Polnische Sprache

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Polnisch (język polski)

Gesprochen in

Polen, außerdem minoritär in Litauen, Tschechien, Ukraine, Weißrussland, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Irland, USA, Kanada, Brasilien, Argentinien, Australien, Israel
Sprecher 46 Millionen (geschätzt) [1]
Linguistische
Klassifikation
Offizieller Status
Amtssprache von PolenPolen Polen
Europaische UnionEuropäische Union Europäische Union (EU)
Anerkannte Minderheitensprache in: Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina
RumänienRumänien Rumänien (Bukowina)
SlowakeiSlowakei Slowakei (W.-Karpaten)
TschechienTschechien Tschechien (T.-Schl.)
UkraineUkraine Ukraine (Westukraine)
Sprachcodes
ISO 639-1:

pl

ISO 639-2:

pol

ISO 639-3:

pol

Sprachen und Dialekte in Ostmitteleuropa (Polnisch: hell-, mittel- und dunkelgrüne Töne)

Die polnische Sprache (Eigenbezeichnung język polski oder polszczyzna) ist eine westslawische Sprache aus dem slawischen Zweig der indogermanischen Sprachen. Sie ist eng mit dem Tschechischen, Slowakischen, Sorbischen und Kaschubischen verwandt. Neben ihrem Status als Amtssprache in Polen gehört sie zu den 24 Amtssprachen der Europäischen Union. Derzeit stellt die polnische Sprache mit etwa 46 Millionen Sprechern nach dem Russischen und vor dem Ukrainischen weltweit die slawische Sprache mit der zweithöchsten Sprecherzahl dar.

Sie verwendet das lateinische Alphabet einschließlich der Buchstaben Ą, Ć, Ę, Ł, Ń, Ó, Ś, Ź und Ż. Mit der Pflege der polnischen Sprache ist der Polnische Sprachrat beauftragt. Die Wissenschaft, die sich mit der polnischen Sprache und polnischer Literatur beschäftigt, heißt Polonistik.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ältesten heute bekannten polnischen Schriftzeugnisse sind Namen und Glossen in lateinischen Schriftstücken, insbesondere in der Bulle von Gnesen des Papstes Innozenz II. von 1136, in der fast 400 einzelne polnische Namen von Ortschaften und Personen auftauchen. Den ersten geschriebenen vollständigen Satz fand man dagegen in der Chronik des Klosters Heinrichau bei Breslau. Unter den Einträgen des Jahres 1270 findet sich eine Aufforderung eines Mannes zu seiner mahlenden Frau. Day ut ia pobrusa. a ti poziwai (heutzutage Daj, ać ja pobruszę, a ty poczywaj), was in der Übersetzung ungefähr lautet: „Lass mich jetzt mahlen, und du ruh dich aus.“

Zu den frühesten Denkmälern der polnischen Sprache gehören die Bogurodzica – die erste polnische Hymne, die „Heilig-Kreuz-Predigten“ und die „Gnesener Predigten“. Später wurden auch religiöse Texte aus dem Lateinischen ins Polnische übertragen, beispielsweise der Florianer Psalter aus dem 14. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert wurde der zunächst bestehende Einfluss des Tschechischen zurückgedrängt, und das Schriftpolnische emanzipierte sich vom Lateinischen. Nachdem Polnisch bis zum 16. Jahrhundert überwiegend von Geistlichen geschrieben wurde, etablierte es sich in der Folgezeit auch bei Adel und Bürgertum.

Die moderne polnische Literatursprache entwickelte sich im 16. Jahrhundert auf der Grundlage von Dialekten, die in Großpolen gesprochen wurden - der Gegend um Gnesen und Posen im Westen Polens. Aus dieser Zeit stammen die Eulenspiegel- sowie die Chronikliteratur von Marcin Bielski und die Prosaschriften von Mikołaj Rej. Ihr hohes sprachliches Niveau lässt auf eine lange gesprochene Tradition des Polnischen am Königshof, in der staatlichen Verwaltung sowie auch in der weltlichen und kirchlichen Rhetorik schließen. Im 16. Jahrhundert erreichte die polnische Sprache einen Stand, der sie wegen ihres Reichtums und ihrer Geschmeidigkeit zu den wichtigsten Sprachen Mitteleuropas aufsteigen ließ. Die Gebildeten der Renaissance kämpften um die weitere Entwicklung des Polnischen und seine Durchsetzung gegenüber dem Latein. „Die Völker außerhalb aber sollen wissen, dass die Polen keine Gänsesprache, sondern ihre eigene Sprache haben!“ (als „Gänsesprache“ ist hier Latein gemeint)[2] lautete die berühmte Maxime des als Vater der polnischen Literatur geltenden Mikołaj Rej aus dem Jahre 1562.

Im Polnischen gibt es eine Reihe von Lehnwörtern aus dem Alttschechischen und Mittelhochdeutschen sowie aus dem Lateinischen und Griechischen; in jüngerer Zeit gingen Einflüsse auf die polnische Sprache insbesondere vom Italienischen, Französischen, Hochdeutschen, Englischen, Ukrainischen, Weißrussischen, Ungarischen und Türkischen, einige wenige vom Russischen und Jiddischen aus. Gegenwärtig ist ein besonders großer Einfluss des Englischen zu beobachten.

