Porpoise-Klasse (1933)

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Porpoise-Klasse
Royal Navy
HMS Rorqual im April 1943
Allgemeine Daten
Schiffstyp: U-Boot
Marine: Royal Navy
Bauwerften:
Einheiten: 6
Boote der Klasse
Cachalot, Grampus, Narwhal, Porpoise, Rorqual, Seal
Technische Daten
HMS Grampus
Besatzung: 59 Mann[1]
Verdrängung:
  • über Wasser: 1810 ts[2]
  • unter Wasser: 2157 ts[3]
Länge: 89,1 m[4]
Breite: 7,7 m[5]
Tiefgang: 5,1 m[6]
Antrieb :
Geschwindigkeit:
  • aufgetaucht: 15,75 kn (29,2 Km/h)[7]
  • getaucht: 8,75 kn (16 Km/h)
Fahrbereich :
  • über Wasser bei 9,3 Kn:
  • unter Wasser bei 4 kn:
    • 64 NM (119 km)
Tauchtiefe: maximal 90 m[9]
Bewaffnung
Artillerie: 1*4 (101,6 mm) Deckgeschütz
Luftabwehr: 2*.303 Lewis MG (7,7 mm)
Torpedorohre: 6*21″ (533 mm) Rohre (12 Torpedos)
Seeminen: 50 Minen

Die Porpoise-Klasse war eine Klasse von U-Booten der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg. In der Literatur werden die U-Minenleger teilweise auch als Grampus-Klasse bezeichnet.

Baugeschichte[Bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg entwickelte die britische Rüstungsindustrie die U-Kreuzer der M-Klasse. Die ursprünglich mit extrem schwerer Artillerie bewaffneten U-Boot-Monitore wurden nach Kriegsende als Testfahrzeuge für verschiedene Einsatzkonzepte genutzt. U. a. wurde die HMS M3[10] zum Minenleger umgebaut. Das Minenverlegesystem des Versuchs-U-Bootes bewährte sich, weshalb der Bau eines großen minenenlegenden U-Bootes im britischen Etat von 1930 bewilligt wurde.

Der Prototyp HMS Porpoise lief 1932 vom Stapel und wurde 1933 in Dienst gestellt. Der Entwurf wurde weiterentwickelt und vergrößert. Der Bug wurde umgestaltet und das Magazin für die Seeminen verlängert. Bis 1939 wurden weitere fünf U-Boote der Klasse in Dienst gestellt.

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden 1940 drei weitere U-Boote der Klasse geordert. Der Bauauftrag wurde aber im September 1941 zurückgezogen. Die Royal Navy hatte nach deutschem und US-amerikanischen Vorbild inzwischen neue Seeminen entwickelt, die durch ein übliches Torpedorohr ausgestoßen werden konnten. Infolge dieser Entwicklung erschien der Bau spezieller U-Minenleger nicht mehr sinnvoll, da jetzt jedes mit Standard-Torpedorohren bewaffnete U-Boot See-Minen verlegen konnte.

Konstruktive Merkmale[Bearbeiten]

Die U-Boote besaßen einen konventionellen Hybridantrieb aus zwei Dieselmotoren für die Überwasserfahrt und zwei Elektromotoren für den Tauchbetrieb. Die Antriebsleistung wurde auf zwei Propeller übertragen.

Die Überwasserreichweite der U-Boote betrug 5880 Seemeilen (10890 km).[8] Die Bleiakkumulatoren erlaubten getaucht Fahrbereiche bis zu 64 Seemeilen (119 km).

Die wichtigste konstruktive Besonderheit der U-Boote war das Minenlegesystem. Andere Minenleger-U-Boote wie z. B. die französische Saphir-Klasse oder die ebenfalls in Frankreich gebaute polnische Wilk-Klasse nutzten teilweise mehr als 16 senkrechte Röhren, in denen jeweils ein bis zwei Minen untergebracht waren. Die schon auf der M3 getestete britische Konstruktion ist eher mit Systemen vergleichbar, die auch auf Überwasserschiffen genutzt wurden.

Die Transport- und Verlegeeinheit befand sich in einem Satteltank über dem Druckkörper. Die Minen wurden auf Schienen gelagert. Beim Verlegen wurden sie mit einem Kettenmechanismus zu einer heckseitigen Luke gezogen und dort ausgestoßen. Die Konstruktion ähnelte einem Förderband. Das Minensystem der Porpoise begann 19 m hinter dem Bug des Bootes. Bei den später gebauten Booten der Klasse zog sich das Magazin durchgehend über die gesamte Länge, wodurch bis zu 50 Minen mitgeführt werden konnten.

