Port Said

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arabisch ‏بور سعيد
Port Said
Port Said (Ägypten)
Port Said
Port Said
Koordinaten 31° 15′ N, 32° 17′ O31.2532.283333333333Koordinaten: 31° 15′ N, 32° 17′ O
Symbole
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Basisdaten
Staat Ägypten

Gouvernement

Bur Saʿid
Höhe 0 m
Einwohner 607.353 (2010)
Gründung 1859
Webauftritt www.portsaid.gov.eg/default.aspx
Politik
Gouverneur Ahmed Abdullah
Kultur
Partnerstädte RusslandRussland Wolgograd, Russland
TunesienTunesien Bizerta, Tunesien

Port Said (arabisch ‏بور سعيد‎, Būr Saʿīd) ist eine Hafenstadt im Nordosten Ägyptens. Sie befindet sich an der Mittelmeerküste am Nordende des Sueskanals.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Einfahrt in den Suezkanal bei Port Said, im Hintergrund Port Fouad mit seiner „Großen Moschee“
Nächtliches Treiben an der Anlegestelle

In Port Said lebten 2010 nach einer Berechnung 607.353 Einwohner.[1] Die Stadt hat nach dem rund 220 Kilometer westlich gelegenen Alexandria den zweitwichtigsten ägyptische Hafen. Er ist Umschlagplatz für Baumwolle und Reis. Wichtige Industriezweige sind die chemische Industrie, die Zigarettenproduktion, die Salzgewinnung und der Fischfang. Seit 1976 besitzt die Stadt den Status einer Freihandelszone. Port Said ist ein wichtiges Seebad und Anlaufpunkt internationaler Kreuzfahrtschiffe. Ein neues Hafengebiet entsteht in der Nachbarstadt Port Fuad (East Port Said).

Im Westen des Stadtgebiets liegt der Regionalflughafen Port Said Airport. Zwischen Port Said und Port Fuad besteht eine Fährverbindung.

In Port Said befinden sich die Universität Port Said und ein Nationalmuseum.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf die Kanaldurchfahrt wartende Schiffe im Hafen um 1880

Die Stadt wurde 1859 im Zuge der Kanalbauarbeiten gegründet und nach dem Vizekönig Muhammad Said benannt. Zur Unterhaltung der Seeleute und Hafenarbeiter trug in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der bis heute beliebte Tanzmusikstil Bambutiyya bei. Dessen Hauptmelodieinstrument ist die Leier Simsimiyya, für den Rhythmus sorgen mehrere Trommeln und Blechkanister.

Im Sueskrieg (1956) und Jom-Kippur-Krieg (1973) wurde Port Said stark beschädigt.

Am 1. Februar 2012 kam es nach einem Fußballspiel zwischen Al-Ahly Kairo und Al-Masry zu schweren Ausschreitungen, bei denen mindestens 70 Menschen getötet und mehr als 1.000 verletzt wurden.[2]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Stadt und das nördliche Ende des Kanals aus dem Weltall

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne der Stadt[Bearbeiten]

  • Amr Diab, ägyptischer Sänger, Superstar in der arabischen Welt
  • Cecil Purdy, australischer Schachspieler, 1. offizieller Fernschachweltmeister, viermaliger australischer Landesmeister
  • Mohamed Zidan, ägyptischer Fußballspieler, bis Mai 2012 aktiv in der deutschen Bundesliga
  • Olaf Stapledon, englischer Schriftsteller, wuchs in Port Said auf

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • Simon Arzt (1814–1910), Zigarettenfabrikant in Port Said

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Port Said – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Port Said. World Gazetteer
  2. Fans stürmten Spielfeld und Kabinen. In: ORF. 1. Februar 2012, abgerufen am 2. Februar 2012 (deutsch).