Altpolnische Sprache[Bearbeiten]

Das Altpolnische (Język staropolski) ist der Vorläufer der Mittelpolnischen Sprache und wurde zwischen dem 9. und 16. Jahrhundert gesprochen. Die größten Unterschiede zum heutigen modernen Polnisch sind die zwei Tempusformen Aorist und Imperfekt. Diese verschwanden zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert verschwand auch der dritte Numerus, der Dual.

In der Aussprache haben sich zum heutigen modernen Polnisch die folgenden Buchstaben verändert:

  • Ł ł – wurde wie [ɫ] ausgesprochen.
  • Ą ą - wurde wie ein nasales „a“ ([ã]) ausgesprochen, daher auch heute „a“ mit Ogonek.
  • Ó ó - wurde wie ein langes „o“ ([o:]) ausgesprochen, statt wie heute [u].

Mittelpolnische Sprache[Bearbeiten]

Das Mittelpolnische (Język średniopolski) ist der Vorläufer der heutigen modernen polnischen Sprache, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert gesprochen wurde. Das von Jan Kochanowski vorgeschlagene Alphabet für das Mittelpolnische besitzt 48 Buchstaben und lautet vollständig:

a á à ą b b́ c ć ç d θ θ´ θ˙ é è ę f g h ch i j k l ł m ḿ n ń o ó p ṕ q r ŗ ſ σ ß t v w ẃ x y z ź ƶ

(Die Buchstaben ç, θ, θ´, θ˙, ŗ, σ und ß, entsprechen in der heutigen polnischen Sprache cz, dz, , , rz, ś und sz.)[3]

In dieser Phase der polnischen Sprache verschwanden die „geneigten“ Vokale [ɑ]/[ɒ] (a), [e] (é) und [o:] (ó). Seit dem 17. bzw. 18. Jahrhundert wird das ą wieder wie ein nasaliertes „o“ [ɔ̃] gesprochen.

Verbreitung[Bearbeiten]

Europaweite Sprachkenntnisse des Polnischen

Europa[Bearbeiten]

Polnisch ist die Nationalsprache Polens und eine der Amtssprachen der Europäischen Union. Die flächendeckende Homogenität der Bevölkerung Polens ist der Grund, weshalb Polnisch von fast allen Bürgern gesprochen wird. In den Nachbarstaaten Polens, allen voran in ehemaligen polnischen Gebieten, wird die Sprache von Minderheiten verwendet.[4] Als Minderheitensprache[5] ist Polnisch etwa in Litauen, Rumänien, der Slowakei, der Tschechischen Republik und der Ukraine anerkannt. Herausragend ist die Verbreitung des Polnischen in Litauen, wo die Polen mit 6,3 % Bevölkerungsanteil die größte Minderheit stellen.[6] In und um die Hauptstadt Vilnius, der eine gemeinsame polnisch-litauische Geschichte innewohnt, ist die Anzahl an Polnischsprachigen besonders hoch, teilweise stellen sie sogar die absolute Mehrheit. Gemeinhin wird diesbezüglich von Litauischem Polnisch gesprochen, welches eine Varietät des Hochpolnischen darstellt. In Weißrussland ist die polnischsprachige Bevölkerung vor allem in der Gegend von Grodno angesiedelt. In der heutigen Ukraine ist diese insbesondere in der nach dem Zweiten Weltkrieg von Polen abgetretenen Stadt Lemberg vertreten, wo heute noch die charakteristische Lemberger Färbung des Polnischen verwendet wird. Kleinere Ballungen Polnischsprachiger finden sich ebenfalls in Russland.

Neben der territorial-historisch bedingten heutigen Ausdehnung kommt hinzu, dass viele Polnischstämmige ihre Sprache als Auswanderer ins europäische Ausland brachten. In Europa finden sich die absolut größten Sprecherzahlen in absteigender Folge in Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts siedelten viele Polen in das Ruhrgebiet, es folgten weitere Immigrationswellen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland haben einen polnischen Migrationshintergrund[7], von denen ein Großteil die polnische Sprache spricht. In letzter Zeit wächst die polnischsprachige Gemeinschaft vor allem in Nordeuropa bzw. Skandinavien. In Island und Norwegen sind die Polen die größte, in Irland die zweitgrößte und in Schweden die viertgrößte Minderheit des Landes.[8][9] In England und Wales ist Polnisch gemäß einer Volkszählung von 2011 mit über einer halben Million Sprechern nach Englisch die zweitmeistgesprochene Erstsprache.[10] In der Europäischen Union zählt sie zu den fünf am häufigsten gesprochenen Muttersprachen.[11]

Amerika, Australien und Asien[Bearbeiten]

In den Vereinigten Staaten von Amerika findet sich eine dichte Anhäufung an Polnischsprachigen in den Bundesstaaten Illinois, Michigan, New York und New Jersey. Der Raum um Chicago bildet eine Art Zentrum der polnischen Diaspora. Von den geschätzten zehn Millionen Polish Americans, US-Amerikanern mit polnischer Herkunft, sprechen laut US-amerikanischem Zensus weniger als eine Million die polnische Sprache. In Kanada finden sich polnischsprachige Gemeinden in Ontario, besonders konzentriert in Toronto. Eine große Ansammlung Polnischsprachiger im Ausland gibt es in den südlichen brasilianischen Bundesstaaten Paraná und São Paulo, hier besonders in der Stadt Curitiba, welche nach Chicago die größte polnischsprachige Gemeinde außerhalb Polens stellt.[12] Überdies wird Polnisch vor allem von Auswanderern und ihren Nachkommen in Argentinien, Australien und Israel gesprochen.