Obwohl das Konzept eines speziellen U-Minenlegers veraltet schien, trug in der Praxis die Porpoise-Klasse die Hauptlast der britischen unterseeischen Verminungsoperationen im Zweiten Weltkrieg, weil die spezialisierten Minenleger wesentlich mehr Seeminen transportieren konnten als jedes andere U-Boot ihrer Zeit und sie diese außerdem auch erheblich schneller und effizienter verlegen konnten.

Neben der exzellenten Minenbewaffnung besaßen die U-Boote eine relativ starke Torpedobewaffnung. Im Bug waren sechs nachladbare 21 Zoll (533 mm) Torpedorohre angeordnet. Insgesamt wurden 12 Torpedos mitgeführt. Als Deckgeschütz diente eine 4 Zoll/L40 (102  mm) Kanone. Das Kaliber entspricht dem der auf den deutschen Typ IX-Booten eingesetzten 105 mm Geschütze. Die Luftabwehrbewaffnung war mit zwei .303 (7,7 mm) Lewis-Maschinengewehren sehr schwach.

Unterschiede zwischen Porpoise und Grampus[Bearbeiten]

Die folgenden Angaben stammen von Robert Hutchinson und differieren teilweise erheblich von den oben angegebenen Werten Erminio Bagnascos: (siehe: Literatur)

                                                               Porpoise Grampus
Besatzung:[1] 55 Mann 59 Mann
Wasserverdrängung (über Wasser):[2] 1500 ts 1520 ts
Wasserverdrängung (getaucht):[3] 2053 ts 2117 ts
Länge über alles:[4] 87,78 m 89,31 m
maximale Breite:[5] 9,08 m 7,77 m
Höchstgeschwindigkeit (über Wasser):[7] 15,5 kn (28,7 km/h) 16,0 kn (29,6 km/h)

Einsatzgeschichte[Bearbeiten]

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges war nur die Porpoise in Großbritannien stationiert. Die Cachalot und die Narwhal befanden sich im Mittelmeer. Die Rorqual operierte in chinesischen Gewässern, während Seal und Grampus nach China unterwegs waren. Nach Ausbruch der Kampfhandlungen im September 1939 wurden Seal und Narwhal in die Nordsee beordert. Rorqual und Grampus wurden in das Mittelmeer geschickt. In den folgenden Monaten legten die U-Boote Minensperren in der Nordsee. Kurz vor der deutschen Invasion in Norwegen und Dänemark am 9. April 1940, konzentrierten sich die Operationen auf das Kattegat, um die deutschen Anmarschwege zu blockieren.

Im Laufe des Aprils kam es zu den ersten Kampferfolgen der Klasse. Das deutsche U-Boot U 1 lief am 8. April auf eine Seemine und sank. Es ist nicht restlos geklärt, in welchem Minenfeld das U-Boot verlorenging. Eines der möglichen Minenfelder wurde von der Porpoise gelegt. Andere deutsche Verluste im April können gesichert der Porpoise-Klasse zugeordnet werden. (siehe Kampferfolge) Im selben Monat kam es allerdings auch zum ersten eigenen Verlust. Die Seal wurde am 27. April 1940 durch die Explosion einer eigenen Mine schwer beschädigt und geriet anschließend in deutsche Hand. Die Kriegsmarine übernahm das U-Boot und stellte es als U B in Dienst.

Nach der deutschen Invasion in Westeuropa am 13. Mai 1940, dem italienischen Kriegseintritt am 10. Juni und der folgenden faktischen Kapitulation Frankreichs am 22. Juni wurden neben weiteren Operationen vor Norwegen die U-Boote auch aktiv in der Biskaya und im Mittelmeer eingesetzt.

Die inzwischen auf Malta stationierte Grampus wurde, nachdem sie zuvor mehrfach italienische Schiffe erfolglos mit Torpedos angegriffen hatte, am 16. Juni 1940 105 Seemeilen östlich der sizilianischen Stadt Syrakus von den drei italienischen Torpedobooten Circe, Clio und Polluce bei der Position 37° 5′ N, 17° 30′ O37.08333333333317.5 versenkt.

