Präfation

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Die Präfation (lat. praefatio, „Eingangswort, Vorgebet“) ist Teil der katholischen, orthodoxen und lutherischen Liturgie einer Heiligen Messe, Göttlichen Liturgie oder eines Abendmahlsgottesdienstes. Die Präfation eröffnet das Hochgebet (in der orthodoxen Liturgie Anaphora genannt). In der lateinischen Kirche und den lutherischen Kirchen gehört sie zum Proprium Missae, den veränderlichen Teilen der Liturgie. Sie variiert je nach Festen und Festzeiten und wird gesungen oder gesprochen. Das Hochgebet gehört zu den sogenannten „Amtsgebeten“, die immer vom Hauptzelebranten der Messfeier vorgetragen werden.

Eingeleitet wird das Hochgebet mit den Akklamationen:
Zelebrant: Der Herr sei mit euch.
Gemeinde: Und mit deinem Geiste.
Zelebrant: Erhebet die Herzen! / Erhebet eure Herzen!
Gemeinde: Wir haben sie beim Herrn. / Wir erheben sie zum Herren.
Zelebrant: Lasset uns danken dem Herrn unserm Gott. / Lasset uns Dank sagen dem Herren, unserm Gotte.
Gemeinde: Das ist würdig und recht.

Anschließend folgt die Präfation, die mit dem Satz In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott immer und überall zu danken... oder - in den neueren Hochgebeten - einer ähnlichen Formulierung beginnt.

An die Präfation schließt sich als Antwort der Gemeinde das Sanctus an.

Präfationen sind auch Bestandteil von feierlichen Weihehandlungen, zum Beispiel der Kirchweihe. Auch der zweite Teil des Exsultet in der Feier der Osternacht ist nach Art einer Präfation gestaltet.

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