Poysdorf

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Poysdorf
Wappen von Poysdorf
Poysdorf (Österreich)
Poysdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Fläche: 97,28 km²
Koordinaten: 48° 40′ N, 16° 38′ O48.66666666666716.633333333333225Koordinaten: 48° 40′ 0″ N, 16° 38′ 0″ O
Höhe: 225 m ü. A.
Einwohner: 5.461 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 56 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2170
Vorwahl: 0 25 52
Gemeindekennziffer: 3 16 44
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Josefsplatz 1
2170 Poysdorf
Website: www.poysdorf.at
Politik
Bürgermeister: Thomas Grießl (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(29 Mitglieder)
24 ÖVP, 4 SPÖ, 1 FPÖ
Lage der Stadt Poysdorf im Bezirk Mistelbach
Altlichtenwarth Asparn an der Zaya Bernhardsthal Bockfließ Drasenhofen Falkenstein Fallbach Gaubitsch Gaweinstal Gnadendorf Großengersdorf Großebersdorf Großharras Großkrut Hausbrunn Herrnbaumgarten Hochleithen Kreuttal Kreuzstetten Laa an der Thaya Ladendorf Mistelbach Neudorf bei Staatz Niederleis Ottenthal Pillichsdorf Poysdorf Rabensburg Schrattenberg Staatz Stronsdorf Ulrichskirchen-Schleinbach Unterstinkenbrunn Wildendürnbach Wilfersdorf (Niederösterreich) Wolkersdorf im Weinviertel NiederösterreichLage der Gemeinde Poysdorf im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick vom Turm der Pfarrkirche
Blick vom Turm der Pfarrkirche
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Poysdorf ist eine Stadt mit 5461 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Mistelbach in nördlichen Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Poysdorf liegt im nördlichen Weinviertel an der Brünner Straße, im Weinviertler Hügelland und im Tal des Poybachs, der zwischen Rannersdorf an der Zaya und Hauskirchen in die Zaya mündet.

Durch die Gemeinde führt der seit 2010 ausgeschilderte Jakobsweg Weinviertel, der vom Heiligen Berg bei Nikolsburg Svatý kopeček u Mikulova in der südmährischen Stadt Nikolsburg im Okres Břeclav kommend bis Krems an der Donau führt und Teil der Via Francigena und der Via Slavica ist.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 10 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Altruppersdorf, Erdberg, Föllim, Höbertsgrub, Ketzelsdorf, Kleinhadersdorf, Passauerhof, Poysbrunn, Poysdorf, Walterskirchen, Wetzelsdorf und Wilhelmsdorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An Poysdorf grenzen folgende Gemeinden:

Neudorf bei Staatz, Falkenstein Drasenhofen Herrnbaumgarten
Staatz Nachbargemeinden Großkrut
Mistelbach Wilfersdorf

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge bis Mittelalter[Bearbeiten]

Poysdorf wurde auf einem sehr geschichtsträchtigen Boden gegründet. Die ersten Bauern wurden schon vor 7000 Jahren hier sesshaft. Das beweisen zahlreiche Funde aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit.

Eine erste Nennung des Angerdorfes Poysdorf erfolgte 1194/1196 im Klosterneuburger Saalbuch. Darin wird berichtet, dass Rapoto von Liechtenstein bei der Aufnahme seiner Tochter in das Frauenstift von Klosterneuburg dem Stift zwei Lehen zu „Poistorf“ übergeben hat.

Der Ortsname leitet sich vom slawischen Personennamen *Bojь (vergleiche den aktuellen slawischen Namen Bojan) ab. Der Gewässername „Poybach“ wurde daraus abgeleitet.[2]

Da Poysdorf in einem Grenzland lag, trafen den Ort allerlei kriegerische Verwicklungen und feindliche Einfälle. Ob diese durch die Ungarn während Herzog Heinrich II. Jasomirgott ausgelöst wurden, ob Herzog Friedrich II., der Streitbare, die Mongolen von der Grenze Niederösterreichs abzuhalten versuchte oder ob die Ungarn ihre verlorenen Grenzfestungen im Burgenland wieder zurückerhalten wollten, Poysdorf lag im Kernpunkt des Geschehens (1176, 1226, 1241/42). Immer wieder versuchten Böhmenkönige das Gebiet unter ihre Herrschaft zu bringen.

