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Die Dermatophytose (Synonym Dermatophytie, von altgriechisch τὸ δέρμα, to derma ‚Haut‘ und τὸ φυτόν, to phyton ‚Pflanze‘) oder Tinea (lat. ‚Holzwurm‘, ‚Motte‘) ist eine durch spezielle Pilze (Dermatophyten) hervorgerufene Hautpilzerkrankung. Sie ist beschränkt auf keratinhaltige Gebilde wie die Hornschicht der Haut (Epidermomykose), Haare (Trichophytie oder Trichomykose) oder Nägel bzw. Krallen (Nagelpilz, Onychomykose). Dermatophytosen zählen zu den häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt und treten weltweit auf.

Dermatophyten sind an bestimmte Hauptwirte angepasst, bei denen oft keine oder nur geringe Entzündungsreaktionen ausgelöst werden. Erkrankungen bei Hauptwirten verlaufen daher meist milder, aber langwieriger, als bei anderen Wirten. Nach der Hauptinfektionsquelle unterscheidet man hauptsächlich vom Menschen (anthropophile) und von Tieren (zoophile) übertragene Erreger. Da auch alle zoophilen Erreger für den Menschen krankheitsauslösend sind, stellen die von ihnen ausgelösten Dermatophytosen von Tieren auf den Menschen übertragbare Erkrankungen (Zoonosen) dar. Pilze, die durch den Kontakt mit Erdboden übertragen werden (geophile), spielen in der Praxis nur eine untergeordnete Rolle.

Das klinische Erscheinungsbild ist sehr variabel, meist treten Hautrötung, vermehrte Schuppenbildung und Bläschen auf. Der Erregernachweis ist aufwändig und nur durch Kombination mehrerer Verfahren verlässlich, ohne ihn ist die Diagnose aber nicht sicher zu stellen. Die Behandlung erfolgt meist mit Antimykotika, begleitend sollten hygienische Maßnahmen getroffen werden. ·weiter lesen·

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Beim Morbus Coats (Syn. Retinitis exsudativa und retinale Teleangiektasien) handelt es sich um eine seltene angeborene Augenerkrankung der Netzhautgefäße, die meist nur einseitig auftritt und zur Verschlechterung der Sehfähigkeit, nicht selten bis zur Erblindung führt. Die Blutgefäße sind dabei erweitert und undicht, sodass Blut und lipidhaltige, flüssige Absonderungen (Exsudate) in und unter die Netzhaut und ihre tieferen Schichten eindringen können. Dadurch entsteht ein Netzhautödem, welches sich von außen betrachtet durch eine weißlich graue Pupillenfärbung (Leukokorie) bemerkbar macht. Unbehandelt kommt es in Folge des Exsudats zu einer fortschreitenden entzündlichen Netzhautablösung, und das Auge kann erblinden.

Bisher ist der Grund für die ursächlichen Gefäßveränderungen nicht bekannt. Der Morbus Coats tritt überwiegend bei Knaben und jungen Männern auf. Die Behandlung besteht in der Verödung der Gefäße durch Kältebehandlung (Kryotherapie) oder durch Abriegelung der Ablösungsgrenzen mittels Lasertherapie, was eine Erblindung in vielen Fällen verhindern oder zumindest deutlich hinauszögern kann. In Ausnahmefällen kann auch die Entfernung des betroffenen Auges notwendig werden. ·weiter lesen·

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Als Feline Neonatale Isoerythrolyse (abgekürzt FNI, im englischen Sprachraum auch fading kitten syndrome) bezeichnet man in der Veterinärmedizin die Auflösung der roten Blutkörperchen bei Katzenwelpen nach der Geburt und Einnahme von Erstmilch.

Ursache ist eine Blutgruppeninkompatibilität zwischen der Mutterkatze und ihren Welpen ab dem Geburtszeitpunkt. Diese kann entstehen, wenn bei der vorhergehenden Verpaarung der Kater die Blutgruppe A und die Katze die Blutgruppe B aufweisen. Welpen aus dieser Verpaarung nehmen nach der Geburt mit der Erstmilch Antikörper der Mutter gegen rote Blutkörperchen der Blutgruppe A auf. Bei Welpen mit der Blutgruppe A führt dies zu Blutarmut und dem Ausscheiden des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) über den Urin (Hämoglobinurie). Aufgrund der Schwere der Krankheitssymptome ist der Verlauf einer akuten FNI für die Welpen oft tödlich. ·weiter lesen·

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Morbus Fabry, auch Fabry-Krankheit, Fabry-Syndrom oder Fabry-Anderson-Krankheit genannt, ist eine seltene angeborene monogenetische Stoffwechselstörung aus der Gruppe der lysosomalen Speicherkrankheiten. Bei den betroffenen Patienten ist durch eine Mutation auf dem X-Chromosom die Aktivität des Enzyms α-Galactosidase A so stark reduziert, dass im Lysosom ihrer Zellen vor allem das Stoffwechselprodukt Globotriaosylceramid (auch Gb3 oder auch GL-3 genannt) nicht mehr ausreichend abgebaut werden kann. Gb3 sammelt sich vor allem in den Zellen der Innenauskleidung der Blutgefäße, den Endothelzellen, an. Im Verlauf der Erkrankung werden diese Ansammlungen pathologisch, das heißt sie lösen die Fabry-Krankheit aus. Je nach Krankheitsverlauf kann dies unter Umständen Jahrzehnte dauern. Der Morbus Fabry ist eine Multisystemerkrankung, die eine Vielzahl von Organen des Körpers betreffen kann. Abhängig von den betroffenen Organen können sehr unterschiedliche Symptome auftreten. Die individuell sehr unterschiedliche Ausprägung der Erkrankung und ihre Seltenheit erschweren die Diagnose, die meist erst viele Jahre nach dem Auftreten der ersten Symptome korrekt gestellt wird, erheblich. Die Erkrankung betrifft vor allem das männliche Geschlecht, aber auch heterozygote Frauen können erkranken. Bei ihnen ist die Erkrankung aber meist weniger stark ausgeprägt und beginnt erst im mittleren Alter klinisch relevant zu werden ·weiter lesen·


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Nobelpreis: Den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2011 erhielten zur Hälfte der amerikanische Immunologe Bruce Beutler und der französische Biologe Jules Hoffmann für ihre Arbeiten zum Toll-Gen, den Toll-like Receptor und deren Bedeutung für die angeborene Immunität. Die zweite Hälfte erhielt der kanadische Immunologe Ralph M. Steinman für seine Studien über Dendritische Zellen und das adaptive Immunsystem.


Netzhautimplantat: An der Universitätsklinikum Tübingen ist es gelungen, dass ein infolge Retinopathia pigmentosa erblindeter Patient nach Einsetzen eines Netzhautimplantats nicht nur Gegenstände erkennen, sondern auch kurze Wörter in großen Buchstaben lesen kann.(DÄB)


Grippeschutzimpfung: Die Impfung schwangerer Frauen gegen Influenza hat offenbar auch eine Schutzfunktion für Säuglinge. Durch den Übergang mütterlicher Antikörper auf den Fetus im Mutterleib, sind Kinder in den ersten Lebensmonaten vor Grippe-Erkrankungen deutlich besser geschützt. Die Ständige Impfkommission hat deshalb erstmals in diesem Jahr eine Impfempfehlung auch für Schwangere ausgesprochen. (DÄB)



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