Pontremoli

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Pontremoli
Wappen
Pontremoli (Italien)
Pontremoli
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Massa-Carrara (MS)
Koordinaten: 44° 23′ N, 9° 53′ O44.3833333333339.8833333333333236Koordinaten: 44° 23′ 0″ N, 9° 53′ 0″ O
Höhe: 236 m s.l.m.
Fläche: 182,60 km²
Einwohner: 7.524 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einw./km²
Postleitzahl: 54027
Vorwahl: 0187
ISTAT-Nummer: 045014
Volksbezeichnung: Pontremolesi
Schutzpatron: San Geminiano (31. Januar)[2]
Website: Gemeinde Pontremoli
Panorama von Pontremoli
Panorama von Pontremoli

Pontremoli ist eine Gemeinde mit 7524 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Massa-Carrara in der Region Toskana in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Lage von Pontremoli in der Provinz Massa-Carrara

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 183 km². Sie liegt ca. 160 km nordwestlich von Florenz, ca. 50 km nordwestlich von Massa und 45  km nordwestlich von Carrara in den Apuanischen Alpen. Sie ist die nördlichste Gemeinde der Toskana[3] und liegt an dem Fluss Magra und den Flüsschen Verde[4] und Gordana.[5] Zudem liegt sie an der Via Francigena.[6] Pontremoli ist von großen Höhenunterschieden geprägt, so liegt der Hauptort bei 236 m über NN, der Ortsteil Arzelato dagegen bei 903 m über NN.

Zu den Ortsteilen zählen Arzelato, Arzengio, Barca, Baselica, Bassone, Belvedere, Braia, Bratto, Caná, Canale Scuro, Careola, Cargalla Inferiore, Cargalla Superiore, Casalina, Castangiola, Cavezzana D’Antena, Ceretoli, Cervara, Costa di Soglio, Dozzano, Gravagna Montale, Gravagna San Rocco, Grondola, Groppodalosio, Groppoli di Cavezzana D’Antena, Guinadi, La Colla, La Serra, Mignegno, Molinello, Montelungo Inferiore, Montelungo Superiore, Monti, Navola, Oppilo, Pian di Valle, Pietra Piccata, Poderi, Pollina, Ponte Teglia, Pracchiola, Prà del Prete, Previdé, Saliceto Belvedere, San Cristoforo, San Lorenzo, Santa Giustina, Scorano, Sergola, Serola, Soglio, Teglia, Toplecca di Sopra, Toplecca di Sotto, Torrano, Traverde, Valle, Versola, Veserada, Vignola und Villa Vecchia.

Die Nachbargemeinden sind Albareto (PR), Berceto (PR), Borgo Val di Taro (PR), Corniglio (PR), Filattiera, Mulazzo, Villafranca in Lunigiana und Zeri.

Geschichte[Bearbeiten]

Von den Römern wurde der Ort Apua genannt, der heutige Name entstammt den Wörtern Ponte und tremare (zitternde Brücke).[7][8] Der Ortskern entstand um das Castello del Piagnaro.[9] Von Sigerich, Erzbischof von Canterbury, wurde der Ort 990 in seiner Beschreibung der Via Francigena als Puntremel erwähnt. Zu dieser Zeit war der Ort freie Kommune, was von Friedrich Barbarossa[10] und Friedrich II. anerkannt wurde. Die Gemeinde wurde damals von Parma und Piacenza unterstützt und lag im Konflikt mit den Malaspina.[11] Der in der Nähe liegende Gebirgspass Passo della Cisa galt als Tor zur Toskana.[12] 1331 wurde der die Gemeinde von Johann von Luxemburg an Mastino II. della Scala veräußert. Acht Jahre später ging der Ort an die Visconti aus Mailand und 1404 an die Fieschi aus Genua, um 1433 wieder an die Visconti zurückzukehren. 1441 war die Kommune neben Cremona Teil der Mitgift von Bianca Maria Visconti für Francesco Sforza, war jedoch mit der Erbfolge von Sforza im Herzogtum Mailand 1450 wieder mit übrigen Herzogtum vereint. Spätere Besitzwechsel Mailands berührten nicht die Zugehörigkeit von Pontremoli, so dass erst 1647 mit der Übernahme durch die Republik Genua ein neues bedeutendes Jahr zu verzeichnen ist. 1650 trat Pontremoli dem Herzogtum Toskana[13] bei. 1778 erkannte Leopold II. dem Ort den Zusatz Città nobile zu.[14] Nach der Napoleonischen Besatzung 1805 bis 1814 wurde er wieder selbständig und 1847 von der Grafschaft Modena besetzt. Der Ortsteil Arzelato kam 1957 zur Gemeinde, vorher gehörte er zu Zeri.