Neuzeit[Bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert entstand das „Eisenhuthaus“ - das heute vermutlich das älteste erhaltene Gebäude der Weinstadt ist. Am 4. Mai 1582 erhob Kaiser Rudolf II. das Dorf Poysdorf, welches zu dieser Zeit 200 „erbaute“ Häuser und Hofstätten und ca. 1500 Einwohner zählte, zum Markt, da es durch Versilbern und Verkauf seines Weines einen gewissen Wohlstand und Ansehen erreicht hatte. Als äußeres Zeichen des Privileges „Marktrecht“ wurde ein Pranger von den Poysdorfern errichtet.

Im Laufe der Zeit wurden mehrere Markttage genehmigt und weitere Privilegien gewährt. 1667 wählte der Markt Poysdorf als Wappen und Siegel eine Darstellung, welche die Bedeutung des Weines für den Markt verdeutlichte: Die „Weinträger“ oder „Kundschafter“.

1631 quartierte sich ein ganzes Regiment der Wallensteinschen Armee im Ort ein.

1639 äscherte eine Feuersbrunst 170 der 250 Häuser ein.

Kaiser Josef II.-Denkmal in Poysdorf
Blick auf Brünner Straße und Pestsäule an der Kreuzung

Während der Endphase des Dreißigjährigen Krieges, am Palmsonntag 1645, kam eine Vorhut der Schweden unter General Lennart Torstensson von Mistelbach über Kleinhadersdorf nach Poysdorf und bauten die neue, erst 1640 geweihte Kirche in eine Festung aus. Im Westteil der Kirche stellten sie ihre Pferde ein. Diese Sitzreihen werden noch heute „Reitschule“ genannt. Um Poysdorf vor Plünderungen zu bewahren, lieferten die Poysdorfer 1000 Eimer Wein, Korn, Hafer, Lebensmittel, Wagen, Pferde und Schlachtvieh ab. Dafür erhielt der Markt den Schutzbrief salva guardia, wodurch die Bewohner von den gröbsten Schandtaten verschont blieben. Erst im August 1646 konnte die unmittelbare schwedische Bedrohung Wiens und Niederösterreichs abgewendet werden. Doch während des Winters 1645 war die Pest ausgebrochen. Insgesamt sollen 5000 Menschen, sowohl Poysdorfer als auch Flüchtlinge an der Seuche gestorben sein.

Dem Wiederaufbau in Poysdorf verdanken das Bürgerspital (1657) und die Barbarakapelle (1663), die neue Schießstätte (1672) und das Kapuzinerkloster beim Wienertor (1673) ihr Entstehen.

Am 7. September 1848 wurde die Aufhebung der Grundherrschaft vom Reichstag beschlossen, die jahrhundertelange Untertänigkeit der österr. Bauern war somit beendet. Allerdings brachte sie auch gewisse Nachteile für die Bauern, da ihnen von nun an niemand mehr, im Fall einer Missernte, Saatgut lieh.

Durch Beendigung der Grundherrschaft, welche bis zu diesem Zeitpunkt die öffentliche Verwaltung und die Gerichtsbarkeit innegehabt hatte, war nun eine Neuordnung notwendig. Deshalb wurde am 17. März 1849 das provisorische Reichsgemeindegesetz verkündet, in welchem man neben den Katastralgemeinden auch Ortsgemeinden als politische Organe vorsah. Eine oder mehrere Katastralgemeinden sollten eine Ortsgemeinde bilden.

Auf Basis dieses provisorischen Reichsgemeindegesetzes kam es zur Bildung der neu konstituierten Ortsgemeinde Poysdorf, welche im Jahre 1850 2.327 Einwohner und 382 Häuser auf einer Fläche von 11,85 km² zählte.

Am 10. Juli 1850 erfolgte die erste Wahl eines Bürgermeisters durch die freie Gemeinde.

