polizei: Saar-Polizei bekommt als vorletztes Bundesland blaue Uniformen, focus.de, 10. September 2013, abgerufen am 13. September 2013
  5. „Unauffällig, aber präsent“ – die Bundestagspolizei Textarchiv 2010.
  6. Die neue blaue Polizeiuniform, 21. Oktober 2010, Zugriff am 7. Januar 2011
  7. http://www.sueddeutsche.de/bayern/umstellung-auf-neue-polizeiuniformen-ein-herz-fuers-foerster-gruen-1.1841660
  8. http://www.polizei.bayern.de/verwaltungsamt/wir/index.html/172546 Bayer. Polizeiverwaltungsamt: Die Uniformen der Bayerischen Polizei
  9. Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 8. Dezember 1988 Az.: IC1-2352-5/40 Dienstkleidung, Dienstkleidungszuschuss und Kleidergeld für die Bediensteten der Bayerischen staatlichen Polizei
  10. Entscheid über Farbe kommt erst 2015
  11. http://www.dpolg-bayern.de/index.php?pg=news.php&recid=468&todo=showdetails
  12. http://www.br.de/nachrichten/polizei-uniform-farbenpracht-100.html
  13. http://www.stmi.bayern.de/med/aktuell/archiv/2014/20140228vorauswahlverfahren_uniform/
  14. http://www.dpolg-bayern.de/index.php?pg=news.php&recid=513&todo=showdetails
  15. http://www.dpolg-bayern.de/index.php?pg=news.php&recid=514&todo=showdetails
  16. Einführung blauer Uniformen für Berliner Polizei, Pressemitteilung vom 18. August 2010, Zugriff am 7. Januar 2011
  17. mi.brandenburg.de: Brandenburgs Polizisten nach Abschluss von Uniformwechsel jetzt nur noch „in Blau“ unterwegs, Zugriff am 2. Januar 2011
  18. Innenminister gibt Startschuss für neue Uniform, Pressemeldung vom 14. Dezember 2009, Zugriff am 7. Januar 2011
  19. Karsten Riechers: Neue Uniformen für Bayerns Polizisten: Grün-beige oder blau?, bild.de, 17. Dezember 2013, abgerufen am 22. Dezember 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Polizeiuniform (Deutschland) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien