Porticus Octavia

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Die Porticus Octavia war eine Säulenhalle in Rom, die kurz nach 167 v. Chr. von Gnaeus Octavius als Monument für seinen Seesieg über den makedonischen König Perseus errichtet wurde.

Octavius, der als Prätor römische Flotteneinheiten kommandiert hatte, feierte am 1. Dezember 167 v. Chr. einen Seetriumph (triumphus navalis) über Makedonien und König Perseus. In den folgenden Jahren ließ er die nach ihm benannte doppelte Säulenhalle auf dem Marsfeld beim Circus Flaminius errichten.[1] Sie hatte angeblich bronzene Säulenkapitelle und wurde auch porticus Corinthia genannt.[2] Nach einer Brandzerstörung wurde die Porticus, neben der in der Zwischenzeit das Theater des Pompeius errichtet worden war, von Augustus wieder aufgebaut,[3] der darin von den Dalmatern erbeutete Feldzeichen aufstellen ließ.[4] Von der Säulenhalle sind keine Reste mehr erhalten.

Bereits in der Antike wurde die Porticus Octavia gelegentlich mit der nach der Schwester des Augustus benannten Porticus Octaviae verwechselt.[5]

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Velleius Paterculus 2, 1.
  2. Plinius der Ältere, Naturalis historia 34, 13.
  3. Res gestae divi Augusti 19. Festus 188 Lindsay: Octaviae porticus duae appellantur, quarum alteram, theatro Marcelli propriorem, Octavia soror Augusti fecit; alteram theatro Pompei proximam Cn. Octavius Cn. filius, qui fuit aedilis curulis, praetor, consul, decemvirum sacris faciendis, triumphavitque de rege Perseo navali triumpho: quam combustam reficiendam curavit Caesar Augustus.
  4. Appian, Illyrike 28 (englische Übersetzung).
  5. Cassius Dio 49, 43 (englische Übersetzung).