Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten

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Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten bestimmt, wer für eine vierjährige Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten und wer als Vizepräsident der Vereinigten Staaten dient. Sie ist eine indirekte Wahl, die zunächst ein Wahlmännerkollegium bestimmt, welches wiederum Präsident und Vizepräsident wählt.

Die Wahl findet seit 1788 in einem vierjährlichen Rhythmus statt. Seit 1845 ist der Wahltag auf den Dienstag nach dem ersten Montag im November festgelegt, was die Wahl immer auf ein Datum zwischen dem 2. und dem 8. November fallen lässt. Gleichzeitig wird auch ein Drittel des Senats und das Repräsentantenhaus gewählt. Häufig finden auch Wahlen auf Bundesstaaten-, Bezirks- und Kommunalebene sowie Volksabstimmungen und Bürgerbegehren auf den unteren Ebenen am gleichen Wahltermin statt, wofür in den meisten Fällen ein umfangreicher Wahlzettel verwendet wird.

Das Wahlergebnis wird Anfang Januar durch den Kongress nach dessen erstem Zusammentreten festgestellt. Die Amtszeit des Präsidenten beginnt mit dem Tag der Amtseinführung, der seit 1937 auf den dem Wahltermin folgenden 20. Januar fällt.

Die letzte Wahl fand am 6. November 2012 statt. Die nächste Wahl fällt auf den 8. November 2016.

Teilnahme[Bearbeiten]

Aktive Wahlberechtigung[Bearbeiten]

Aktiv wahlberechtigt ist jeder Staatsbürger der Vereinigten Staaten, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und seinen Wohnsitz in einem der 50 Bundesstaaten oder dem District of Columbia hat oder zu einem früheren Zeitpunkt hatte. Die Bewohner der Außengebiete (Guam, Puerto Rico etc.) haben kein aktives Wahlrecht. Außerdem wird vorausgesetzt, dass die Person zur Zeit der Wahl weder inhaftiert ist noch ihr aufgrund einer Verurteilung das Wahlrecht entzogen wurde. Amerikanische Staatsbürger, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und außerhalb der Vereinigten Staaten wohnen, sind ebenfalls aktiv wahlberechtigt, und zwar in dem Bundesstaat, in dem sie ihren letzten Wohnsitz in den Vereinigten Staaten hatten.

Nach Stand vom März 2012 haben die 50 Bundesstaaten der Vereinigten Staaten unterschiedliche Anforderungen an den Nachweis der Wahlberechtigung. Diese lassen sich grob in die folgenden vier Kategorien einteilen:[1]

Ausweisdokument mit Lichtbild: Georgia, Indiana, Kansas, Mississippi, Pennsylvania, (South Carolina), Tennessee, (Texas) und Wisconsin. Bis zu einem erwarteten Urteil des obersten Gerichtes sind in den in Klammern gesetzten Staaten Ausweisdokumente ohne Lichtbild zulässig.

Ausweisdokument mit Lichtbild oder Alternative: Alabama, Florida, Hawaii, Idaho, Louisiana, Michigan und South Dakota. Als Alternative gelten beispielsweise die Beantwortung von persönlichen Fragen, eine eidesstattliche Erklärung oder spezielle Wahlberechtigungskarten (siehe Bild).

Voter Identification Card der City of Troy, Oakland County im Bundesstaat Michigan

Ausweisdokument ohne Lichtbild: Alaska, Arizona, Arkansas, Colorado, Connecticut, Delaware, Kentucky, Missouri, Montana, North Dakota, Ohio, Oklahoma, Rhode Island, (South Carolina), (Texas), Utah, Virginia und Washington. Was als entsprechendes Ausweisdokument zulässig ist, ist in den einzelnen Bundesstaaten, teilweise den einzelnen Counties, unterschiedlich. In den in Klammern gesetzten Staaten ist diese Form des Nachweises bis zu einem erwarteten Urteil des obersten Gerichtes zulässig; gesetzlich sind dort Ausweisdokumente mit Lichtbild vorgesehen.