1849 sollte der Markt Poysdorf Sitz einer Bezirkshauptmannschaft werden, Laa, Mistelbach, Feldsberg und Zistersdorf eines Bezirksgerichts. 1852 übersiedelte die BH sogleich in das neue Rathaus. Doch noch im selben Jahr löste der Staat die BHs auf und überwies die Verwaltung zu den Bezirksgerichten. Der neue Sitz für das Amt wurde von nun an Mistelbach.

1866 marschierten im Zuge des Preußisch-österreichischen Kriegs österreichisch-ungarischen Truppen ein, die hier einquartiert wurden. Nach der Niederlage in der Schlacht bei Königgrätz am 3. Juli marschierten am 16. Juli 1866 die ersten 70 Ulanen ein. Am 17. Juli 1866 lagerten schon 6.000 preußische Ulanen in Poysdorf. Nach dem Waffenstillstand zwischen Österreich und Preußen am 22. Juli 1866 wurden die Poysdorfer mit 200 Gulden für die Armen entschädigt. Die fremden Soldaten brachten Typhus und Ruhr mit, die der epidemischen Verbreitung der Cholera Vorschub leisteten. 136 preußische Soldaten und 180 Einwohner des Marktes wurden von der Cholera dahingerafft.

Am 6. September 1888 wurde die Lokalbahn Enzersdorf bei Staatz–Poysdorf eröffnet, am 8. Mai 1907 kam die Bahnstrecke Dobermannsdorf–Poysdorf hinzu.[3] Mit der allgemeinen Motorisierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sollte die Rentabilität der Bahn abnehmen; 1987 wurde die Bahnstation Poysdorf geschlossen.

Am 14. Oktober 1895 erhielt Poysdorf ein Bezirksgericht, das im Jahr 2002 geschlossen wurde.

Am 16. Oktober 1910 erstrahlte in Poysdorf erstmals künstliches Licht, allerdings wurde die Installation des elektrischen Lichts in allen Häusern des Marktes erst um 1940 abgeschlossen.

Im Ersten Weltkrieg waren insgesamt 600 Poysdorfer einberufen, 100 sahen ihre Heimat nicht wieder.

1923 erfolgte jene Auszeichnung, die Poysdorf im Jahr 1859 aus Geldmangel hatte ablehnen müssen: die Erhebung des Marktes zur Stadt. Am 10. Oktober 1924 erhielt Poysdorf sein Stadtwappen und -siegel, die mit dem bis dahin verwendeten Marktwappen identisch blieben. Danach begann man die größeren Straßen auszubauen und zu pflastern, 1926 und 1927 errichtete man entlang einiger Straßen eine Kanalisation.

1925 überschwemmte der Poybach die Stadt, nahe gelegene Wohnungen standen binnen kürzester Zeit nahezu zwei Meter unter Wasser, daher wurde 1927 das Bachbett verbreitert und im Stadtgebiet wurde das Ufer mit Betonziegeln ausgelegt.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurden Poysdorf und Umgebung Schauplatz von Kampfhandlungen und Kriegsverbrechen. Darüber befindet sich im Archiv des Heeresgeschichtlichen Museums ein ausführlicher Bericht. Demnach kamen bereits bei einem Luftangriff am 7. April 1945 drei Poysdorfer Zivilisten ums Leben. Bei weiteren Luftangriffen, u. a. am 15. April, wurden über 40 Häuser schwer beschädigt und/oder zerstört. Am 20. April 1945 näherten sich die Soldaten der Roten Armee mit Panzern und Infanterie dem Ort, welcher von Einheiten der Panzergrenadier-Division „Feldherrnhalle“ verteidigt wurde. In den Waldungen um Poysdorf wurde erbittert gekämpft. Durch die Übermacht der Roten Armee und die Einnahme von Kleinhadersdorf musste die Wehrmacht schließlich Poysdorf räumen, die große Brücke über den Poybach und drei weitere kleine Brücken wurden gesprengt. Die Zivilbevölkerung suchte in den Weinkellern Schutz. In den folgenden Tagen wurde der Ort Schauplatz mehrerer Vergewaltigungen, Morde und Plünderungen. Eltern, die das Versteck ihrer Töchter nicht verraten wollten, wurden durch alkoholisierte russische Soldaten erschossen oder erschlagen. 11 Poysdorfer Einwohner kamen auf diese Weise ums Leben, weitere 11 Personen verübten noch vor dem Eintreffen der Russen Suizid. Neben den genannten Verbrechen gegen Leib und Leben wurde Poysdorf von den Russen auch geplündert, viele Gebäude und auch landwirtschaftliche Geräte wurden mutwillig zerstört. Mehrere Häuser und Scheunen wurden in Brand gesteckt, Obstbäume und Weinstöcke umgeschnitten, sämtliche Kornvorräte und auch ein Großteil des Viehbestandes wurde durch die Rote Armee requiriert. Das Heimatmuseum und die Hauptschule wurden zerstört, sämtliche Kaufmannshäuser und auch die Apotheke wurden geplündert. Der Gemeindearzt war geflohen, der Medikamtenbestand der Apotheke vernichtet, sodass Poysdorf monatelang ohne medizinische Versorgung war. Dies wirkte sich nachhaltig auf die Vergewaltigungsopfer aus, die im Zuge der erlittenen Tortur mit Geschlechtskrankheiten angesteckt wurden. Erst im Sommer und Herbst 1945 normalisierte sich das Leben in Poysdorf wieder.[4]