Polnisch als Fremdsprache[Bearbeiten]

In Deutschland ist das Polnische als ordentliches Schulfach in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gängig,[13] wobei es meist in der Grenzregion zu Polen gelehrt wird. Im deutschsprachigen Raum wird der Studiengang der Polonistik an einigen Hochschulen angeboten, etwa an der Universität Wien, der Universität Zürich, der Humboldt-Universität zu Berlin oder der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Dialekte[Bearbeiten]

Aufteilung gemäß dem polnischen Sprachwissenschaftler Stanisław Urbańczyk (1909–2001)
Hauptartikel: Polnische Dialekte

Laut dem polnischen Sprachwissenschaftler Stanisław Urbańczyk lassen sich sechs Dialekte unterscheiden, die im heutigen Polen verbreitet sind,[14] wobei das Kaschubische mittlerweile offiziell als eigenständige Sprache innerhalb der lechischen betrachtet und als solche gelehrt wird. Diesen Status erhoffen sich auch einige Sprecher des Schlesischen. Die gesellschaftliche Rolle der Dialekte allgemein ist meistens auf die Kommunikation innerhalb der Familie und zur Stilisierung literarischer Texte beschränkt. In Schlesien oder der Kaschubei hingegen wird der jeweilige Dialekt bzw. die jeweilige Mundart oftmals zur kulturellen Identifikation gepflegt und angewandt.

  • Großpolnischer Dialekt (dialekt wielkopolski) – wird im mittel-westlichen und nördlichen Polen in den Gebieten um Posen, Bydgoszcz bis hin zu Danzig gesprochen.
  • Kleinpolnischer Dialekt (dialekt małopolski) – wird im Süden und Südosten des Landes gesprochen.
  • Masowischer Dialekt (dialekt mazowiecki) – wird im Hauptstadtraum um Warschau und im Nordosten des Landes gesprochen.
  • (Neue) Mischdialekte (dialekty mieszane) – werden im Westen und Nordwesten des Landes sowie in Masuren gesprochen. Bis zum Zweiten Weltkrieg lebte in diesen Gebieten ein vergleichsweise geringer Bevölkerungsanteil polnischer Muttersprachler. Die in der Kriegsfolge vertriebene deutschsprachige Bevölkerungsmehrheit wurde nach dem Krieg durch Zuzügler aus verschiedenen Teilen Polens (darunter auch aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten) ersetzt, so dass man von einem angestammten ortsüblichen Dialekt nicht sprechen kann.
  • Schlesischer Dialekt (dialekt śląski) – wird in der Region Schlesien gesprochen.
  • Kaschubische Sprache (Język kaszubski, dialekt kaszubski) – wird im Danziger Großraum gesprochen.

Alphabet[Bearbeiten]

Das polnische Alphabet

Polnisch wurde seit seiner Entstehung mit dem lateinischen Alphabet geschrieben und benutzt zur Wiedergabe der polnischen Laute diakritische Zeichen.

Das polnische Alphabet besteht aus 32 Buchstaben und lautet vollständig:

A, Ą, B, C, Ć, D, E, Ę, F, G, H, I, J, K, L, Ł, M, N, Ń, O, Ó, P, R, S, Ś, T, U, W, Y, Z, Ź, Ż.

Ą, Ę und Ń kommen nie am Wortanfang vor, deshalb sind die entsprechenden Großbuchstaben sehr selten und sind nur dann in Gebrauch, wenn das ganze Wort in Großbuchstaben geschrieben wird. Q, V und X sowie Y am Wortanfang werden nur bei Fremdwörtern benutzt, die (noch) nicht polonisiert wurden. Seit Anfang der 1910er Jahre sind Q, V und X Teil des modernen polnischen Alphabets.

Somit beinhaltet das moderne polnische Alphabet 35 Buchstaben:

A, Ą, B, C, Ć, D, E, Ę, F, G, H, I, J, K, L, Ł, M, N, Ń, O, Ó, P, Q, R, S, Ś, T, U, V, W, X, Y, Z, Ź, Ż.

Phonetik[Bearbeiten]

Hauptartikel: Aussprache des Polnischen

Vokale[Bearbeiten]

Das Polnische besitzt neun Monophthonge.

Vordere Vokale Zentrale Vokale Hintere Vokale
Geschlossene Vokale
Blank vowel trapezoid.svg
i
ɨ
u
ɛ • ɛ̃
ɔ • ɔ̃
a
e1
1 Allophon von ɛ in palatalisierter Umgebung
fast geschlossen
halbgeschlossen
mittel
halboffen
fast offen
offen


Die nasalierten Vokale [ɛ̃] und [ɔ̃] haben eine starke Tendenz zur Diphthongierung (in Richtung [ɛ̃ɯ̃] bzw. [ɔ̃ũ]). Die Vokale werden, ob in betonter oder unbetonter Silbe, gleich klar und deutlich ausgesprochen; reduzierte Vokale oder Murmellaute kennt das Polnische nicht. Der exspiratorische Akzent liegt im Polnischen auf der vorletzten Silbe (siehe Pänultima), was aber insbesondere bei Fremdwörtern abweichen kann.