Der nächste Verlust folgte einen Monat später. Die Narwhal war auf dem Weg zur norwegischen Küste, um Seegebiete vor Kristiansand zu verminen. Sie wurde am 23. Juli 125 Seemeilen östlich von Aberdeen bei der Position 56° 50′ N, 1° 40′ O56.8333333333331.6666666666667 von einem deutschen Do-17-Bombenflugzeug versenkt.

Zwischen April und Juli 1940 ging die Hälfte der Porpoise-Klasse verloren.

Die verbliebenen drei U-Boote Cachalot, Porpoise und Rorqual operierten in den folgenden drei Jahren vom belagerten Malta aus und beteiligten sich an dem Abwehrkampf der strategisch wichtigen Mittelmeerinsel gegen die anfangs überlegenen Achsenmächte. Die britischen U-Minenleger kämpften während des Krieges in Nordafrika im gesamten Mittelmeer gegen die Nachschubwege der Achse und erreichten sowohl mit Seeminen als auch mit direkten Torpedoangriffen diverse Erfolge gegen italienische und deutsche Einheiten.

Der intensive Einsatz forderte einen weiteren Verlust. Die Cachalot griff am 30. Juli 1941 bei der Position 32° 49′ N, 20° 11′ O32.81666666666720.183333333333 45 Seemeilen nördlich der libyschen Hafenstadt Banghazi den italienischen Frachter Capo Orso mit ihrem Deckgeschütz an. Das eskortierende italienische Torpedoboot Generale Achille Papa versenkte den britischen Angreifer durch einen entschlossenen Rammangriff.

Nachdem am 13. Mai 1943 die letzten deutsch-italienischen Verbände in Nordafrika kapituliert hatten, am 10. Juli 1943 im Rahmen der Operation Husky alliierte Kräfte in Süditalien gelandet waren und Italien im September 1943 aus dem Krieg ausschied, war der Krieg im Mittelmeer endgültig entschieden und wurde auch aus britischer Sicht zum Nebenkriegsschauplatz. Die beiden verbleibenden U-Boote der Klasse wurden 1944 aus dem Mittelmeer abgezogen, um sie im Pazifikkrieg gegen Japan einzusetzen. Bis Kriegsende im September 1945 wurden mehrere japanische Schiffe sowohl mit Seeminen als auch mit direkten Torpedo- und Artillerieangriffen versenkt.

Am 19. Januar 1945 wurde die Porpoise in der Malakkastraße von japanischen Flugzeugen versenkt. Das war der 77. und letzte U-Boot-Verlust der Royal Navy im Zweiten Weltkrieg.

Als einziges Boot der Klasse überstand die Rorqual den Krieg. Sie wurde am 19. Dezember 1945 verkauft und im März 1946 verschrottet.

Die U-Boote verlegten im Krieg ca. 2600 Seeminen:

  • Rorqual: 1284
  • Porpoise: 465
  • Narwhal: 450
  • Cachalot: 300
  • Grampus: 50
  • Seal: 50

Kampferfolge (Auswahl)[Bearbeiten]

1940[Bearbeiten]