Von 1797 bis 1988 war Pontremoli Sitz eines gleichnamigen Bistums, das 1988 mit dem Bistum Massa vereinigt wurde zum Bistum Massa Carrara-Pontremoli. Die Kathedrale Santa Maria del Popolo ist seither Konkathedrale des Bistums.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dom in Pontremoli
  • Die Kirche Chiesa di San Giacomo al Campo wurde erstmals 1187 erwähnt.
  • Der Dom Duomo di Pontremoli, auch Concattedrale di Santa Maria del Popolo, wurde 1630 erbaut. Die Fassade wurde von 1878 bis 1881 von Giovanni Pacini und Pasquale Poccianti nach Zeichnungen von Vincenzo Micheli errichtet. Der Dom enthält das Werk Nascita della Vergine von Giovanni Domenico Ferretti.
  • Das Museo delle Statue Stele (Stelenmuseum) zeigt Statuenmenhire der Lunigiana und befindet sich im Castello del Piagnaro. Zu sehen ist unter anderem ein weiblicher Statuenmenhir.[15]
  • Das Teatro della Rosa wurde 1739 errichtet.

Bücherstadt[Bearbeiten]

Der Premio Bancarella wird seit 1953 jedes Jahr Ende Juli vergebenen und ist ein italienischer Literaturpreis. Der erste Preisträger war Ernest Hemingway mit Der alte Mann und das Meer, weitere Preisträger waren unter anderem Umberto Eco (1989, Das Foucaultsche Pendel) oder Frank Schätzing (2007, Tod und Teufel). Daneben wird ebenfalls jährlich der Bancarellino, ein Jugendliteraturpreis, sowie der Bancarella Sport (Sportbuchpreis) verliehen.[16] Aufgrund der Literaturpreise wird die Gemeinde auch La città del libro (Buchstadt) genannt.[17]

Verkehr[Bearbeiten]

Pontremoli besitzt eine Anschlussstelle an der Autobahn A15, auch Autocamionale della Cisa genannt, die von Parma nach La Spezia führt. Es gibt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Parma–La Spezia.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pontremoli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Offizielle Webseite der Gemeinde Pontremoli, abgerufen am 28. Februar 2010[1]
  3. Offizielle Webseite der Gemeinde Pontremoli, abgerufen am 28. Februar 2010[2]
  4. Offizielle Webseite der Gemeinde Pontremoli, abgerufen am 28. Februar 2010[3]
  5. Offizielle Webseite der Gemeinde Pontremoli, abgerufen am 28. Februar 2010[4]
  6. Associazione Via Francigena, abgerufen am 28. Februar 2010[5]
  7. Offizielle Webseite der Gemeinde Pontremoli, abgerufen am 28. Februar 2010[6]
  8. Offizielle Webseite der Gemeinde Pontremoli, abgerufen am 28. Februar 2010[7]
  9. Lunigiana.net, abgerufen am 28. Februar 2010[8]
  10. Val di Magra, abgerufen am 28. Februar 2010[9]
  11. Offizielle Webseite der Gemeinde Pontremoli, abgerufen am 28. Februar 2010[10]
  12. Terre di Lunigiana, abgerufen am 28. Februar 2010[11]
  13. Terre di Lunigiana, abgerufen am 28. Februar 2010[12]
  14. Offizielle Webseite der Gemeinde Pontremoli, abgerufen am 28. Februar 2010[13]
  15. In Toscana, abgerufen am 28. Februar 2010[14]
  16. Offizielle Webseite der Gemeinde Pontremoli, abgerufen am 28. Februar 2010[15]
  17. Associazione Via Francigena, abgerufen am 12. Oktober 2011
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