Konsonanten und Halbvokale[Bearbeiten]

Das Polnische hat 29 konsonantische Phoneme und zwei Halbvokale, d.h. Approximanten. Zusammen mit den Dialektvarianten besitzt das Polnische 35 konsonantische Phoneme.

Artikulationsort Labial Koronal Dorsal -
Artikulationsart ↓ Bilabial Labiodental Dental Alveolar Retroflex Alveolo-palatal Palatal Velar Glottal
Nasale    m    n    ɲ ŋ
Okklusive p b t d (c ɟ) k g
Frikative f v s z ʂ ʐ ɕ ʑ (ç) ʏ1 x (ɦ)
Affrikata d͡z t͡s ʈ͡ʂ ɖ͡ʐ t̠͡ɕ d̠͡ʑ
Approximanten    j    w
Trills    r̥1 r
Lateraler Frikativ    (ł)
Laterale Approximante    l   (ʎ)
1Allophone in Konsonanten-Clustern
Eingeklammerte Laute sind dialektale Varianten

Grammatik[Bearbeiten]

Hauptartikel: Polnische Grammatik

Das Polnische hat eine sehr freie Wortstellung, mit Tendenz zur Verbzweitstellung.

Es gibt zwei Numeri:

Bis etwa zum 16. Jahrhundert kannte das Polnische drei Numeri: Singular, Dual, Plural. Hinweise auf den historischen Dual gibt es noch bis heute im Wortschatz (beispielsweise bei Körperteilen, die in Paaren vorkommen). Siehe Nominativ Singular ręka („Hand“), Nominativ Plural ręce. Der heutige Plural ist ein historischer Dual. Im jeweiligen Wort ist der eigentliche Dual nur im Instrumental noch erhalten, bei allen übrigen Fällen sind Dual und Plural gleich. Siehe Singular Instrumental: ręką, Dual Instrumental: rękoma, Plural Instrumental: rękami.

Generell unterscheidet man in der polnischen Grammatik - ebenso wie im Deutschen - drei Genera:

Durch den Ausbau der Belebtheitskategorie, der zu verschiedenen Schemata führt, nach denen Kasus im Singular und Plural zusammenfallen, kann man innerhalb des Maskulinums drei verschiedene Kategorien unterscheiden, sodass moderne Grammatiken bis zu fünf Genera unterscheiden. Ein mögliches Unterscheidungsmerkmal sind dabei die Formen des Akkusativs Singular und des Nominativs Plural eines kongruierenden Adjektivs (z. B. nowy, „neu“):

Bezeichnung Geltungsgruppe Beispielwort Akk. Sg. Nom. Pl.
Personalmaskulinum
(rodzaj męski osobowy)
männliche Personen nauczyciel („Lehrer“) nowego nowi
belebtes nichtpersonales Maskulinum
(rodzaj męski żywotny nieosobowy)
männliche Tiere ptak („Vogel“) nowe
unbelebtes Maskulinum
(rodzaj męski nieżywotny)
Gegenstände stół („Tisch“) nowy
Femininum
(rodzaj żeński)
weibliche Personen und Tiere, Gegenstände książka („Buch“) nową
Neutrum
(rodzaj nijaki)
v. a. Gegenstände okno („Fenster“) nowe

Das Polnische verfügt über ein ausgeprägtes Formensystem und hat das urslawische Kasussystem bewahrt: Sechs Kasus für Nomen, Pronomen und Adjektive und einen siebten Kasus für Nomen, den Vokativ, der in der direkten Anrede gebraucht wird.

Der Nominativ ist typischerweise der Subjektkasus, der Genitiv der Possessivkasus und der Kasus des direkten Objekts in Sätzen mit Verneinung (zum Beispiel: „ich kenne des Menschen nicht“, Zitat aus der Luther-Bibel); der Dativ ist der Kasus des indirekten und der Akkusativ der des direkten Objekts. Genitiv, Dativ und Akkusativ können auch mit einigen Präpositionen verwendet werden. Der Instrumental wird hauptsächlich mit Präpositionen verwendet, außer wenn er das Instrument anzeigt. Siehe: Lateinischer ablativus instrumentalis te defendo gladiobronię cię mieczem („ich verteidige dich mit dem Schwert“), wobei -em die Instrumentalendung bei miecz („Schwert“) ist. Der Lokativ wird ausschließlich mit Präpositionen verwendet, der Vokativ in der Anrede oder der Apostrophe. Wie im Deutschen ziehen manche Präpositionen mehrere Kasus nach sich, je nachdem, ob sie einen statischen Zustand („die Vögelein schweigen im Walde“) oder eine Bewegung („kommt in den Wald!“) ausdrücken.

Fall (przypadek) Frage (pytanie) Beispiel
Nominativ
(Mianownik)
wer? was? kto? co? Jan Kowalski
Genitiv
(Dopełniacz)
wessen? kogo? czego? Jana Kowalskiego
Dativ
(Celownik)
wem? komu? czemu? Janowi Kowalskiemu
Akkusativ
(Biernik)
wen? was? kogo? co? Jana Kowalskiego
Instrumental
(Narzędnik)
mit wem? womit? (z) kim? (z) czym? (z) Janem Kowalskim
Lokativ
(Miejscownik)
über wen? worüber? o kim? o czym? (o) Janie Kowalskim
Vokativ
(Wołacz)
(Anredeform) o! Janie Kowalski!

