Porsche Macan

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Dieser Artikel behandelt ein Fahrzeugmodell des Automobilherstellers Porsche. Zum gleichnamigen brasilianischen Model siehe Ana Carolina Reston Macan.
Porsche
Porsche Macan Turbo

Porsche Macan Turbo

Macan
Produktionszeitraum: seit 2014
Klasse: SUV
Karosserieversionen: Kombi
Motoren: Ottomotoren:
2,0–3,6 Liter
(174–294 kW)
Dieselmotor:
3,0 Liter (190 kW)
Länge: 4681–4699 mm
Breite: 1923 mm
Höhe: 1624 mm
Radstand: 2807 mm
Leergewicht: 1770–1925 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Porsche Macan ist ein SUV des Automobilherstellers Porsche. Der Wagen wurde am 20. November 2013 vorgestellt und wird seit Anfang 2014 vermarktet. Er ist kleiner als der Porsche Cayenne und basiert auf dem Audi Q5. Juristisch gesehen handelt es sich sogar nur um eine Variante des Audi Q5, da es dessen Typenzulassung übernimmt. Die Übernahme der Typenzulassung gestattet es weiterhin das Kältemittel R134a für die Klimaanlage zu verwenden, was für Neuentwicklungen nicht gestattet ist. Die vollständige Fertigung und Montage des Macan findet im Porschewerk Leipzig statt. Das Modell stellt die fünfte Modellreihe von Porsche dar.[1]

Der Einstiegspreis des Macan liegt in Deutschland bei 57.930 Euro (Stand 2014)[2] und er wird später – als derzeit einziger Porsche – mit einem Vierzylindermotor erhältlich sein. Porsche möchte einen Absatz von jährlich über 60.000 Stück erzielen.[3]

Benennung[Bearbeiten]

Der Arbeitstitel für das Entwicklungsprojekt bei Porsche lautete Cajun.[4] Der Name Macan stammt aus dem Indonesischen und heißt übersetzt Tiger. Abweichend von der indonesischen Aussprache ("Matschan") wird die Modellreihe jedoch "Makan" gesprochen, da dies sprachlich übergreifend leichter auszusprechen sei.[5]

Technische Daten[Bearbeiten]

Zum Verkaufsstart im April 2014 wurden ein Diesel- und zwei Benzinmotoren angeboten. Der 3,0-Liter-V6-Benziner im Macan S leistet maximal 250 kW (340 PS), der neu entwickelte 3,6-Liter-V6-Benziner mit zwei Turboladern im Macan Turbo leistet bis zu 294 kW (400 PS) und der 3,0-Liter-Dieselmotor im Macan S Diesel leistet bis zu 190 kW (258 PS).[2]

In China ist der Macan noch mit dem 2.0 TFSI mit 174 kW (237 PS) erhältlich. Die schwächere Diesel-Version (211 PS) ist nur in Belgien erhältlich.


Ottomotoren
Modell Hubraum Zylinder Leistung Drehmoment Beschleunigung
0–100 km/h
Höchst-
geschwindigkeit
Getriebe Verbrauch Tankinhalt Bauzeit
Macan 1984 cm³ R4 174 kW (237 PS)/5000-6800 350 Nm bei 1450–4500/min 6,9 s 223 km/h 7-Gang-Automatik PDK 7,2–7,5 S 65 l seit 04/2014
Macan S 2997 cm³ V6 250 kW (340 PS)/5500–6500 460 Nm bei 1450–5000/min 5,4 s 254 km/h 8,7–9,0 S 65 l seit 04/2014
Macan Turbo 3604 cm³ 294 kW (400 PS)/6000 550 Nm bei 1350–4500/min 4,8 s 266 km/h 8,9–9,2 S 75 l seit 04/2014
Dieselmotor
Macan S Diesel 2967 cm³ V6 155 kW (211 PS)/2750–4000 580 Nm bei 1750–2500/min 7,7 s 216 km/h 7-Gang-Automatik PDK 6,1–6,3 D 60 l seit 09/2014
Macan S Diesel 190 kW (258 PS)/4000–4250 580 Nm bei 1750–2500/min 6,3 s 230 km/h 6,1–6,3 D seit 04/2014

Rückrufe[Bearbeiten]

Am 28. Mai 2014 wurde bekannt, dass Porsche aufgrund beschädigter Bremskraftverstärker etwa 2500 Macan in die Werkstätten zurückruft.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stefan Voswinkel: Das wird der günstigste Porsche. In Auto Bild, 8. November 2012.
  2. a b Marko Hanzelic: Porsche Macan – Das neue Kapitel In MotivationMagazin.eu, 20. November 2013.
  3. Holger Wittich: Exklusiver Einblick in den Innenraum. In auto motor und sport, 14. Juni 2013.
  4. Guido Kruschke: Cajun heißt Macan. In: automobil-produktion.de, 16. Februar 2012.
  5. Diskussion:Porsche Macan#Aussprache
  6. Andreas Karius: Bremskraftverstärker beschädugt: Erster Rückruf beim Porsche Macan. In automobil-produktion.de, 28. Mai 2014.