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Artikel der Woche

Als Hirnmetastase wird eine Absiedlung von Krebszellen (Metastasierung) in das Hirngewebe bezeichnet, die von bösartigen Tumoren außerhalb des Gehirns ausgeht. Synonym sind die Begriffe Hirnfilia (von lateinisch filia „Tochter“) oder zerebrale Metastase (lateinisch cerebralis „zum Gehirn gehörig“). Häufige Ausgangstumoren sind Lungenkrebs, Brustkrebs, Nierenzellkarzinom und bösartiges Melanom. Hirnmetastasen sind die häufigsten im Bereich des Gehirns auftretenden bösartigen Tumoren und können sich unter anderem durch Kopfschmerzen, neurologische Ausfallerscheinungen, Krampfanfälle und Wesensänderungen bemerkbar machen. Behandlung und Heilungsaussichten sind von vielen Faktoren abhängig, Hirnmetastasen sind jedoch meist ein prognostisch ungünstiges Zeichen. ·weiter lesen·

Prämierte Artikel

Bei einer Hyperthyreose (dt. Schilddrüsenüberfunktion) produziert die Schilddrüse zu viele Schilddrüsenhormone, so dass im Organismus ein Überangebot entsteht. Infolgedessen kann es zu einer Vielzahl von Krankheitserscheinungen kommen. Häufig sind ein schnellerer Herzschlag, Gewichtsverlust, Nervosität und Zittern. Die häufigsten Ursachen der Hyperthyreose sind die Basedowsche Krankheit, die Schilddrüsenautonomie und eine erhöhte Zufuhr von Schilddrüsenhormonen in Form von Medikamenten. Im Extremfall einer krisenhaften lebensbedrohlichen Überfunktion spricht man von einer „thyreotoxischen Krise“ (syn. Thyreotoxikose - dt. Schilddrüsenhormonvergiftung). Das Gegenteil der Hyperthyreose, ein Mangel an Schilddrüsenhormonen, wird als Hypothyreose (dt. Schilddrüsenunterfunktion) bezeichnet. Die Hyperthyreose wurde erstmals 1786 von Caleb Hillier Parry beschrieben. ·weiter lesen·

Die Hämostase (von griechisch αἷμα Häma „Blut“ und στάσις Stasis „Stauung, Stockung, Stillstand“; auch: Blutstillung, Stypsis) ist ein lebenswichtiger Prozess, der die bei Verletzungen der Blutgefäße entstehenden Blutungen zum Stehen bringt. Dadurch wird der übermäßige Austritt von Blut aus dem Blutkreislauf verhindert und die Voraussetzung für eine Wundheilung geschaffen. Die Blutstillung muss im Fall einer Verletzung hinreichend schnell einsetzen, um größeren Blutverlust zu vermeiden. Sie muss auf den Bereich der Verletzung beschränkt bleiben und darf nicht fälschlicherweise durch andere Ereignisse wie Entzündungen oder Infektionen ausgelöst werden. ·weiter lesen·

Die Struma oder der Kropf bezeichnet eine tastbare, sichtbare oder messbare Vergrößerung der Schilddrüse zunächst unabhängig von der Stoffwechsellage (Überfunktion, Unterfunktion oder normale Funktion der Schilddrüse) und von der feingeweblichen oder mit dem bloßen Auge zu erkennenden Gestalt. Die Struma ist weltweit die häufigste Erkrankung der Hormondrüsen (Endokrinopathie). Die häufigste Ursache für das Entstehen einer Struma ist Jodmangel. Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen neben medikamentöser Therapie (Gaben von Jod und Schilddrüsenhormonen) die Schilddrüsenoperation und die Radiojodtherapie. ·weiter lesen·

Die Strumaresektion ist eine Operation zur Behandlung einer Schilddrüsenvergrößerung, bei der die Schilddrüse bis auf einen unterschiedlich großen Rest entfernt wird. Nach den Erstbeschreibern der heute am häufigsten angewendeten Operationstechnik wird sie im vollen Wortlaut auch als „beidseitige subtotale Strumaresektion nach Enderlen-Hotz“ bezeichnet. Gelegentlich gebräuchlich, aber sachlich falsch ist auch die Bezeichnung Strumektomie, da unter einer –Ektomie die Entfernung eines kompletten Organs verstanden wird. Die restlose Entfernung der gesamten Schilddrüse wird Thyreoidektomie genannt (Synonym: Totalexstirpation der Schilddrüse), die restlose Entfernung einer Schilddrüsenhälfte Hemithyreoidektomie. ·weiter lesen·

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Neuigkeiten

Stammzelldebatte: Der deutsche Bundestag hat nach kontroverser Debatte eine Verschiebung des Stichtages für den Import menschlicher embryonaler Stammzellen beschlossen. Nach dem neuen Stammzellgesetz können nun Zelllinien importiert werden, die bis zum 1. April 2007 hergestellt wurden. Bisher galt als Stichtag der 1. Januar 2002. (DÄB)


Nobelpreis 2007: Mario Capecchi, Martin Evans und Oliver Smithies wurden „für bahnbrechende Entdeckungen im Bereich embryonaler Stammzellen und der DNA-Rekombination bei Säugetieren“ mit dem Nobelpreis für Medizin und Physiologie ausgezeichnet. Diese Technik des „Gen-knock-outs“ ermöglicht die Untersuchung von Funktionen einzelner Gene und deren Rolle bei Wachstum, Alterung und Krankheiten.


Update Endokarditisprophylaxe: Während europäische und deutsche Leitlinien (noch?) bei allen relevanten Herzklappenfehlern eine Endokarditisprophylaxe empfehlen, beschränkt die American Heart Association (AHA) die Empfehlung in ihren April 2007 veröffentlichten guidelines auf Hochrisikopatienten mit einer künstlichen Herzklappe oder nach einer überstandenen Endokarditis.


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