Kein Ausweisdokument: die verbleibenden 16 Bundesstaaten.

Jeder wahlberechtigte Staatsbürger darf in nur einem Bundesstaat wählen. Mangels Meldepflicht sowie eines zentralisierten Melderegisters obliegt es der Eigenverantwortung der Wähler sich bei nur einem Wahlort zu registrieren und bei Umzug aus der Wählerliste streichen zu lassen. Mehrfachwahl ist eine Straftat (Class C Felony) und wird mit einer bis zu fünfjährigen Haftstrafe und/oder 10.000 US-Dollar Geldstrafe geahndet. Da viele Bundesstaaten aber nach 42 U.S.C. § 15483[2] eine gemeinsame, de facto zentralisierte Wählerkartei führen, empfehlen diese Bundesstaaten ihren Bürgern sich zu jeder Wahl neu als Wähler zu registrieren, auch bei unveränderten Lebensverhältnissen; sie werden dann automatisch an gegebenenfalls existierenden vorherigen „Wahlanschriften“ abgemeldet. Durch das in den USA übliche Gerrymandering soll die ständige Neuregistrierung darüber hinaus sicherstellen, dass kein Wähler bei einer Wahl „vergessen“ wird.

Viele Bundesstaaten binden die Wahlberechtigung an die Angabe der Social Security Number, obwohl diese Nummer eigentlich nicht als Karteischlüssel verwendet werden darf. Diese Bindung ist häufig in der Verfassung des Bundesstaates verankert, beispielsweise in Hawaii[3].

Passive Wahlberechtigung[Bearbeiten]

Wählbar ist jeder gebürtige US-Amerikaner, der mindestens 35 Jahre alt ist und 14 Jahre am Stück seinen Wohnsitz in den USA hat.

Die Verfassung von 1787 sieht vor, dass nur diejenigen Personen zum Präsident wählbar sind, die „Natural born citizens“ der Vereinigten Staaten sind bzw. zum Zeitpunkt der Verabschiedung der Verfassung schon Bürger waren. Die genaue Auslegung der Wortwahl „natural born“ wurde immer wieder diskutiert und ist nicht schlussendlich geklärt, da dies nie durch einen Verfassungszusatz oder einen Richterspruch des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten präzisiert wurde. Nach heutigem Verständnis wird oft als Kriterium genannt, dass jeder, der durch Geburt, also durch Abstammung von einem US-Bürger oder durch einen Geburtsort im Hoheitsgebiet der Vereinigten Staaten, US-Bürger wird, als „Natural born citizen“ betrachtet wird.

Weiterhin schränken zwei Verfassungszusätze das passive Wahlrecht ein.

Der 14. Zusatzartikel, der 1868 ratifiziert wurde, schließt ehemalige Offiziere, Beamte oder gewählte Amtsinhaber von öffentlichen Ämtern aus, wenn sie an einer Rebellion gegen die Vereinigten Staaten beteiligt waren oder ihre Feinde unterstützt hatten. Der Kongress hat das Recht, mit einer Zweidrittelmehrheit solche Bewerber trotzdem zuzulassen. 1898 wurden pauschal alle Personen wieder zugelassen, die bis dahin von der Ausschlussregel des 14. Zusatzartikels betroffen waren.[4]

Der 22. Zusatzartikel schreibt seit 1951 vor, dass niemand mehr als zweimal zum Präsidenten gewählt werden darf, unabhängig davon, ob die Amtszeiten aufeinander folgen oder nicht. Ein Vizepräsident, der durch ein vorzeitiges Ausscheiden des Präsidenten in dieses Amt vorrückt, darf sich nur dann zweimal zur Wahl stellen, wenn von der Amtszeit des ursprünglichen Amtsträgers nicht mehr als zwei Jahre übrig sind.

