Polycaprolactam

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Strukturformel
Strukturformelelement aus Polycaprolactam
Allgemeines
Name Polycaprolactam
Andere Namen
  • Perlon
  • Polyamid-6
  • PA6
CAS-Nummer 25038-54-4
Monomer Caprolactam
Summenformel der Wiederholeinheit C6H11NO
Molare Masse der Wiederholeinheit 113,16 g·mol−1
PubChem 32775
Art des Polymers

Polyamid

Eigenschaften
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Polycaprolactam (Polyamid-6, PA6, als Handelsmarke Perlon) ist ein Polymer aus der Gruppe der Polyamide. Dieses Polymer wurde von Paul Schlack (IG Farben) synthetisiert, um die Eigenschaften von Nylon 6,6 zu reproduzieren ohne das geltende Produktionspatent zu verletzen.

Herstellung[Bearbeiten]

Polyamid 6 entsteht durch Ringöffnungspolymerisation von ε-Caprolactam. Die zum Kettenstart benötigte, bifunktionale ω-Aminocapronsäure wird aus der hydrolytischen Ringöffnung von ε-Caprolactam gewonnen.

Ringöffnung des Caprolactams durch Wasser

Diese reagiert zusammen mit Caprolactam unter Ausbildung einer Amidbindung zum Polycaprolactam.

Polymerisationsreaktion zu Polycaprolactam

Verwendung[Bearbeiten]

Polycaprolactam findet als Kunstfaser unter dem Namen Perlon Verwendung.[2]

Eine Vielzahl gegossener (PA6G) und extrudierter (PA6E) Bauteile werden aus Polycaprolactam (PA6) hergestellt.

Zusätzlich wird es als Trägermaterial (stationäre Phase) in der Dünnschicht- und Säulenchromatographie verwendet.[3]

Unter dem Namen "Polyamid 6" (PA6) wird es auf Grund der Zähigkeit und Verschleißfestigkeit im Maschinenbau für gering belastete Zahnräder und Schrauben, sowie wegen der guten Gleiteigenschaften für hoch belastete Gleitlager und -platten verwendet.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. Karl-Heinz Lautenschläger, Werner Schröter: Taschenbuch der Chemie, Harri Deutsch Verlag, 2007, Google Books.
  3.  Reinhard Mattisek, Gabriele Steiner, Markus Fischer: Lebensmittelanalytik. 4. Auflage. Springer, Berlin 2010, ISBN 978-3-540-92205-6.
  4. EUROPA Tabellenbuch Metall.