Polsingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Polsingen
Polsingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Polsingen hervorgehoben
48.92138888888910.710277777778443Koordinaten: 48° 55′ N, 10° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Höhe: 443 m ü. NHN
Fläche: 33,87 km²
Einwohner: 1840 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91805
Vorwahl: 09093
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 162
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Frankenstraße 38
91805 Polsingen
Webpräsenz: www.polsingen.de
Bürgermeister: Heinz Meyer (FWG)
Lage der Gemeinde Polsingen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättKarte
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Polsingen ist eine Gemeinde mit 1.840 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2013) im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Süden des Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, direkt an der Grenze zu Schwaben und damit zum Landkreis Donau-Ries. Die direkte Nachbarstadt ist Wemding, in der weiteren Umgebung befinden sich Oettingen, Treuchtlingen, Nördlingen, Wassertrüdingen und Weißenburg.

Durch Polsingen fließt die Rohrach; unweit nördlich befindet sich der Hahnenkammsee. Der Ort liegt am Hahnenkamm und damit in der Nähe des Naturparks Altmühltal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Polsingen besteht aus neun amtlichen Ortsteilen[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Für den Zeitraum um 1100 bis 1518 sind die Herren von See im Ort nachweisbar. Die erste urkundliche Erwähnung von Polsingen ist auf das Jahr 1298 datiert. 1517 kam Polsingen zum Markgrafen von Brandenburg-Ansbach und gehörte ab 1500 dem Fränkischen Reichskreis an. 1595 wurde die Polsinger Pfarrkirche errichtet.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Trendel und Ursheim eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 folgte die Eingemeindung von Döckingen.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1910: 0472 Einwohner[5]
  • 1933: 0519 Einwohner
  • 1939: 0670 Einwohner[6]
  • 1961: 2107 Einwohner[4]
  • 1970: 2036 Einwohner[4]
  • 2008: 2008 Einwohner
  • 2011: 1958 Einwohner
  • 2012: 1844 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach den Kommunalwahlen in Bayern 2008 befinden sich im ausschließlich männlichen Gemeinderat 14 Mitglieder der Wählergruppe Bürgerblock Döckingen.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Über silbernem Schildfuß, darin ein durchgehendes rotes Andreaskreuz, gespalten, vorne in Rot ein silberner Rüdenrumpf mit goldenem Kettenhalsband, hinten geviert von Silber und Schwarz.

Das Wappen verarbeitet Bestandteile von Wappen seiner Ortsteile und deutet damit auch auf die Ortsgeschichte: Das Andreaskreuz steht für die Grafen von Oettingen, die im Ortsteil Trendel regierten, während der Hundekopf auf die Polsinger Herren von See hinweist. Die schwarz-weiße Vierung zeigt auf die ehemalige Regentschaft durch das Markgrafentum Brandenburg-Ansbach hin.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

ehem. Wöllwarth`sches Wasserschloss

Das ehemalige Wöllwarth`sche Wasserschloss wurden von den Herren von See errichtet. Es hat eine rechteckige Grabenanlage, eine Ummauerung mit Rundtürmen sowie einen dreigeschossigen Hauptbau. Es ging 1517/18 durch Kauf durch Markgraf Casimir von Brandenburg an die Markgrafen von Brandenburg über. 1580 erwarb Hans Sigismund von Wöllwarth das Schloss. Die Herren von Wöllwarth behielten das Schloss bis 1857. Dann wurde es von Wilhelm Löhe aus Neuendettelsau erworben, der es seit 1865 als Anstaltsgebäude nutzte. Heute gehört es der Diakonie Neuendettelsau.[7][8]

siehe hierzu Liste der Baudenkmäler in Polsingen

Verkehr[Bearbeiten]

Durch den Ort führt die Staatsstraße 2384, etwa 8 km westlich verläuft die B 466. Polsingen liegt inmitten eines Karrees aus den Autobahnen A 6, A 7, A 8 und A 9, so dass sich die nächstgelegene Autobahn in etwa 40 km Entfernung befindet.

Bildung[Bearbeiten]

  • eine Grundschule in Döckingen
  • Kindergärten in Polsingen, Döckingen und Ursheim

Personen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 477.
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 731.
  5. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 - Königreich Bayern - Regierungsbezirk Mittelfranken - Bezirksamt Gunzenhausen. Auf: gemeindeverzeichnis.de
  6. Landkreis Gunzenhausen. Auf: verwaltungsgeschichte.de
  7. Wöllwarth`sches Wasserschloss. Abgerufen am 13. Oktober 2013.
  8. Wasserschloss Polsingen. In: Alle Burgen. Abgerufen am 13. Oktober 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Polsingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien