Polyetheretherketon

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Strukturformel
Strukturformel von Polymethylmethacrylat
Monomereinheit von PEEK, einem Polyetherketon
Allgemeines
Name Polyetheretherketon
Andere Namen

PEEK

CAS-Nummer 29658-26-2
Monomer 4-Hydroxyphenyl(4-phenoxyphenyl)methanon
Summenformel der Wiederholeinheit C19H14O3
Molare Masse der Wiederholeinheit 290,31 g·mol−1
Art des Polymers

Thermoplast

Eigenschaften
Aggregatzustand

fest

Dichte

ca. 1,32 g cm−3 [1]

Wärmeleitfähigkeit

0,25 W m−1 K−1 [1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Polyetheretherketon (abgekürzt PEEK) ist ein hochtemperaturbeständiger thermoplastischer Kunststoff und gehört zur Stoffgruppe der Polyaryletherketone. Seine Schmelztemperatur beträgt 335 °C.

Synthese[Bearbeiten]

PEEK-Polymere entstehen durch Alkylierung von Bisphenol-Salzen. Typisch ist die Reaktion von 4,4′-Difluorobenzophenon mit Hydrochinon-Salz.[3][4]

Synthesis of PEEK.svg

Chemische Beständigkeit[Bearbeiten]

PEEK ist gegen fast alle organischen und anorganischen Chemikalien beständig. Bis etwa 280 °C ist es auch beständig gegen Hydrolyse. Unbeständig ist es hingegen gegenüber UV-Strahlung, konzentrierter Salpetersäure, allgemein sauren oxidierenden Bedingungen und gegen einige Halogenkohlenwasserstoffe, sowie aliphatischen Kohlenwasserstoffen bei höheren Temperaturen. In konzentrierter Schwefelsäure löst es sich bereits bei Raumtemperatur vollständig auf.[5]

Aussehen[Bearbeiten]

In verschiedenen Einfärbungen erhältlich. Ungefärbt sind sie braun-grau-gelb bis beige.

Anwendungen[Bearbeiten]

Der derzeit (2004) weltweit wichtigste Hersteller ist die Firma Victrex mit Hauptsitz in Lancashire (UK). Nachdem bestimmte Patente auf den Herstellungsprozess ausgelaufen sind, haben Solvay und Evonik (ehem. Degussa) ebenfalls Produktionen für PEEK aufgebaut. Ein weiterer Hersteller ist die indische Gharda Chemicals.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Eintrag bei makeitfrom.com
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. David Parker, Jan Bussink, Hendrik T. van de Grampe, Gary W. Wheatley, Ernst-Ulrich Dorf, Edgar Ostlinning, Klaus Reinking: Polymers, High-Temperature. In: Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry. Wiley-VCH, Weinheim 2002, doi:10.1002/14356007.a21_449.
  4. David Kemmish: Update on the Technology and Applications of PolyArylEtherKetones. Smithers Rapra Technology, 2010, ISBN 978-1-84735-408-2.
  5.  Walter Hellerich, Günther Harsch, Siegfried Haenle: Werkstoff-Führer Kunststoffe: Eigenschaften, Prüfungen, Kennwerte ; mit 56 …. Hanser Verlag, 2004, ISBN 344622559-5, S. 158 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. UHV-Richtlinie für das European XFEL-Projekt