Polyphosphazene

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Allgemeine Struktur von Polyphosphazenen

Polyphosphazene sind anorganische Polymere, deren Rückgrat aus alternierenden Phosphor- und Stickstoffatomen (−R1R2P=N−) besteht. Die Substituenten R1 und R2 sind häufig Alkoxy-, Amino-, Dialkyl- bzw. Diarylamino- (R2N−) oder Halogenreste (wie Chloride oder Fluoride).[1]

Synthese[Bearbeiten]

Die Synthese von Polyphosphazenen kann auf verschiedene Arten erfolgen:

Oft wird zuerst das Chloro-substituierte Polymer hergestellt und dieses wird dann durch nukleophile Substitutionen funktionalisiert.

Poly(difluorophosphazene)-chain-from-xtal-1972-3D-balls.png

Teil einer Poly(difluorphosphazen)-Kette als Beispiel für ein Polyphosphazen, (NPF2)n.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Die Eigenschaften hängen stark von der Substitution an den Phosphoratomen ab, oft können aber folgende Eigenschaften gefunden werden:

Anwendungen[Bearbeiten]

Polyphosphazene können als Elastomere eingesetzt werden. In Zukunft könnten medizinische Anwendungen in Frage kommen. So wird daran geforscht, sie als Gerüst für einen schnellere Knochenregeneration einzusetzen. Dabei würden sie als stützende Strukturelemente dienen, welche mit der Zeit durch Hydrolyse im Körper zu Phosphaten und Aminen abgebaut werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christopher W. Allen (1981), Organofluorophosphazenes. A short review. Industrial & Engineering Chemistry Product Research and Development, Vol. 20 (1), S. 77–79. DOI: 10.1021/i300001a006.