Im Polnischen werden Substantive – im Gegensatz zum Deutschen – grundsätzlich kleingeschrieben, mit Ausnahme von Satzanfängen und Eigennamen. Es werden belebte und unbelebte Substantive unterschieden und innerhalb der belebten wiederum personale und nichtpersonale. Dies ist für die Deklination der Maskulina relevant.

Fast alle Adjektive werden nach einem Grundmuster dekliniert. Es gibt zwei Arten von Adjektiven:

  • Weichstämmige: Sie laufen auf einen weichen Konsonanten oder auf k bzw. g aus und haben die maskuline Nominativendung -i.
  • Hartstämmige (alle übrigen): Sie haben die Endung -y.

Verben werden nach Person, Numerus und Genus flektiert. Wie das Russische und die meisten anderen slawischen Sprachen verfügt auch das Polnische über ein kompliziertes Aspektsystem. Das Tempussystem hingegen hat eine Vereinfachung erfahren, indem drei Tempora – Aorist, Imperfekt und Plusquamperfekt – aufgegeben wurden. Das Präteritum ist somit die einzig verbliebene Vergangenheitsform. Vereinzelt trifft man, vor allem in der Schriftsprache, noch auf das Plusquamperfekt, auch wenn es als obsolet gilt.

Präpositionen sind unveränderlich und bilden zusammen mit einem Substantiv oder einem Pronomen eine Sinneinheit.

Weibliche Namen[Bearbeiten]

Funktions- und Berufsbezeichnungen[Bearbeiten]

Die Bildung femininer Formen von Funktions- und Berufsbezeichnungen (siehe Movierung) spielt im Polnischen eine geringere Rolle als im Deutschen. Zwar können in der Regel mit Suffixen wie -ka u. Ä. feminine Äquivalente gebildet werden, sie werden aber deutlich seltener verwendet als im Deutschen. So kann man beispielsweise zu słuchacz („Zuhörer“) die feminine Form słuchaczka („Zuhörerin“) bilden, doch empfinden viele Muttersprachler Ausdrücke wie Drodzy słuchacze, drogie słuchaczki („Liebe Zuhörer, liebe Zuhörerinnen“) als gekünstelt bzw. pedantisch und verwenden hier die maskuline Form słuchacz als generisches Maskulinum.
Ähnliches gilt bei Feminina zu Berufsbegriffen höherer sozialer Positionen wie dyrektor, profesor, psycholog. Eine Direktorin oder Professorin spricht man eher mit pani dyrektor bzw. pani profesor („Frau Direktor“, „Frau Professor“) an. In dieser Verwendung wird der Titel nicht flektiert.

Nachnamenformen[Bearbeiten]

Eine den Nichtslawen oft verwirrende Eigentümlichkeit des Polnischen sind weibliche Formen von Nachnamen. Heißt der Vater Suchocki so heißen seine Frau und auch seine Tochter Suchocka, nicht Suchocki. Im Pass des Vaters steht Suchocki, in den Pässen der beiden Damen dagegen Suchocka (vgl. bairisch „Gruberin“), dies ist kein Fehler und keine Urkundenfälschung. Für Polen klingt eine solche Abwandlung natürlich und erforderlich, alles andere empfänden sie als falsch.

Früher war es ebenso Sitte, neben denen mit -ski und -cki von weiteren (männlichen) Nachnamen weibliche Varianten zu bilden. So bekamen Nachnamen, die der Form nach Adjektive waren, im Nominativ Singular statt der männlichen Endung -y die weibliche Endung -a. Die Frau oder Tochter eines Herrn Suchy oder Chudy hieß dann Sucha, Chuda. Alle anderen Nachnamen bekamen den Suffix -owa oder -yna (für verheiratete Frauen) und -ówna oder -anka (für unverheiratete Frauen) angehängt. Der Vater hieß Łasiewicz, die Frau Łasiewiczowa, die Tochter Łasiewiczówna. Der Vater hieß Skarga, die Frau Skarżyna (mit phonologisch bedingter Mutation des letzten Stammkonsonanten) und die Tochter Skarżanka.

Diese Sitte schwindet allmählich und ist nicht mehr amtlich, daher schwankt der Gebrauch. Ältere Damen führen gern immer noch ihren weiblichen Namen (auch in der Fräulein-Form, wie z. B. Anna Świderkówna, nicht Świderek, eine in Polen sehr bekannte Altphilologin und Bibelwissenschaftlerin). Dieser Schwund der suffixalen Verweiblichung von Nachnamen ist einerseits praktisch (keine Verwirrung bei Nichtslawen), andererseits geht er mit einem gewissen Nachteil einher, denn der Systemzwang der polnischen Grammatik erfordert, dass nicht-verweiblichte, maskulin (im grammatischen Sinne) klingende Nachnamen von Frauen nicht flektiert werden, bzw. in allen Fällen endungslos bleiben (Siehe oben). „Die Postulate von Frau Steinbach“ lautet dann auf Polnisch postulaty pani Steinbach, nicht Steinbacha (mit der regelmäßigen maskulinen Genetiv-Endung -a). Konsequenterweise muss man – hat man eine Kollegin namens Chudy – ebenso dokumenty od pani Chudy sagen, auch wenn man sie gewöhnlicherweise nicht „Frau Chudy“, sondern schlichtweg Chudy (etwa: „die Chudy“) nennt, da dokumenty od Chudy absolut inakzeptabel klingt („Unterlagen von Frau/dem Chudy“). In solchen Fällen kehrt häufig die alte Sitte wieder und man sagt dokumenty od Chudej, mit der femininen Genitivendung -ej, als wäre der Name der Kollegin nicht Chudy, sondern traditionell Chuda.