  • 14. April: Der deutsche Hilfsminensucher M 1101/Fock und Hubert läuft vor Skagen auf eine am Vortag von Narwhal gelegte Seemine und wird schwer beschädigt. Das Schiff strandet später und wird aufgegeben.
  • 23. April: Der deutsche Hilfsminensucher M 1302/Schwaben läuft vor Skagen auf eine von Narwhal am 13. April gelegte Seemine und sinkt.
  • 1. Mai: Narwhal greift im Skagerrak zwei deutsche Truppentransporter mit Torpedos an. Die Buenos Aires sinkt und die Bahia Castillo wird schwer beschädigt.
  • 3. Mai: Der deutsche Hilfsminensucher M 1102/H.A.W. Möller sinkt im Skagerrak nach einem Minentreffer. Die Mine ist von Narwhal am 1. Mai gelegt worden.
  • 6. Mai: Das deutsche Transportschiff Vogesen sinkt im Kattegat nach einem Minentreffer. Die Seeminen stammen von der Seal.
  • 30. Mai: Das deutsche Vorpostenboot V 1109/Antares läuft vor Molde auf eine von Narwhal am 11. Mai gelegte Mine und sinkt.
  • 5. Juni: Der deutsche Minensucher M 11 und der deutsche Frachter Palime laufen vor Feiestein auf von Narwhal zwei Tage zuvor gelegte Seeminen. Der Minensucher sinkt sofort. Das Handelsschiff strandet und wird aufgegeben.
  • 18. Juni: Der deutsche Minensucher M 4 sinkt nordwestlich Kristiansand nach einem Minentreffer. Die Minen sind vier Tage zuvor von Porpoise gelegt worden.
  • 26. Juni: Das italienische Handelsschiff Loasso läuft vor Torre Preposti (Apulien) auf eine von Rorqual gelegte Seemine und sinkt.
  • 6. Juli: Der deutsche Hilfs-U-Jäger UJ D/Treff VIII sinkt vor der norwegischen Küste nach einem Minentreffer. Die Seeminen sind am 4. Juli von Narwhal gelegt worden.
  • 24. Juli: Der italienische Transporter Celio läuft vor der libyschen Küste auf eine von Rorqual am 21. Juli gelegte Seemine und sinkt.
  • 14. August: Rorqual legt vor der libyschen Küste Seeminen. Am selben Tag sinkt der italienische Frachter Leopardi durch eine dieser Minen.
  • 20. August: Cachalot versenkt in der Biscaya das deutsche U-Boot U 51 mit Torpedos.
  • 23. September: Der deutsche Hilfsminensucher M 1604/Österreich läuft in der Biscaya auf eine von Cachalot gelegte Seemine und sinkt.
  • 25. September: Das italienische Lotsenboot F 34/Rina Croce sinkt vor Brindisi durch eine Seemine. Das Minenfeld wurde am 14. Juni von Rorqual gelegt.
  • 13. Oktober: Die drei deutschen Hilfsminensucher Gnom, Kobold 1 und Kobold 3 sinken vor dem Osterfjord nach Minentreffern. Die Minen wurden am 12. Juni von Narwhal gelegt.
  • 5. Dezember: Das italienische Torpedoboot Calipso läuft vor Misratah auf eine von Rorqual gelegte Seemine und sinkt.
  • 23. Dezember: Das italienische Torpedoboot Fratelli Cairoli läuft vor Misratah auf eine von Rorqual gelegte Seemine und sinkt.

1941[Bearbeiten]

  • 9. Dezember: Südlich von Pylos torpediert Porpoise den italienischen Transporter Sebastiano Venier, der anschließend auf Grund läuft. An Bord befinden sich 1800 alliierte Kriegsgefangene. Trotz schlechter Wetterbedingungen können über 1700 Mann gerettet werden.
  • 31. Januar: Die Rorqual versenkt vor Dubrovnik während eines Artillerieduells den bewaffneten italienischen Schlepper Ursus und beschädigt eine Artillerieplattform.
  • 25. März: Ein italienischer Geleitzug gerät vor Capo Gallo (Sizilien) in ein von Rorqual am Vortag verlegtes Minenfeld. Die Frachter Verde und Ticino sinken.
  • 28. März: Das italienische Torpedoboot Generale Antonio Chinotto sinkt in demselben Minenfeld vor Capo Gallo.
  • 30. März: Rorqual torpediert und versenkt vor Capo Gallo den italienischen Tanker Laura Corrado.
  • 31. März: Rorqual torpediert und versenkt vor Capo Gallo das italienische U-Boot Pier Capponi südlich von Stromboli.
  • 28. August: Die Rorqual torpediert und versenkt südwestlich der ionischen Insel Schiza den italienischen Transporter Cilicia.
  • 20. Oktober: Die italienischen Torpedoboote Altair und Aldebaran sinken im Saronischen Golf nach Minentreffern. Das Minenfeld ist am 8. Oktober von Rorqual gelegt worden.

1942[Bearbeiten]

  • 18. Januar: Porpoise versenkt das italienische Handelsschiff Citta di Livorno nordöstlich von Kap Maleka (Kreta) mit Torpedos.
  • 9. Februar: Das italienische Transportschiff Salpi sinkt vor Capo Ferrato (Sardinien) durch Minentreffer. Die Minen sind am 22. Oktober 1941 von Rorqual gelegt worden.
  • 12. August: Porpoise torpediert und versenkt vor Ras El Tin (Libyen) den italienischen Transporter Ogaden.
  • 15. August: Porpoise torpediert und versenkt vor Ras Amir (Libyen) den italienischen Frachter Lerici.
  • 22. August: Das italienische Torpedoboot Generale Antonio Cantore sinkt westlich Tobruk (Libyen) infolge eines Minentreffers. Das Minenfeld wurde 10 Tage zuvor von Porpoise gelegt.
  • 30. August: Rorqual torpediert und versenkt im Ionischen Meer das italienische Transportschiff Monstella.
  • 18. November: Porpoise torpediert und versenkt den italienischen Tanker Giulio Giordani nordöstlich Misurata (Libyen).
  • 23. November: Porpoise versenkt vor Sfax (Tunesien) das italienische Vorpostenboot F 39/Fertilla mit dem Deckgeschütz.

