Präfektur für die ökonomischen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls

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Die Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Apostolischen Stuhls (lat.: Praefectura Rerum Oeconomicarum Sanctae Sedis) ist ein Dikasterium, eine Behörde der Römischen Kurie und gehört zusammen mit der Apostolischen Kammer und der Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls zu den Päpstlichen Ämtern.

Die Präfektur für die ökonomischen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls ist zuständig für das Management, Koordination und Verwaltung aller Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten des Heiligen Stuhls. Neben der Prüfung der Vermögens- und Verwaltungshaushalte und der Jahresabschlüsse werden auch die Haushaltsbudgets geprüft. Die Kontrolle von Rechnungen, Belegen und Buchungsvorgängen ist ebenfalls Angelegenheit der Präfektur ebenso wie die Mitsprache auf Vorhaben einzelner Verwaltungen des Heiligen Stuhls. Sie erstellt die jährliche Bilanz für den Gesamthaushalt des Heiligen Stuhls. Bei Verstößen steht der Präfektur die Einleitung von Sachstandsfestellungen zu Vermögensschäden gegenüber dem Heiligen Stuhl zu sowie die Einleitung strafrechtlicher oder zivilrechtlicher Maßnahmen.

Die Leitung dieses Dikasteriums ist stets einem Kardinal vorbehalten. Zur Bewältigung seiner Aufgaben stehen ihm weitere Kardinäle sowie ein Sekretär und ein oberster Rechnungsführer zur Seite.

Seit dem 21. September 2011 ist Giuseppe Kardinal Versaldi Leiter der Präfektur; Sekretär ist seit 2011 Msgr. Lucio Ángel Vallejo Balda.

Benedikt XVI. ernannte 2008 den Ökonomen Thomas Hong-Soon Han zum ersten Generalrevisor für ökonomische Belange im Vatikan. Hong-Soon Hang soll mit dem neu geschaffenen Amt künftig ein Wirtschaften gemäß der kirchlichen Sozialdoktrin garantieren und unter anderem dafür sorgen, dass die Kirche in humane Ressourcen investiert.[1]

Präfekten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Vatikan: Benedikt XVI. ernennt päpstlichen Finanzvorstand“, Radio Vatikan, 22. November 2008