Pommersfelden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pommersfelden
Pommersfelden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pommersfelden hervorgehoben
49.76666666666710.816666666667270Koordinaten: 49° 46′ N, 10° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 35,71 km²
Einwohner: 2857 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96178
Vorwahlen: 09548, 09502
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 172
Gemeindegliederung: 11 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 11
96178 Pommersfelden
Webpräsenz: www.pommersfelden.de
Bürgermeister: Hans Beck (WBS)
Lage der Gemeinde Pommersfelden im Landkreis Bamberg
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Über dieses Bild

Pommersfelden ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Rande des Naturparks Steigerwald. Die Reiche Ebrach durchfließt die Gemeinde in Nordwestrichtung.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Frensdorf im Nordosten, Höchstadt an der Aisch im Südosten, Mühlhausen im Südwesten (beide Landkreis Erlangen-Höchstadt, Mittelfranken) und Burgebrach im Nordosten.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die elf Ortsteile sind (Einwohnerzahlen, Stand 30. Juni 2013[2])[3]:

Es gibt die Gemarkungen Oberndorf mit Weiher und Ziegelhütte, Pommersfelden mit Limbach, Steppach mit Stolzenroth und Unterköst, Sambach mit Schweinbach und Wind.

Geschichte[Bearbeiten]

Wappen der Familie Truchseß von Pommersfelden

Pommersfelden war seit dem 14. Jahrhundert im Besitz der Truchsesse von Pommersfelden. 1349 stiftete Heinrich Truchseß die Kirche St. Maria und Johannes und erhielt das zugehörige Patronat. Der vormals zur Pfarrei Seußling gehörende Ort wurde zeitgleich kirchenrechtlich eigenständig.

Mit dem Tod von Friedrich Ernst Truchseß von Pommersfelden am 21. April 1710 starb dieses Adelsgeschlecht aus. In seinem Testament setzte Friedrich Ernst den Kurfürsten Lothar Franz von Schönborn (Erzbischof von Mainz und Fürstbischof von Bamberg) als Universalerben ein. Die Herrschaft der Grafen von Schönborn, die auch Mitglied im Fränkischen Ritterkreis waren, kam mit der Rheinbundakte 1806 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen entstand mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Bis zum 30. Juni 1972 gehörte sie zum aufgelösten Landkreis Höchstadt an der Aisch.

Die heutige Gemeinde Pommersfelden entstand im Rahmen der bayerischen Gebietsreform am 1. Mai 1978 aus den ehemals selbständigen Gemeinden Oberndorf, Pommersfelden, Sambach und Steppach.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Anzahl der Einwohner der Gemeinde entwickelte sich nach dem Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung wie folgt:

Jahr Einwohnerzahl
1960 1936
1961 2008
1970 2009
1980 2147
1990 2334
2000 2712
2003 2841
2004 2891
2005 2920
2006 2907
2007 2936
2008 2924
2011 2943

Stichtag für die Einwohnerzahlen ist jeweils der 31. Dezember des entsprechenden Jahres.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat umfasst 14 Mitglieder, die sich wie folgt auf die einzelnen Wählergemeinschaften verteilen:

Wählergemeinschaft Anzahl Gemeinderäte 2002–2008 Anzahl Gemeinderäte 2008–2014
Wählerblock Sambach (WBS) 5 5
Freie Wählergemeinschaft Steppach (FWGS) 5 4
Bürgerblock Pommersfelden (BBP) 3 3
Einigkeit Limbach 1 1
Gemeinsame Bürgerliste – FDP (GBL – FDP) nicht angetreten 1

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde Pommersfelden ist seit 1996 Hans Beck vom Wählerblock Sambach, der 2008 und 2014 mit jeweils 66 Prozent der Stimmen wiedergewählt wurde.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt; oben in Silber ein blauer Pfahl, der mit dem silbernen Großbuchstaben T belegt ist, beseitet von je einem roten Zinnenturm, unten in Rot auf drei gesenkten silbernen Spitzen schreitend ein blau gekrönter und bewehrter doppelschwänziger goldener Löwe.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 990.000 Euro, wovon 174.000 Euro auf Gewerbesteuereinnahmen entfielen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt die Bahnstrecke Strullendorf–Schlüsselfeld, auf der seit Einstellung des Personenverkehrs im Jahr 1977 nur noch Güter von und nach Schlüsselfeld transportiert werden. Im Süden der Gemeinde verläuft die Bundesautobahn 3 mit der Anschlussstelle Pommersfelden. In Richtung Süden erreicht man über die Autobahn die Städte Erlangen und Nürnberg, während in westlicher Richtung Würzburg die nächste Stadt ist. Von der Anschlussstelle Pommersfelden führt die Bundesstraße 505 ins rund zwanzig Kilometer entfernte Bamberg.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten]

In der Gemeinde Pommersfelden gibt es Freiwillige Feuerwehren in Oberndorf/Weiher, Pommersfelden/Limbach, Sambach und Steppach.

Brauereien[Bearbeiten]

Die Brauerei Hennemann in Sambach ist die einzige verbliebene Brauerei auf dem Gebiet der Gemeinde. Bis 1979 braute die Schlossbrauerei Dorn in Pommersfelden, bis 1975 die Brauerei Seubert in Steppach. Die Brauerei Hofmann Grüner Baum in Pommersfelden stellte 1985 den Braubetrieb ein.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Schloss Weißenstein

Im Süden der Ortschaft Pommersfelden steht – als eigener Ortsteil ausgewiesen – das von Lothar Franz von Schönborn 1711 bis 1716 erbaute Schloss Weißenstein, das sich im Familienbesitz befindet. Das Barockschloss beherbergt ein eindrucksvolles Treppenhaus, eine Gartensaalgrotte und eine sehenswerte Gemäldesammlung.

In der Ortsmitte von Pommersfelden befinden sich die Überreste eines ehemaligen Wasserschlosses und in Sambach steht ein Jesuitenschloss. Beide sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Kirchen gibt es in den Ortschaften Limbach, Pommersfelden, Sambach und Steppach.

Parks[Bearbeiten]

Zum Schloss Weißenstein gehört ein englischer Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert.

Sonstiges[Bearbeiten]

2013 nisteten und brüteten in Steppach Schwarzstörche in der Nähe eines ebenfalls besetzten Weißstorchhorstes. Dieser Umstand ist bemerkenswert, da die störungsempfindlichen Schwarzstörche für gewöhnlich menschliche Ansiedlungen meiden und in Wäldern brüten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Joseph Dorn (* 12. August 1759 in Kratz-Sambach, dem heutigen Sambach; † 6. August 1841 in Bamberg), Maler, Restaurator und Galerieinspektor. Ab 1802 war er Inspektor an der Galerie von Schloss Weißenstein.
  • Konrad Beyer (* 13. Juli 1834; † 17. März 1906 in Mainz), Schriftsteller und Dichter

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Spath: Die letzten Truchsesse von Pommersfelden. Verlag Oscar Dennhardt, Höchstadt an der Aisch 1936

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Einwohnerzahlen
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/220958&attr=OBJ&val=1127
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pommersfelden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien