Polythionsäuren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Struktur von Polythionsäuren

Polythionsäuren zählen zu den Sauerstoffsäuren des Schwefels mit der allgemeinen Summenformel H2S2+nO6 bzw. HO3S–Sn–SO3H (n = 1, 2, 3, … 11). Polythionsäuren sind in wässrigen Lösungen relativ beständig. Die Beständigkeit nimmt mit zunehmendem Schwefelgehalt ab. Die Beständigkeit ihrer Salze nimmt in saurer Lösung vom Tri- zum Hexathionat zu und zum Octathionat wieder ab. In alkalischer Lösung nimmt die Beständigkeit der Polythionate mit zunehmendem Schwefelgehalt ab.

Darstellung[Bearbeiten]

Durch Einleiten von Schwefelwasserstoff in eine Lösung von Schwefeldioxid (Schweflige Säure) erhält man eine farb- und geruchlose Lösung, die „Wackenrodersche Flüssigkeit“, die hauptsächlich Tetrathionsäure H2S4O6 und Pentathionsäure H2S5O6 enthält.

Bedeutung und Verwendung[Bearbeiten]

Das Tetrathionat-Ion entsteht bei der Iodometrie.

Literatur[Bearbeiten]