1943[Bearbeiten]

  • 18. Januar: Der deutsche Truppentransporter Ankara läuft nord-östlich von Tenedos auf eine von Rorqual am selben Tag gelegte Seemine und sinkt.
  • 7. Juli: Rorqual torpediert und versenkt westlich Tenedos den deutschen Tanker Wilhelmsburg.
  • 7. August: Rorqual torpediert und versenkt in der der Ägäis den französischen Transporter Nantaise.
  • 7. September: Das französische Transportschiff P.L.M. 24 läuft nördlich von Skiathos auf eine von Rorqual gelegte Seemine.

1944[Bearbeiten]

  • 6. Juli: Porpoise versenkt in der Malakkastraße ein kleines japanisches Segelschiff mit dem Deckgeschütz.
  • 9. September: Die beiden japanischen Hilfs-U-Jäger Cha 8 und Cha 9 laufen nördlich Medan (Sumatra) auf Seeminen und sinken. Das Minenfeld wurde von Porpoise zwischen dem 6. und dem 8. Juli gelegt.
  • 10. September: Der japanische Tanker Takekum Maru sinkt vor Medan infolge eines Minentreffers. Das Minenfeld wurde von Porpoise zwischen dem 6. und dem 8. Juli gelegt.

1945[Bearbeiten]

  • 15. Januar: Der japanische Hilfsminensucher Kyo Maru 1 läuft vor Penang (Malaysia) auf eine von Porpoise am 9. Januar gelegte Mine und sinkt.
  • 25. März: Rorqual versenkt westlich Sumatra ein kleines japanisches Segelschiff mit dem Deckgeschütz.
  • 27. März: Der japanische Hilfsminensucher Ma 1 sinkt vor Medan (Sumatra) nach einem Minentreffer. Das Minenfeld wurde zwischen dem 6. und dem 8. Juli 1944 von Porpoise gelegt. Am selben Tag versenkt Rorqual westlich Sumatra zwei kleine japanische Küstenmotorschiffe mit dem Deckgeschütz und beschädigt ein weiteres.
  • 2. April: Rorqual versenkt westlich Sumatra zwei japanische Segelschiffe mit dem Deckgeschütz.
  • 11. Mai: Rorqual versenkt in der westlichen Javasee ein japanisches Küstenmotorschiff mit dem Deckgeschütz.

Boote der Klasse[Bearbeiten]

Fünf Boote gingen im Krieg verloren. Eines überstand den Krieg. Drei Einheiten wurden lediglich geplant, aber nie gebaut.

          Boot                  Bauwerft              Kiellegung              Stapellauf         Indienststellung  Verbleib
HMS Porpoise[11]
(N 14)
Vickers-Armstrong 22. September 1931 30. August 1932 11. März 1933 Am 16. Januar 1945 in der Straße von Malakka von japanischen Flugzeugen versenkt.
HMS Grampus[12]
(N 56)
Chatham Dockyard 20. August 1934 25. Februar 1936 10. März 1937 Am 16. Juni 1940 vor Syrakus von italienischen Torpedobooten versenkt.
HMS Narwhal[13]
(N 45)
Vickers-Armstrong 29. Mai 1934 29. August 1935 28. Februar 1936 Am 30. Juli 1940 vor Aberdeen von deutschen Flugzeugen versenkt.
HMS Rorqual[14]
(N 74)
Vickers-Armstrong 1. Mai 1935 21. Juli 1936 10. Februar 1937 Am 17. März 1946 zur Verschrottung verkauft.
HMS Cachalot[15]
(N 83)
Scott's 12. Mai 1936 2. Dezember 1937 15. August 1938 Am 30. Juli 1941 vor Banghazi von einem italienischen Torpedoboot gerammt und versenkt.
HMS Seal[16]
(37 M)
Chatham Dockyard 9. Dezember 1936 27. September 1938 24. Mai 1939 Am 4. Mai 1940 im Kattegat von deutschen Einheiten aufgebracht. Am 30. November 1940 als UB in Dienst gestellt. 31. Juli 1941 stillgelegt und am 3. Mai 1945 selbstversenkt.
(P 411) Scott's Auftrag im Januar 1941 gestrichen
(P 412) Scott's Auftrag im Januar 1941 gestrichen
(P 413) Scott's Auftrag im Januar 1941 gestrichen