Harry S. Truman war von dieser Regelung als zum Zeitpunkt des Inkrafttretens amtierender Präsident ausgenommen. Er unternahm einen Versuch, eine dritte Amtszeit zu erlangen, zog sich aber schon früh aus dem Wahlkampf zurück. Lyndon B. Johnson (1963–69) hätte im Jahr 1968 noch einmal kandidieren können, da er das Amt von John F. Kennedy nach dessen Ermordung übernahm und nur ein Jahr und drei Monate (22. November 1963–20. Januar 1965) dieser Amtszeit verblieben. Bei einer erfolgreichen Kandidatur Johnsons hätte es eine Amtszeit von 9 Jahren und drei Monaten geben können. Johnson verzichtete aber auf eine Kandidatur.

Ablauf[Bearbeiten]

Vorderseite des Stimmzettels bei der Präsidentschaftswahl 2012 in Troy (Michigan) (Precinct 19)
Rückseite des Stimmzettels bei der Präsidentschaftswahl 2012 in Troy (Michigan) (Precinct 19)

Rechtlich wird der Ablauf der Präsidentschaftswahl durch den zweiten Artikel und den 12., 22. und 23. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten geregelt. Dabei läuft die Wahl in drei Phasen ab:

Wahl des Electoral College[Bearbeiten]

Am offiziellen Wahltag geben die wahlberechtigten Bürger ihre Stimmen ab. Dabei wählen sie nicht direkt Kandidaten für die beiden Ämter, sondern geben ihre Stimme für die Mitglieder des Electoral College ab, welches aus 538 Mitgliedern („Wahlmänner“ genannt) besteht. Jedem Bundesstaat steht eine Anzahl von Wahlmännern zu, die der Anzahl von Abgeordneten, die er im Repräsentantenhaus (variabel je nach Bevölkerungsgröße, mindestens einer) und im Senat (Zwei Senatoren pro Staat) hat, entspricht. Dadurch erhält jeder Bundesstaat mindestens drei Wahlmänner. Da das Repräsentantenhaus immer 435 Abgeordnete hat und der Senat derzeit 100 Senatoren, ergibt dies 535 Wahlmänner aus den Staaten. Zusätzlich erhält auch die Bundeshauptstadt Washington D.C., die sonst bei Wahlen auf Bundesebene nicht berücksichtigt wird, Wahlmänner. Dies wird gemäß dem 23. Verfassungszusatz festgelegt, laut dem der Bundesdistrikt soviele Wahlmänner erhält, wie er erhielte, wenn er ein Bundesstaat wäre, jedoch keinesfalls mehr als der bevölkerungsärmste Bundesstaat. Dies legt die Wahlmännerzahl auf drei fest. Allerdings hat die Hauptstadt ungefähr so viele Einwohner wie die bevölkerungsärmsten Bundesstaaten, so dass sie auch ohne diese Deckelung nicht mehr Wahlmänner stellen würde.

In den meisten Bundesstaaten und dem District of Columbia herrscht das „winner-takes-all“-Prinzip. Danach werden die Wahlmänner eines Bundesstaats von der Partei gestellt, deren Kandidat die relative Mehrheit der Stimmen am Wahltag erhält. Die Mehrheit liegt derzeit bei 270 Stimmen. Es besteht also ein Mehrheitswahlrecht, welches unter bestimmten Stimmkonstellationen dazu führen kann, dass der Kandidat mit der über die Staatsgrenzen hinweg landesweit höchsten Anzahl an Wählerstimmen einem Kandidaten unterliegen kann, der im landesweiten Vergleich weniger Wählerstimmen erzielt hat – so geschehen bei den Präsidentschaftswahlen der Jahre 1876, 1888 und 2000.

Die einzigen Ausnahmen zum genannten Prinzip sind die Bundesstaaten Maine und Nebraska, die ein anderes Verfahren verwenden. Sie vergeben zwei Wahlmännerstimmen an den Kandidaten, der die relative Mehrheit im ganzen Staat erhielt. Die anderen Wahlmänner werden wie bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus vergeben, d.h. der Staat ist in Wahlkreise aufgeteilt, von denen jeder einen Wahlmann bestimmt, der mit relativer Mehrheit gewählt wird.

