Klink (Oberschlesien)

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Klink
Popielowska Kolonia
KlinkPopielowska Kolonia führt kein Wappen
KlinkPopielowska Kolonia (Polen)
KlinkPopielowska Kolonia
Klink
Popielowska Kolonia
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Landkreis: Oppeln
Gmina: Poppelau
Fläche: 3,34 km²
Geographische Lage: 50° 48′ N, 17° 42′ O50.80539166666717.702663888889Koordinaten: 50° 48′ 19″ N, 17° 42′ 10″ O
Einwohner: 144
Postleitzahl: 46-090
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPO
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice

Klink, polnisch: Popielowska Kolonia, ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Klink liegt in der Landgemeinde Poppelau im Powiat Opolski (Kreis Oppeln) in der polnischen Woiwodschaft Oppeln.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Südlich vom Ort fließt die Oder und nördlich die Brinnitze, ein Nebenfluss des Budkowitzer Baches.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Nachbarorte von Klink sind im Nordwesten Rybna (Riebnig), im Nordosten Poppelau (Popielów), im Osten Alt Schalkowitz (Stare Siołkowice) und im Süden Mikolin (Nikoline).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde im Zuge der Friderizianischen Kolonisation als Kolonie gegründet. Klink bildete eine Gemeinde mit der Kolonie Poppelau und Hojetz. Die Kolonie Poppelau wurde 1767 auf einem ehemaligen Amtsvorwerk gegründet. Die Kolonie Poppelau zählte 1865 15 Kolonisten und 19 Häusler. Der Ort hatte sowohl katholische als auch evangelische Einwohner.[1] 1914 wurden die Kolonie Poppelau und Hojetz dem Ort Klink angeschlossen. In den 1930er Jahren wurde bei Klink eine Brücke über die Oder errichtet, wodurch der Ort mit Nikoline verbunden wurde.

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 213 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 57 für die Zugehörigkeit zu Polen.[2] Klink verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 245 Einwohner. 1939 hatte der Ort 230 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Oppeln.[3]

1945, mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung bevor 1991 mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag ein Friedensvertrag zwischen den beiden deutschen Staaten und den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges geschlossen wurde, welche den Ort zum festen Bestandteil Polens machte. Der Ort wurde 1945 der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen und in Popielowska Kolonia umbenannt. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln und seit 1999 gehört er zum wiedergegründeten Powiat Opolski. Am 30. September 2014 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Klink.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Evangelischer Friedhof
  • Eiche „Klara“, die zum Naturdenkmal erklärt wurde und von einem Holzzaun umgeben ist[5]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865
  2. Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: Literatur, Tabelle in digitaler Form
  3. Deutsche Verwaltungsgeschichte: Landkreis Oppeln in Oberschlesien
  4. Gemeinderegister
  5. Naturdenkmale