Port (Ain)

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Port
Port (Frankreich)
Port
Region Rhône-Alpes
Département Ain
Arrondissement Nantua
Kanton Nantua
Gemeindeverband Haut-Bugey.
Koordinaten 46° 10′ N, 5° 34′ O46.1644444444445.5702777777778476Koordinaten: 46° 10′ N, 5° 34′ O
Höhe 460–991 m
Fläche 4,25 km²
Einwohner 867 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 204 Einw./km²
Postleitzahl 01460
INSEE-Code

Blick über den Lac de Nantua nach Port

Port ist eine Gemeinde im französischen Département Ain in der Region Rhône-Alpes.

Geographie[Bearbeiten]

Port liegt auf 477 m ü. M., etwa 13 Kilometer südsüdwestlich der Stadt Oyonnax (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im nördlichen Bugey, am Westufer des Lac de Nantua im Jura, am Rand der Ebene von Brion und am Eingang in das Juraquertal der Cluse de Nantua, am Nordfuß der Montagne de Chamoise.

Die Fläche des 4,25 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des südlichen französischen Juras. Der westliche Teil liegt in der Ebene von Brion, die hier eine Breite von fast drei Kilometern aufweist und eine Synklinale im Faltenjura bildet. Früher war die Ebene ein großes Sumpfgebiet, das nach der künstlichen Absenkung des Seespiegels des Lac de Nantua im Jahr 1856 drainiert und in Kulturland umgewandelt wurde. Die nördliche Grenze verläuft entlang dem Abflusskanal Bras du Lac, welcher das Wasser dem Oignin zuführt. Nach Südosten erstreckt sich das Gemeindeareal in einem schmalen Streifen über einen Steilhang auf das Hochplateau der Montagne de Chamoise und bis an die steil gegen Nantua abfallende Felskante von Les Monts d'Ain. Hier wird mit 991 m ü. M. die höchste Erhebung von Port erreicht.

Nachbargemeinden von Port sind Montréal-la-Cluse im Norden, Nantua im Osten, Saint-Martin-du-Frêne im Süden sowie Brion im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das im 11. Jahrhundert erstmals erwähnte Port gehörte zum Besitz des Klosters Nantua.[1] Im Mittelalter unterstand das Dorf der Oberhoheit der Grafen von Savoyen. Mit dem Vertrag von Lyon gelangte Port im Jahre 1601 an Frankreich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die ursprünglich gotische Dorfkirche Sainte-Marie-Madeleine wurde im 19. Jahrhundert restauriert und vergrößert. Zu den Natursehenswürdigkeiten zählt der Lac de Nantua, der in einem Becken eingebettet zwischen steilen, von Felsbändern durchzogenen Hängen liegt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 265
1968 240
1975 355
1982 509
1990 773
1999 913
2007 881

Mit 867 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) gehört Port zu den kleinen Gemeinden des Département Ain. Seit Beginn der 1970er Jahre verdreifachte sich dank der attraktiven Wohnlage die Einwohnerzahl.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Port war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des Klein- und Mittelgewerbes, darunter die Poralu. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Pendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft ist verkehrsmäßig sehr gut erschlossen. Sie liegt an der Departementsstraße D1084, die von Bellegarde-sur-Valserine durch die Cluse de Nantua nach Pont-d’Ain führt. Eine weitere Straßenverbindung besteht mit Brion. Der nächste Anschluss an die Autobahn A40 befindet sich in einer Entfernung von rund fünf Kilometern. Port liegt an der Linie Haut-Bugey, der Eisenbahnlinie von Bellegarde via Nantua nach Bourg-en-Bresse, die im Jahr 2010 wiedereröffnet wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Port (Ain) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  É. Philipon: Dictionnaire Topographique du Département de l'Ain. Imprimerie Nationale, 1911, S. 323–324 (französisch, online, abgerufen am 14. Januar 2014).