Da das politische System der Vereinigten Staaten mit seinem Mehrheitswahlrecht das bestehende Zweiparteiensystem begünstigt, gelten Kandidaten, die nicht für eine der beiden großen Parteien antreten, als wenig aussichtsreich. Allerdings gelang es solchen Kandidaten wiederholt, einen erheblichen Teil der Stimmen zu gewinnen. Zuletzt war dies bei Ross Perot der Fall, der bei der Wahl 1992 18,9 % der Stimmen erhielt, aber keine Wahlmännerstimmen. Der Gewinn einer nennenswerten Anzahl Wahlmännerstimmen ist erheblich seltener. Dies kam zuletzt im Jahr 1968 vor, als George Wallace 8,4 % der Wahlmännerstimmen erhielt. Außerdem gelten diese Kandidaten oft als „Spoiler“, d. h. sie ziehen unter Umständen ausschlaggebende Stimmen auf sich, die sonst für den einen oder anderen Hauptkandidaten abgegeben worden wären.

Zusammenkunft des Electoral College[Bearbeiten]

Die Wahlmänner treffen sich 41 Tage nach der Wahl in der jeweiligen Hauptstadt ihres Bundesstaats (oder in Washington D.C. für den Bundesdistrikt). Zu diesem Zeitpunkt stimmen sie getrennt über den zukünftigen Präsidenten und Vizepräsidenten ab. Die Stimmzettel dieser Wahl werden versiegelt und dem amtierenden Vizepräsidenten in seiner Funktion als Präsident des Senats übergeben.

Nach dem 12. Verfassungszusatz, der seit 1804 zur Anwendung kommt, darf ein Wahlmann nur in einer der beiden Wahlen (Präsident und Vizepräsident) für einen Kandidaten aus seinem eigenen Staat stimmen. Es ist daher für eine Partei nicht sinnvoll, zwei Kandidaten aus einem Staat zu nominieren, da sie sonst bei einer der beiden Wahlen Stimmen verlieren würde. Bei einer knappen Wahl könnte die absolute Mehrheit verfehlt und somit die Wahl an den Kongress delegiert werden, der bei anderen politischen Mehrheiten einen Kandidaten der gegnerischen Partei wählen könnte. Es ist seit 1804 nicht vorgekommen, dass zwei Kandidaten derselben Partei aus demselben Staat für beide Wahlen angetreten sind. In der heutigen Praxis wird eine solche Konstellation schon dadurch verhindert, dass die Parteien zunächst einen Präsidentschaftskandidaten wählen, der dann einen Vizepräsidentschaftskandidaten für sein Wahlticket nominiert. Strategische Erwägungen können hierbei eine Rolle spielen, so dass kein Kandidat aufgestellt werden wird, der schon rein verfassungsrechtlich verminderte Wahlchancen hat.

Auszählung der Stimmen[Bearbeiten]

Am ersten Sitzungstag des Kongresses, der gemäß 20. Verfassungszusatz am 3. Januar nach dem Wahltag zur Mittagsstunde zusammentritt, werden die Stimmen in einer gemeinsamen Sitzung von Repräsentantenhaus und Senat ausgezählt. Der Vizepräsident, der in seiner Eigenschaft als Präsident des Senates die Sitzung leitet, öffnet die versiegelten Stimmen der Wahlmänner und zählt sie öffentlich aus.

Ein Kandidat gilt als gewählt, wenn er die absolute Mehrheit der ernannten Wahlmänner erreicht hat.

Ist dies bei keinem Kandidaten der Fall, wählt das Repräsentantenhaus den Präsidenten unter den drei Kandidaten, die im Wahlmännerkollegium die meisten Stimmen erzielt haben. Das District of Columbia hat hier also kein Wahlrecht mehr, da es im Repräsentantenhaus nicht vertreten ist. Die Wahlprozedur ist, dass jeder Staat eine Stimme hat. Die Repräsentanten jedes Staates wählen zunächst einen Kandidaten und geben dieses Votum dann als Stimme für den Staat ab. Die Wahl ist nur gültig, wenn zwei Drittel der Staaten teilnehmen. Ist bis zum 20. Januar kein Präsident gewählt, so wird gemäß dem 20. Verfassungszusatz der gewählte Vizepräsident als geschäftsführender Präsident eingesetzt, bis die ordnungsgemäße Wahl eines Präsidenten gelingt. Steht auch kein Vizepräsident zur Verfügung, so kann der Kongress per Gesetz einen geschäftsführenden Präsidenten einsetzen.