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Erminio Bagnasco: Uboote im 2. Weltkrieg. 5. Auflage. Motorbuchverlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-613-01252-9.
  • Robert Hutchinson: Kampf unter Wasser - Unterseeboote von 1776 bis heute. 1. Auflage. Motorbuchverlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02585-X.
  • Anthony Preston: Die Geschichte der U-Boote. Karl Müller Verlag, Erlangen, 1998, ISBN 3-86070-697-7.
  • Chris Chant: Moderne Unterseeboote Technik-Taktik-Bewaffnung. 1. Auflage. Motorbuchverlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-7276-7150-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Porpoise-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Erminio Bagnasco gibt für alle Boote eine Besatzungsstärke von 59 Mann an. Das uboat.net gibt für alle Boote 59 Mann (6 Offiziere und 53 Mannschaften) an. Robert Hutchinson gibt für HMS Porpoise 55 Mann und für HMS Grampus 59 an.
  2. a b Bagnasco gibt als Überwasserverdrängung der HMS Grampus 1810 ts an. Die HMS Porpoise verdrängte über Wasser nach Bagnasco 1782 ts. Das uboat.net gibt für alle Boote 1768 ts an. Hutchinson gibt 1500 ts für die HMS Porpoise und 1520 ts für die HMS Grampus an.
  3. a b Bagnasco gibt für die Unterwasserverdrängung der HMS Grampus 2157 ts an. Hutchinson gibt für die HMS Grampus 2117 ts an. Die HMS Porpoise verdrängte laut Bagnasco und Hutchinson getaucht 2053 ts. Uboat.net gibt für alle Boote 2035 ts an. Möglicherweise ein Tippfehler?
  4. a b Bagnasco gibt als Länge aller Boote 89,1 m an. Hutchinson gibt für die HMS Porpoise 87,78 m und für die HMS Grampus 89,31 m an. Das uboat.net gibt für alle Boote 88 m (289 ft) an.
  5. a b Bagnasco gibt für alle Boote eine maximale Breite von 7,7 m an. Hutchinson gibt für die HMS Porpoise 9,08 m und für die HMS Grampus 7,77 m an. Das uboat.net gibt für alle Boote 9,09 m (29 ft 10) an.
  6. Bagnasco gibt für alle Boote einen Tiefgang von 5,1 m an. Das uboat.net gibt für alle Boote 4,84 m (15 ft 10″) an. Hutchinson trifft keine Aussage.
  7. a b Laut Bagnasco erreichte HMS Grampus über Wasser eine Geschwindigkeit von 15,75 kn (29,2 km/h) und HMS Porpoise lediglich 15 kn (27,8 km/h). Hutchinson gibt für HMS Porpoise 16 kn (29,6 km/h) und für HMS Grampus 15,5 kn (28,7 km/h) an. Das uboat.net gibt für alle U-Boote 15,75 kn an. Die unterschiedlichen Angaben sind sicherlich auf Rundungsfehler zurückzuführen.
  8. a b Bagnasco gibt für die HMS Porpoise 6300 NM (11670 km) und für die HMS Grampus 5880 NM (10890 km) an. Hutchinson gibt für alle Boote mit 11500 NM (21300 km) den doppelten Wert an. Verglichen mit der ähnlichen M-Klasse scheint Bagnascos Angabe realistischer zu sein. Das uboat.net gibt keinen Wert an.
  9. Hutchinson gibt sowohl für Porpoise als auch Grampus 90 Meter als maximale Tauchtiefe an. Alle anderen erwähnten Quellen treffen keine Aussage.
  10. HMS ist die Abkürzung für His/Her Majesty’s Ship und der Namenspräfix britischer Schiffe. HMS bedeutet Seiner/Ihrer Majestät Schiff.
  11. In der englischen Sprache bedeutet Porpoise Tümmler oder Schweinswal.
  12. In der englischen Sprache bedeutet Grampus Rundkopfdelfin.
  13. In der englischen Sprache bedeutet Narwhal Narwal.
  14. In der englischen Sprache bedeutet Rorqual Furchenwal.
  15. In der englischen Sprache bedeutet Cachalot sinngemäß Pottwal.
  16. In der englischen Sprache bedeutet Seal Seehund oder Ohrenrobbe.