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Am 15. Mai 1945 erreichten die ersten der aus ihrer Heimat vertriebenen Südmährer Poysdorf, zwei Wochen später waren es Hunderte.

Im April 1945 geriet die Stadt unter sowjetische Besatzung, im September desselben Jahres zogen jedoch die meisten Russen wieder ab. Am 19. September 1955 verließ der letzte russische Besatzungssoldat niederösterreichischen Boden.

1952 wurde die „Winzergenossenschaft Poysdorf und Umgebung“ gegründet.

Am 1. Oktober 1984 wurde ein Fremdenverkehrsverein in Poysdorf gegründet, 1988 in Verbindung mit dem Weinmarkt ein Regionalbüro des „Fremdenverkehrsverbandes Weinviertel“.

Am 13. April 2007 wurde die Wein-Erlebnis-Welt „Vino Versum“ in der Kellergstetten eröffnet.

Im Jahr 2010 fanden vom 2.-4. Juli die 60. Niederösterreichischen Landesfeuerwehrleistungsbewerbe statt.

Im Jahr 2013 war Poysdorf neben Asparn an der Zaya Ausstellungsstandort der Niederösterreichischen Landesausstellung zum Thema Brot & Wein.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 16. Mai 2014 Thomas Grießl (ÖVP), Vizebürgermeister Herbert Bauer (ÖVP), Stadtamtsdirektor ist Otto Swoboda.[5]

Stadträte sind Gudrun Tindl-Habitzl, Karl Leisser, Karl Pech, Wolfgang Souczek (alle ÖVP) sowie Hans-Peter Vodicka (SPÖ).

Der Gemeinderat setzt sich aus 24 Mitgliedern der ÖVP, 4 Mitgliedern der SPÖ und 1 Mitglied der FPÖ zusammen.

Gemeinderatswahlen[Bearbeiten]

Datum Wahl-
berechtigte
abgegebene
Stimmen
gültige
Stimmen
ungültige
Stimmen
Wahl-
karten
Wahl-
beteiligung
14. März 2010 5322 4560 4472 88 0 85,68 %
6. März 2005 4875 3949 3854 95 0 81,01 %
2. April 2000 4858 3861 3777 84 0 79,48 %
Partei 14. März 2010 5. März 2005 2. April 2000
Stimmen Prozent Mandate Differenz Stimmen Prozent Mandate Differenz Stimmen Prozent Mandate
ÖVP 3603 80,57 % 24 +6,83 % 2842 73,74 % 22 +4,51 % 2615 69,23 % 21
SPÖ 0679 15,18 % 04 −8,17 % 0900 23,35 % 07 −0,87 % 0915 24,23 % 07
FPÖ 0190 04,25 % 01 +1,34 % 0112 02,91 % 00 −3,63 % 0247 06,54 % 01

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Blau und Rot über grünem Bogenschildfuß, darauf zwei mit veilchenblauen Leibröcken, weißen Krägen, kurzen gelben Beinkleidern, weißen Strümpfen und schwarzen Schuhen bekleidete schreitende Knaben, an einer auf ihre rechten Schultern gelegte Holzstange eine große grüne Weintraube mit Blatt tragend, darüber auf dem Spalt ein schwarzer Doppeladler.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Interaktives Wappen in der Traubenhalle des Vino Versum
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Poysdorf