Sprachdynamik[Bearbeiten]

Gegenwärtiger Sprachwandel[Bearbeiten]

Wie jede lebende Sprache unterliegt auch das Polnische im Laufe der Zeit gewissen Entwicklungen und Einflüssen, sowohl in der Grammatik als auch im Wortschatz. Manche Änderungen werden zu einem festen Bestandteil der Sprache, andere wiederum hinterlassen kaum Veränderungen oder geraten in Vergessenheit.

  • Grammatik: Eine gegenwärtig zu beobachtende Veränderung besteht darin, dass die maskuline „unbelebte“ Sachform durch die maskuline „belebte“ Sachform ersetzt wird. Viele Wörter, die bisher als eindeutig unbelebt betrachtet wurden, werden umgangssprachlich und vor allem in der Jugendsprache als belebt angesehen. Dies äußert sich dadurch, dass der Akkusativ dem Genitiv gleicht und nicht, wie bisher, dem Nominativ. Oft (noch in der Umgangssprache) anzutreffende Formen sind mieć pomysła („eine Idee haben“) oder obejrzeć filma („einen Film ansehen“).
Doch die meisten Neologismen und Fremdwörter, die sich auf nichtmaterielle oder nichtwahrnehmbare Begriffe beziehen, nehmen auch in der offiziellen Sprache die maskuline belebte Sachform an. Beispiel: dostać e-maila/SMSa („eine E-Mail/SMS bekommen“).
  • Wortschatz: Es werden immer mehr Wörter aus dem Englischen entlehnt. Gleichzeitig verschwinden viele französische und russische Fremdwörter. Eine interessante Erscheinung ist die Änderung mancher französischer Fremdwörter von der französischen in die englische Aussprache, z. B. wird image wie im Englischen imidż ausgesprochen und nicht länger wie im Französischen imaż.
In den letzten Jahren flossen einige bisher vulgäre Ausdrücke in die Umgangssprache ein; z.B. machte das Adjektiv zajebisty eine vergleichbare Entwicklung durch wie das deutsche „geil“. Auf der anderen Seite werden im Rahmen der politischen Korrektheit manche Wörter als stärker beleidigend empfunden als früher. Beispielsweise ist es heute nicht mehr angebracht pedał (schwul) zu benutzen (außer in der Bedeutung „Pedal“), das Wort gej (von engl. gay) oder homoseksualista („Homosexueller“) haben es ersetzt.
  • Aussprache: Da zunehmend Wörter aus dem Englischen mit entsprechend andersartiger Sprachstruktur entlehnt werden, verbreiten sich diesbezüglich bisher selten anzutreffende Lautverbindungen. So erscheint nun z. B. i nach alveolaren Lauten t, d, s, z, r (siehe tir, didżej, ring).
  • Dialektstruktur: Die Dialekte der polnischen Sprache vereinheitlichen sich zusehends im Zusammenhang mit der Umsiedlung der Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg, der Verstädterung sowie den (standardsprachlichen) Einflüssen der Massenmedien und der Bildung. Die Dialekte sind unter der jüngeren Generation kaum ausgeprägt, davon ausgenommen sind jedoch der goralische und der schlesische Dialekt, die im Augenblick nicht vom Aussterben bedroht sind. Mehrheitlich wird bereits Standardpolnisch als Muttersprache gesprochen.

Polnische Lehnwörter im Deutschen[Bearbeiten]

Es wurden nur relativ wenige polnische Wörter in das Deutsche übernommen. Beispiele:

  1. „Grenze“, das seinen Ursprung vom im 12./13. Jahrhundert aus dem Altpolnischen entlehnte graniza/graenizen/greniz hat, erreichte von den östlichen Kolonisationsgebieten aus allmählich das deutsche Sprachgebiet und verdrängte das fränkische Wort Mark.
  2. „Gurke“ (mittelgriech. αγγούρι(ο)ν angouri(o)n), das vom altgriechischen ἄωρος aōros („unreif“) stammt, wurde aus dem Polnischen (ogórek) ins Deutsche übernommen.
  3. „Säbel“ (szabla) kam ebenfalls aus dem Polnischen ins Deutsche sowie einige Vogelarten wie zum Beispiel Stieglitz (szczygieł).
  4. Der deutsche Ausruf „Dalli!“ stammt vom polnischen Wort dalej („weiter“, „vorwärts!“) ab.
  5. Das deutsche umgangssprachliche Wort „Penunze“ ist aus einem polnischen Dialekt übernommen, in dem man pieniądze nicht [pʲɛ'ɲɔndzɛ] ausspricht, sondern mit u statt ɔ. (pieniądze hat darüber hinaus denselben Ursprung wie Pfennig und Penny.)
  6. Im Ruhrgebiet (Ruhrdeutsch) wird das ursprünglich polnische Wort „Mottek“ (młotek) für einen Hammer benutzt, eine alte Frau wird als „Matka“ (matka, „Mutter“) bezeichnet. In der Jugendsprache wird für Geld manchmal auch „Schlotten“ gesagt, im Polnischen heißt die Währung Złoty (der „Goldene“).
  7. Wenn man „einen pitschen“ ging (pić, „trinken“), meinte man früher meist einen Kaffee trinken. Diese Wendung ist aber veraltet und wird in der Jugendsprache neu besetzt. Nun geht man alkoholische Getränke konsumieren, wobei „sich einen pitschen“ soviel wie „sich betrinken“ heißt.[15]
  8. In Ostösterreich wird die Schulnote 5 („nicht genügend“) mitunter als „pintsch“ (pięć, „fünf“) bezeichnet.
  9. Für das diakritische Zeichen, das im polnischen Alphabet zur Bezeichnung der Nasale benutzt wird, wird auch in deutschen Texten gelegentlich der Ausdruck Ogonek benutzt.

