Populärwissenschaftliche Literatur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Populärwissenschaftliche Literatur gilt Literatur, die wissenschaftliche Themen in für einen möglichst großen Personenkreis verständlicher und unterhaltender Form vermitteln soll. Sie zielt nicht auf Wissenschaftler, sondern vielmehr auf den interessierten Laien ab; Aufbau, Form, Stil und meist auch wissenschaftliches Niveau sind dementsprechend anders als bei wissenschaftlichen Publikationen. Oft sind auch Kinder oder Jugendliche Zielgruppe. Eine konkrete „Populärwissenschaft“ gibt es nicht.

Die populärwissenschaftliche Literatur verzichtet auf die Methodik der wissenschaftlichen Literatur, zum Beispiel der Prüfung und vollständigen Dokumentation der Quellen. Sie ist daher in wissenschaftlichen Arbeiten nur eingeschränkt zitierfähig.

In der deutschsprachigen Wissenschaft ist der Begriff eher negativ besetzt. International (vor allem im anglo-amerikanischen Raum) trägt die Fähigkeit eines Wissenschaftlers, auch für Laien verständlich über sein Fachgebiet zu sprechen, hingegen wesentlich zu seinem Renommee bei. Man spricht hierbei dann auch neutraler von Wissenschaftsjournalismus.

Verfasser populärwissenschaftlicher Texte bemühen sich in der Regel, den Forschungsstand zu vereinfachen und zu vermitteln, nicht aber eigene Ergebnisse zu präsentieren. Qualitativ hochwertige populärwissenschaftliche Darstellungen ermöglichen es dem Leser durch Nennung weiterführender wissenschaftlicher Literatur daher stets, sich bei Interesse auf wissenschaftlichem Niveau eingehender mit dem Thema zu beschäftigen.

Dennoch neigen populärwissenschaftliche Darstellungen notgedrungen zu Verallgemeinerungen, die nicht selten zu weit gehen. Sie geben oft – gerade wenn sie nicht von Wissenschaftlern, sondern von Journalisten verfasst werden – nicht den aktuellen Forschungsstand wieder und befolgen vielfach nicht die methodischen Regeln des jeweiligen Faches. Komplizierte Sachverhalte stark zu vereinfachen und dennoch korrekt wiederzugeben, ist eine hohe Kunst, die nur wenige beherrschen.

Popularisierung hat mit der Überwindung von Fachsprachen zu tun, die für die wissenschaftliche Binnenkommunikation zwar nützlich sind, die Öffentlichkeit aber weitgehend ausschließen. Daneben treten auch Fragen der Didaktik von Wissenschaft und Technik auf, die für eine durchgreifende Popularisierung gelöst werden müssen.

Zu den Wegbereitern für die Popularisierung im technischen Bereich zählt Johann Beckmann (1786–1805), der bereits im 18. Jahrhundert die „Allgemeine Technologie“ entwickelte, um technische Allgemeinbildung zu verbreiten, die auch im Alltag nützlich angewendet werden konnte, u. a. in Beyträge zur Geschichte der Erfindungen.

An vielen Hochschulen werden interdisziplinäre Fragestellungen in so genannten Ringvorlesungen oft auf populärwissenschaftlicher Ebene behandelt.

Ferner gibt es auch in Rundfunk und Fernsehen Wissenschaftsmagazine, die in populärwissenschaftlicher Form Wissen vermitteln.

[Bearbeiten] Populärwissenschaftliche Bücher (Auswahl)

[Bearbeiten] Populärwissenschaftliche Fachzeitschriften (Auswahl)

Aufgrund hoher Auflagen sind diese auch an einem gewöhnlichen Kiosk erhältlich und werden ebenfalls zur populärwissenschaftlichen Literatur gezählt:

Persönliche Werkzeuge