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten]

Der Weinbau ist in Poysdorf allgegenwärtig

Der Weinbau hatte immer schon große Bedeutung im wirtschaftlichen und kulturellen Leben dieses Ortes im Weinviertel. Deshalb wird Poysdorf auch die Weinhauptstadt und Sekthochburg Österreichs genannt. Die Weinriede „Hermannschachern“ wurde schon 1338 urkundlich verbrieft und ist somit die älteste urkundlich erwähnte Weinriede Österreichs.

Der bekannteste Wein ist der Grüne Veltliner.

Poysdorf wird auch die Sektmetropole Österreichs genannt. Die Sektweinproduktion der Weinregion Poysdorf beträgt jährlich rund 25.000.000 Liter - Sektkonsum 2005 in ganz Österreich geschätzte 20.000.000 Flaschen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Neben dem Weinbau ist einer der wichtigsten Arbeitgeber das Industrieunternehmen Gebauer & Griller, das vor allem als Autozulieferbetrieb tätig ist und seit den 1970er Jahren hier einen Fertigungsbetrieb führt. 2008 wurde der „Golfclub Veltlinerland“ errichtet.

Ausflugsziele[Bearbeiten]

  • Bekanntestes Bauwerk ist die 1629–1635 errichtete und weithin sichtbare Pfarrkirche St. Johannes d. Täufer auf dem Kirchberg in Poysdorf
  • Die barocke Wallfahrts- und Hochzeitskirche Maria Bründl (1740–1751) in Wilhelmsdorf, erbaut durch Donato Felice d'Allio
  • Das Weinstadtmuseum beherbergt eine der reichhaltigsten Sammlungen des Weinviertels und wurde im ehemaligen Bürgerspital eingerichtet. 2012 wurde das Museum geschlossen und als Standort für die NÖ-Landesausstellung 2013 renoviert und erweitert. 2014 wird es als Vino Versum Poysdorf wiedereröffnet.
  • 1. Milchkammer-Museum Österreichs
  • Oldtimermuseum
  • Die Galerie Nachtwächterhaus widmet sich dem Lebenswerk der bekanntesten Poysdorfer Malerin Maria Ohmeyer
  • Der neu errichtete 18-Loch-Golfplatz mit Driving Range, 4-Loch-Public Course und Hotel Veltlin
  • Weinerlebniswelt Vino Versum
Kellergasse hinter der Pfarrkirche

Weitere Ausflugsziele sind die Vogelsangmühle und das Schloss Poysbrunn.

Besonders beliebt sind die Kellergassenführungen, die zwischen Ostern und Mitte November jeden Dienstag und Samstag ab 16:00 Uhr mit ausgebildeten Kellergassenführern stattfinden.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Poysdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Heinz Wiesbauer und Manuel Denner: Feuchtgebiete - Natur- und Kulturgeschichte der Weinviertler Gewässer, Wien 2013 (herausgegeben vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und dem Amt der niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung Gewässerbau)
  3. Wolfdieter Hufnagl: Die Niederösterreichischen Landesbahnen. Transpress-Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 978-3-613-71214-0, S. 176
  4. Heeresgeschichtliches Museum/Militärhistorisches Institut (HGM/MHI), Militärgeschichtliche Forschungsabteilung (MilFoA), Studiensammlung, Bestand 1945, Schachtel 5, Fasz. 45/9, Gemeindeberichte Niederösterreich, Bezirk Mistelbach
  5. Website der Stadtgemeinde Poysdorf http://www.poysdorf.gv.at/system/web/person.aspx?typ=amtsleiter&menuonr=218238255
  6. a b Stadtgemeinde Poysdorf: Wahlergebnisse 2000 (abgerufen am 28.Jänner 2012)
  7. a b Stadtgemeinde Poysdorf: Wahlergebnisse 2005 (abgerufen am 28.Jänner 2012)
  8. a b Stadtgemeinde Poysdorf: Wahlergebnisse 2010 (abgerufen am 28.Jänner 2012)