Dem Deutschen entlehnte Wörter im Polnischen[Bearbeiten]

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Bei einigen Wörtern stimmt es nicht, denn sie stammen eher aus einer gemeinsamen Quelle. --Tlustulimu (Diskussion) 18:54, 8. Okt. 2012 (CEST)

Insbesondere im Mittelalter kam es im Zuge der deutschen Ostsiedlung zu einem intensiven nachbarschaftlichen Kontakt zwischen Polen und Deutschen resp. Österreichern, und zwar nicht nur in den späteren deutschen Ostgebieten, sondern auch in Zentralpolen, wo über viele Jahrhunderte bedeutende deutsche Minderheiten in den Städten lebten (z. B. in Krakau). Bei vielen Stadtgründungen in Ostmitteleuropa spielten Deutsche eine wichtige Rolle und viele Städte erhielten nach ihrer Gründung das Magdeburger Recht. In dieser Zeit gelangten viele deutsche Wörter vor allem aus den Bereichen Handwerk, Handel und Verwaltung ins Polnische (Germanismen). Eine zweite Phase des späteren Einflusses bestand im Zeitraum der polnischen Teilungen 1772–1918, als große Teile Polens unter preußisch-deutscher oder österreichischer Herrschaft standen. Bis heute gelangen weitere Wörter in den Sprachgebrauch.

Liste deutscher Lehnwörter im Polnischen (Auswahl): [16][17]

  • barwa – Farbe (mittelhochdt. „varwe“)
  • bawełna – Baumwolle
  • blacha – Blech
  • blat – Blatt, Platte
  • brytfanna – Bratpfanne
  • burmistrz – Bürgermeister
  • cegła – Ziegel
  • cukier – Zucker
  • cel – Ziel
  • cela – Zelle
  • cyferblat – Zifferblatt
  • cytryna – Zitrone
  • dach – Dach
  • dekiel – Deckel
  • drukować – drucken, drücken
  • drut – Draht
  • fach – Fach
  • fajerwerk – Feuerwerk
  • fajnie – fein, toll (Adv.)
  • fajrant – Feierabend
  • fałda – Falte
  • fałsz – falsch, Lüge
  • farba – Farbe (Flüssigkeit)
  • felga – Felge
  • filc – Filz
  • flaszka – Flasche (ugs.)
  • flauta – Flaute
  • frajda – Freude
  • frajer – Freier
  • fryzjer – Frisör
  • fuga – Fuge (Zwischenraum)
  • furman – Kutscher(in) (von „Fuhrmann“)
  • futerał – Futteral
  • ganc egal – ganz egal
  • ganek – Gang, Stollen
  • gaz – Gas
  • geszeft – Geschäft (Verhandlung)
  • gmina – Gemeinde
  • grat – Gerät
  • gruby – grob, dick
  • grunt – Grund, Boden
  • gwałt – Gewalt
  • gwint – Gewinde
  • haftować – heften, sticken
  • hak – Haken
  • hala – Halle
  • handel – Handel
  • hata – Hütte
  • hebel – Hobel
  • holować – schleppen (von „holen“)
  • huta – Hütte (Industrieanlage)
  • jarmark – Jahrmarkt
  • kabel – Kabel
  • kac – Katzenjammer, Kater (Unwohlsein)
  • kajuta – Kajüte
  • kanclerz – Kanzler
  • kant – Kante
  • kapsel – Kapsel
  • karta – Karte, Ausweis
  • kartofel – Kartoffel (ugs.)
  • kasa – Kasse
  • komin – Kamin
  • kelner – Kellner
  • kielich – Kelch
  • kielnia – Kelle
  • kiermasz – Kirmes, Markt
  • kicz – Kitsch
  • kino – Kino
  • kit – Kitt
  • klej – Kleber
  • kleks – Klecks
  • klejnot – Kleinod
  • knajpa – Kneipe
  • kształt – Gestalt
  • kubeł – Kübel
  • kula – Kugel
  • kumpel – Kumpel
  • kunszt – Kunst
  • kurort – Kurort
  • kuśnierz – Kürschner
  • lada – Ladentisch
  • ląd – Land
  • luka – Lücke
  • luz – lose, Lässigkeit
  • luzem – lose (Adv.), mit Leichtigkeit
  • ładować – laden
  • majstersztyk – Meisterstück
  • malować – malen
  • marszruta – Marschrute
  • mistrz auch majster – Meister
  • obcas – (Schuh-)Absatz
  • ofiara – Opfer
  • pakować – packen
  • parkować – parken
  • pech – Pech
  • pielęgnować – pflegen
  • plac – Platz
  • plajta – Pleite
  • próbować – (aus-)probieren
  • przeflancować – pflanzen
  • rabować – (aus-)rauben
  • radzić – raten
  • rajzefiber – Reisefieber
  • ratować – retten
  • ratusz – Rathaus (mittelhochdt. „rathus“)
  • realpolityka – Realpolitik
  • regał – Regal
  • rentgen – Röntgen
  • rudel – Rudel
  • rura – Rohr, Röhre
  • rycerz – Ritter
  • rygiel – Riegel
  • rynek – (Markt-)Platz (von „Ring“)
  • rynna – (Dach-)Rinne
  • rynsztok – Rinnstein, Gosse
  • smak – Geschmack
  • smar – Schmiere
  • sołtys – Schultheiss
  • spichlerz – Speicher
  • stempel – Stempel
  • szacować – schätzen
  • szacunek – (Wert-)Schätzung
  • szajs – Scheiß (ugs.)
  • szalunek – Verschalung
  • szkic – Skizze
  • szlaban – Schlagbaum
  • szlafrok – Schlafrock, -anzug
  • szlagier – Schlager
  • szlak – Schlag
  • szlam – Schlamm
  • szlif – Schliff
  • szlochać – schluchzen
  • szlus – Schluss (Ausruf)
  • sznurek – Schnur
  • szpachla – Spachtel
  • szpadel – Spaten
  • szpilka – Spitze
  • szpital – Spital, Krankenhaus
  • szprycha – Speiche
  • szrot – Schrott
  • sztab – Stab
  • sztafeta – Staffel
  • sztorm – (See-)Sturm
  • sztuka – Stück, Kunst
  • sztywny – steif
  • szuflada – Schublade
  • szwagier – Schwager
  • szwindel – Schwindel
  • szyba – Scheibe
  • szyberdach – Schiebedach
  • szyld – Schild
  • szyna – Schiene, Gleise (Pl.)
  • szynka – Schinken
  • śruba – Schraube
  • tafla – Tafel, Fläche
  • taniec – Tanz
  • tankować – tanken
  • talerz – Teller
  • trafiać – treffen
  • tygiel – Tiegel
  • urlop – Urlaub
  • wagon – Waggon, Wagen
  • walać – sich herumwälzen
  • walc – Walzer
  • wanna – Wanne
  • warsztat – Werkstatt
  • wart – wert
  • wata – Watte
  • weksel – Wechsel
  • wihajster – Dingsda (von „wie heißt er?“)
  • wójt – Vogt
  • wrak – Wrack
  • wyklarować – (er-)klären
  • wytrych – Dietrich
  • żołd – Sold
  • żołnierz, demütigend żołdak – Soldat, Söldner

