Präfektur Ōsaka

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Ōsaka-fu
大阪府
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Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz: Ōsaka
Region: Kinki
Insel: Honshū
Fläche: 1.898,47 km²
Wasseranteil: 17,9 %
Einwohner: 8.850.791
(1. August 2014)
Bevölkerungsdichte: 4662 Einw. pro km²
Landkreise: 5
Gemeinden: 43
ISO 3166-2: JP-27
Gouverneur: Ichirō Matsui
Website: www.pref.osaka.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Ōsaka
Präfekturbaum: Ginkgo
Präfekturblume: Ume, Siebolds Primel
Präfekturvogel: Büffelkopfwürger

Die Präfektur Ōsaka (jap. 大阪府, Ōsaka-fu) ist eine der Präfekturen Japans. Sie liegt in der Region Kinki auf der Insel Honshū. Sitz der Präfekturverwaltung ist die gleichnamige Stadt Ōsaka.

Geografie[Bearbeiten]

Die Präfektur Ōsaka liegt an der Küste der Bucht von Ōsaka. Die Ōsaka-Ebene (Ōsaka heiya) nimmt einen großen Teil der Präfektur ein und erstreckt sich auch ins nordwestlich angrenzende Hyōgo. In der Ebene liegt mit den Städten Ōsaka und Kōbe (zusammen Hanshin) ein wesentlicher Teil der Keihanshin-Metropolregion, die der zweitgrößte Ballungsraum des Landes nach der Metropolregion Kantō um Tokio und das Herz Westjapans ist. Im Norden der Präfektur Ōsaka erheben sich die Hokusetsu-Berge und das Tanba-Hochland. Von Nordosten fließt der Yodogawa aus Kyōto durch die Ebene und die Stadt Ōsaka. Im Osten steigen die Ikoma-Berge auf, dort grenzt Ōsaka an Nara. Von dort kommt ein weiterer größerer Fluss, der Yamatogawa, und durchfließt den Süden der Ōsaka-Ebene, an seiner Mündung bildet er die Grenze zwischen den Städten Ōsaka und Sakai, der zweiten Großstadt der Präfektur. Im Südosten begrenzen die Kongō-Berge die Ōsaka-Ebene. Im Süden erhebt sich die Izumi-Kette, dort grenzt Ōsaka an Wakayama.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Präfektur Ōsaka entstand 1868 als Nachfolger der vormaligen Shōgunatsverwaltung für die Stadt Ōsaka (Ōsaka-machi-bugyō). Nach der Abschaffung der Han, der Lehen der Feudalzeit, 1871 umfasste sie grob das nördliche Drittel ihres heutigen Gebiets. 1881 annektierte die Präfektur Ōsaka die Präfektur Sakai, ihr Territorium dehnte sich auf das heutige Gebiet und zusätzlich die heutige Präfektur Nara aus, die erst 1887 endgültig von Ōsaka getrennt wurde.

Politik und Verwaltung[Bearbeiten]

Fraktionsstärken im Präfekturparlament
(Stand: 12. Mai 2014)[1]
       
Von 105 Sitzen entfallen auf:
Eine ursprünglich vorgeschlagene Gliederung der Städte Ōsaka, Sakai und weiterer umliegender kreisfreier Städte in 20 Sonderbezirke einer reformierten Präfektur Ōsaka.

An der Spitze der Präfekturverwaltung Ōsaka steht wie in allen Präfekturen der alle vier Jahre direkt gewählte Gouverneur. Gouverneur von Ōsaka ist seit einer vorgezogenen Neuwahl 2011 Ichirō Matsui, Generalsekretär des Ōsaka Ishin no Kai, das mit 57 Sitzen auch als stärkste Partei im 109-köpfigen (nach der nächsten Wahl, d.h voraussichtlich April 2015: 88)[2] Präfekturparlament aus den Regionalwahlen im April 2011 hervorging. Matsui wurde Nachfolger seines Parteivorsitzenden Tōru Hashimoto, der für seine (erfolgreiche) Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl in der Stadt Ōsaka zurückgetreten war und inzwischen mit der Nippon Ishin no Kai auch in der nationalen Politik aktiv ist.

Das Ōsaka Ishin no Kai will die Verwaltungsstruktur der Präfektur grundlegend neugestalten: Die Verwaltungen der bisherigen designierten Großstädte Ōsaka und Sakai sowie möglichst weitere umliegende Gemeinden sollten in der Präfekturverwaltung aufgehen, die als Ōsaka-to eine Präfektur wie Tokio würde, in der das Gebiet der aufgelösten Städte in „Sonderbezirke“ (tokubetsu-ku) gegliedert wird, die dann neben den anderen Gemeinden stehen. Nach mehreren politischen Rückschlägen ist der aktuelle Plan auf die Stadt Ōsaka beschränkt und langfristiger angelegt als ursprünglich angestrebt. Im Juli 2014 stellte die Ishin no Kai ihren konkreten Entwurf zur Teilung der Stadt in fünf „Sonderbezirke“ (Chūō, Higashi, Minami, Wangan, Kita) im Jahr 2017 vor. Da die Ishin no Kai aber inzwischen weitgehend ohne Verbündete ist und im gemeinsamen Vorbereitungsausschuss der Parlamente von Präfektur und Stadt Ōsaka keine eigene Mehrheit hat, ist die Umsetzung des Plans und schon die Vorbereitung der nötigen Volksabstimmung unsicher.

