
Der 1682 in Brasilien geborene António de Albuquerque Coelho war ein portugiesischer Kolonialverwalter, der verschiedene Posten in Indien, Macao, Timor und Ostafrika innehatte. Auch wegen seiner gemischten europäisch-afrikanisch-indianischen Herkunft geriet er in Intrigen, ein Mordversuch kostete ihn seinen rechten Arm. Als Coelho zum Gouverneur von Macao ernannt wurde, musste er von Goa aus quer durch Indien reisen, um ein Schiff nach China zu finden. Für die abenteuerliche Reise benötigte er ein Jahr. Auf Timor setzte Coelho sich im Machtkampf gegen den Bischof von Malakka durch, die Kolonie konnte er aber nicht befrieden. 1729 führte Coelho den portugiesischen Versuch an, die heute kenianische Insel Pate wieder in Besitz zu nehmen, scheiterte aber nach wenigen Monaten. Später beteiligte er sich am Abwehrkampf gegen die indischen Marathen in Goa, wo Coelho sich am Ende seines Lebens sozial engagierte. Seine Biographie spiegelt das wechselreiche Leben in den Kolonien im frühen 18. Jahrhundert wieder. weiterlesen
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