Sprachbeispiel[Bearbeiten]

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte:

Wszyscy ludzie rodzą się wolni i równi pod względem swej godności i swych praw. Są oni obdarzeni rozumem i sumieniem i powinni postępować wobec innych w duchu braterstwa.
[ˈfʂɨsʈ͡ʂɨ ˈluʥɛ ˈrɔdzɔ̃ ɕɛ ˈvɔlɲi i ˈruvɲi pod‿ˈvzglɛndɛm sfɛj gɔdˈnɔɕt̠͡ɕi i sfɨx praf # sɔ̃ ˈɔɲi ɔbdaˈʐɛɲi rɔˈzumɛm i suˈmʲeɲɛm i pɔˈvʲinɲi pɔstɛmˈpɔvat̠͡ɕ ˈvɔbɛt͡s ˈinnɨx v‿ˈduxu braˈtɛrstfa]
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

Sprachfallen: „Fałszywi przyjaciele“[Bearbeiten]

Mit den typischen Fehlern, die beim Erlernen und Übersetzen der polnischen Sprache auftreten können, beschäftigen sich folgende Beiträge:

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Polnisch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikibooks: Polnisch – Lern- und Lehrmaterialien
 Commons: Polnische Sprache – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Polnische Wörterbücher – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.vistawide.com/languages/top_30_languages.htm
  2. Polnisch: A niechaj narodowie wżdy postronni znają, iż Polacy nie gęsi, iż swój język mają. | Aufzeichnung aus dem Polnischen Radio
  3. Nowy karakter Polski : z drukarnie Lazarzowey y ortographia polska Iana Kochanowskiego, Ie M. P. Lukasza Gornickiego etc. etc. na stronie Polskiej Biblioteki Internetowej
  4. Siehe hierzu: Regional- und Minderheitensprachen in Europa
  5. Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen [1]
  6. Datenbankabfrage, 16. Februar 2009
  7. http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2010/07/PD10__248__122,templateId=renderPrint.psml
  8. http://www.newsinenglish.no/2012/01/13/people-from-poland-will-be-heard/
  9. http://www.scb.se/Pages/PublishingCalendarViewInfo____259923.aspx?PublObjId=11400
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRobert Booth: Polish becomes England’s second language. In: The Guardian. 30. Januar 2013, abgerufen am 3. Februar 2013.
  11. http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/ebs/ebs_243_en.pdf
  12. http://web.archive.org/web/20070703141121/http://www.curitiba.pr.gov.br/pmc/curitiba/index.asp?noframe=sim&conteudo=imigra/index.html
  13. http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/curricula_gost_bb.html
  14. http://wwwg.uni-klu.ac.at/eeo/Polnisch.pdf
  15. PONS Wörterbuch der Jugendsprache
  16. Wörterbuch der deutschen Lehnwörter in der polnischen Schrift- und Standardsprache - Universität Oldenburg.
  17. Siehe hierzu: Liste deutscher Wörter in anderen Sprachen