Im nationalen Parlament ist Ōsaka durch 19 direkt gewählte Abgeordnete im Unterhaus und derzeit sieben im Oberhaus vertreten. Die 19 Unterhauswahlkreise wählten 2012 zwölf Abgeordnete der Nippon Ishin no Kai und vier der Kōmeitō – die beiden Parteien hatten eine regionale Kooperationsvereinbarung –, die Liberaldemokraten konnten nur drei Wahlkreise gewinnen, die Demokraten keinen. Für das Oberhaus ist Ōsaka seit der Oberhauswahl 2013 Vier- statt wie bis dahin Dreimandatswahlkreis, wird also vorübergehend von sieben, ab 2016 von acht Abgeordneten vertreten. Nach den Wahlen von 2010 und 2013 sind das je zwei Mitglieder von LDP und Kōmeitō und je ein Vertreter von Ishin no Kai, KPJ und DPJ.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Kreisfreie Städte (, shi)[Bearbeiten]

Landkreise (, gun)[Bearbeiten]

Liste der Landkreise der Präfektur Ōsaka, sowie deren Städte (, chō) und Dörfer (, mura).

Verkehr[Bearbeiten]

Ōsaka-fu besitzt 3 große Flughäfen

Polizei[Bearbeiten]

Das Hauptquartier der Präfekturpolizei in der Stadt Ōsaka
Ein Streifenwagen der Fukei

Die Polizei der Präfektur Ōsaka (Ōsaka-fu keisatsu jap. 大阪府警察, kurz Ōsaka-fukei oder bei eindeutigem Kontext nur fukei) ist mit über 20.000 Polizisten ist die zweitgrößte Präfekturpolizei des Landes nach der Keishi-chō der Präfektur Tokio. Wie in allen Präfekturen operiert sie unter Aufsicht der Kommission für öffentliche Sicherheit; deren fünf Mitglieder werden vom Gouverneur mit Zustimmung des Parlaments für dreijährige Amtszeiten ernannt, drei Amtszeiten in Folge sind möglich. Für die regionale Koordination, Ausbildung und Ausstattung durch die nationale Polizeibehörde ist die Polizei von Ōsaka neben denen von Kyōto, Hyōgo, Shiga, Nara und Wakayama dem regionalen Polizeiamt Kinki (Kinki kanku keisatsu-kyoku) zugeordnet. Präfekturweit gibt es über 60 Polizeireviere und über 600 kōban und chūzaisho (ländliche Polizeihäuser).[3][4][5]

In heutiger Form entstand die Präfekturpolizei nach dem Polizeigesetz von 1954; davor in der Besatzungszeit hatte es seit der Abschaffung des Innenministeriums die präfekturweite Landpolizei sowie in den größeren Gemeinden der Präfektur eigenständige kommunale Polizeien gegeben, darunter insbesondere die Polizei der Stadt Ōsaka (damals wie in Tokio Ōsaka-shi keishi-chō).

Bildung[Bearbeiten]

Die Präfekturverwaltung trägt die Universität der Präfektur Ōsaka (Ōsaka Furitsu Daigaku), die in einigen Jahren – wie die Verwaltungen selbst – mit der Universität der Stadt Ōsaka (Ōsaka Shiritsu Daigaku) zu einer Hochschule vereinigt werden soll. Daneben gibt es in der Präfektur zentralstaatliche Hochschulen, darunter insbesondere die Universität Ōsaka, und zahlreiche private Hochschulen.

Der Bildungsausschuss der Präfektur Ōsaka (Ōsaka-fu kyōiku iinkai, 大阪府教育委員会) ist wie in allen Präfekturen für die Schulaufsicht und den Betrieb der präfekturbetriebenen (vor allem Ober-)Schulen zuständig. Zu den Aufgaben des Bildungsausschusses gehört auch der Schutz der in Ōsaka zahlreichen Kulturdenkmäler.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Präfekturparlament Ōsaka: Abgeordnete nach Fraktion (japanisch)
  2. 議員定数について
  3. Präfekturpolizei (japanisch, englisch, koreanisch, chinesisch)
  4. Präfekturkommission für öffentliche Sicherheit (japanisch)
  5. Amt der nationalen Polizeibehörde für den Bezirk Kinki (japanisch)
  6. Präfekturverwaltung Ōsaka: Bildungsausschuss (japanisch, englisch, chinesisch, koreanisch)

34.666388888889135.53305555556Koordinaten: 35° N, 136° O