Postprandiale Hypoglykämie

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Der Begriff postprandiale Hypoglykämie (lateinisch post ‚nach‘ und lat. prandium ‚Mahlzeit‘[1] und griechisch ὑπό hypo ‚unter‘ und griech. γλυκύς glykys ‚süß‘ und griech. αἷμα haima ‚Blut‘) (früher auch als reaktive oder funktionelle Hypoglykämie bezeichnet) beschreibt ein starkes Absinken des Blutzuckerspiegels wenige Stunden nach Verzehr einer Mahlzeit, die sich überwiegend aus kurzkettigen Kohlenhydraten zusammensetzte.

Der Entstehung einer postprandialen Hypoglykämie können verschiedene Störungen zugrunde liegen, beispielsweise:

Die Symptomatik entspricht den allgemein für hypoglykämische Zustände typischen neurologischen Auffälligkeiten

Davon abzugrenzen ist das adrenerge postprandiale Syndrom (APS), bei dem bereits vor Absinken des Blutzuckerspiegels eine heftige sympathische „Gegenregulation“ stattfindet, die sich in Form von Schwitzen, Zittern, Herzklopfen, Ängstlichkeit und Übelkeit zeigen kann. Worauf diese Störung des vegetativen Nervensystems beruht, ist bislang noch unklar.

Eine adrenerge Symptomatik ähnlicher Art findet sich auch beim Dumping-Syndrom, das sich zudem durch Völle- und Druckgefühl, Übelkeit, Rumoren im Oberbauch und Blutdruckstörungen verbunden mit Tachykardie oder Bradykardie auszeichnet. Es werden zwei verschiedenen Formen unterschieden:

  • das in 10–15 % der Fälle nach resezierenden Magenoperationen auftretenden Früh-Dumping-Syndrom (auch jejunales hyperosmolares Syndrom genannt), bei dem innerhalb von 30 Minuten nach Aufnahme hochkonzentrierter Kohlenhydrate diese osmotisch große Mengen Wasser im Dünndarm binden
  • und das Spät-Dumping-Syndrom, welches zu einfacher postprandialer Hypoglykämie führt.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Raghavan VA: Hypoglycemia. www.emedicine.com, Version 26 Sept. 2007.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DocCheck: postprandial aufgerufen 13. Mai 2014.
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