Powiat Będziński

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Powiat Będziński
Wappen des Powiat Będziński Lage des Powiat Będziński
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Kreisstadt: Będzin
Fläche: 368,02 km²
Einwohner: 150.950 (31. Dez. 2009[1])
Verstädterungsgrad: 75,99 %
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SBE
Kreisgliederung
Stadtgemeinden: 4
Stadt- und Landgemeinden: 1
Landgemeinden: 3
Starostei (Stand: )
Starost: Bożena Respondek
Adresse: ul. Sączewskiego 6
42-500 Będzin
Webpräsenz: www.starostwo.bedzin.pl

Der Powiat Będziński ist ein Powiat (Landkreis) in der polnischen Woiwodschaft Schlesien. Der Kreis liegt im oberschlesischen Steinkohlenrevier und hat eine Fläche von 367 km² auf denen 150.000 Einwohner leben.

Geschichte[Bearbeiten]

Der heutige Powiat existiert seit dem 1. Januar 1999, hat aber eine lange Tradition. Dieser Verwaltungsbezirk wurde im Jahre 1866 nach der Niederschlagung des Januar-Aufruhrs durch gesetzliche Anordnung aus dem Powiat Olkuski herausgelöst und gehörte zum neugebildeten Gouvernement Petrikau. Damals bestand er aus einer Stadtgemeinde (Będzin) und aus 18 Landgemeinden, und er lag in einer Gegend, die aus 213 Dörfern bestand, nachdem 8 Städten das Stadtrecht aberkannt wurde. Dieser älteste Verwaltungsbezirk war der größte in der gesamten Geschichte des Landkreises, er umfasste nach geringfügigen Korrekturen im Jahre 1890 1390,6 km² und er zählte über 800 Tausend Einwohner. Er war eine der stärker industrialisierten Regionen am Rande des Russischen Reiches und grenzte im Norden an den Landkreis Tschenstochau, im Osten an die Landkreise Oszczowski und Olkusz, im Süden an das österreichische Reich und im Westen an das preußische Königreich.

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war für Będzin ein Glücksfall, weil dort das Landratsamt (heute Landgericht) eingerichtet wurde. Diese schnelle Entwicklung wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen, das gesamte Bassin wurde während des Krieges in eine deutsche und eine österreichische Besatzungszone aufgeteilt. In der wiedererrichteten polnischen Republik Polen hatte der großräumige Verwaltungsbezirk Będzin keine Lebensberechtigung mehr und wurde stattdessen auf die drei Powiats Będziński, Powiat Zawierciański und Powiat Myszkowski aufgeteilt.

Dieser Verwaltungsbezirk umfasste vier Städte im Zentrum des Bassins d.h. Będzin, Czeladź, Dąbrowę Górniczą und Sosnowiec, das im Jahre 1928 unabhängig wurde. Das Gebiet des Landkreises umfasste im Jahre 1928 485 km² und zählte fast 360 Tausend Einwohner. Bis zum Jahr 1939 wurden die Gemeinden Bobrowniki, Grodziec, Łagisza, Ożarowice, Zagórze, Olkusko - Siewierska (Strzemieszyce Wielkie), Niwka, Łosień und Wojkowice Kościelne eingegliedert.

Die Grenzen der Verwaltungsbezirke wurden während der Nazi-Besetzung nicht geändert, der Powiat wurde jedoch in Landkreis Bendsburg umbenannt und dem Regierungsbezirk Kattowitz zugeordnet. Dessen Kreisgrenzen wurden auch nach Kriegsende beibehalten, der Powiat wurde jedoch der neugebildeten Woiwodschaft Katowice angeschlossen. Im Jahr 1948 wurde auch die Stadt Będzin zum Stadtkreis erhoben. In dieser Zeit wurde der Landkreis auf 360 km² verkleinert, vor allem zugunsten der Stadt Dąbrowa Górnicza.

Der Powiat bestand im Jahre 1975 aus 9 Städten, 1 Siedlung und 14 Gruppen. Im Zuge der Verwaltungsreform von 1975 wurde der Landkreis aufgelöst, Będzin blieb jedoch insbesondere für die Gemeinden im Norden der Stadt ein Zentrum. Die meisten Behörden wurden in sogenannten Regionen konzentriert, deren Amtsbereich oft die alten Kreisgrenzen umfasste. Der im Jahre 1999 wiedererrichtete Powiat erhielt völlig neue Kreisgrenzen, er verlor die historischen Gebiete um Ożarowice, schloss jedoch die nahegelegene Stadt Siewierz ein.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Der Powiat umfasst fünf Stadtgemeinden (gmina miejska) und drei Landgemeinden (gmina wiejska):

Stadtgemeinden[Bearbeiten]

Landgemeinden[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ – STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 31. Dez. 2009 (WebCite)