Das Prozedere zur Wahl des Vizepräsidenten ist ähnlich. Auch er muss eine absolute Mehrheit unter den ernannten Wahlmännern erreichen. Erreicht er diese nicht, so wählt der Senat den Vizepräsidenten, wobei eine absolute Mehrheit unter den Senatoren erreicht werden muss und mindestens zwei Drittel der Senatoren an der Abstimmung teilnehmen müssen.

In der politischen Realität der Vereinigten Staaten steht der Gewinner der Präsidentschaftswahl gewöhnlich bereits nach dem ursprünglichen Wahltag fest, da die Wahlmänner einer bestimmten Partei oder eines bestimmten Kandidaten gewählt wurden. Nur wenige Wahlmänner ändern ihre Position zwischen den Wahlgängen und solche Veränderungen haben noch nie das Wahlergebnis beeinflusst. Zudem haben zahlreiche Staaten Gesetze, die entgegen ihrem Auftrag stimmende Wahlmänner, sogenannte „faithless electors“, bestrafen.

Das aktuelle Verfahren kommt im Wesentlichen seit der Verabschiedung des 12. Verfassungszusatzes im Jahr 1804 zum Einsatz. Zuvor wurde gemäß dem Artikel 2 in der Verfassung gewählt, der vorsah, dass der zweitplatzierte Kandidat im Wahlmännerkollegium als Vizepräsident gewählt wird. 1933 wurden im 20. Verfassungszusatz neue Termine für den Beginn der Sitzungsperiode des Kongresses und für die Vereidigung des Präsidenten festgelegt sowie eine detaillierte Nachfolgeregelung für den Fall, dass ein Präsident nicht ordnungsgemäß gewählt werden kann.

Wahltag[Bearbeiten]

Zunächst fand die Wahl über einen längeren Zeitraum im Herbst des Wahljahres (ca. Ende Oktober bis Anfang Dezember) statt. Seit 1845, als der Kongress der USA für das gesamte Gebiet der damals 28 Staaten einen einheitlichen Termin festlegte, wird immer am Dienstag nach dem ersten Montag im November des jeweiligen Wahljahres gewählt. Frühestmöglicher Termin ist damit der 2. November und der späteste der 8. November. Der Monat November wurde für die Wahl ausgesucht, um den Bauern entgegenzukommen: die Ernte war bereits eingeholt worden und das milde Klima begünstigte längere Reisen zu den Wahllokalen. Um den traditionellen Kirchenbesuch nicht zu stören, fiel der Sonntag als Wahltermin aus. Auch der Montag wurde wegen der teilweise großen Entfernungen ausgeschlossen, um eine Anreise zu ermöglichen. Am Samstag war an vielen Orten Markttag, wofür der Freitag als Vorbereitungstag genutzt wurde. Auch der Donnerstag kam nicht infrage, da an diesem Tag die damals von den US-Amerikanern ungeliebten Briten ihr Parlament wählten. Somit blieben nur der Dienstag oder der Mittwoch.[5]

Die Wahlen müssen laut Verfassung am selben Tag stattfinden. Eine landesweite zeitliche Abstimmung der Öffnungszeiten der Wahllokale gibt es jedoch nicht, so dass dies auf Staatsebene oder lokal geregelt ist. So öffnen die Orte Dixville Notch und Hart’s Location im Bundesstaat New Hampshire traditionell schon um Mitternacht am Wahltag ihre Wahllokale, seit dies eine Änderung der Bestimmungen im Jahr 1960 erlaubt hat.[6] Da sich die Vereinigten Staaten über mehrere Zeitzonen erstrecken, schließen die Wahllokale in den westlichen Bundesstaaten erst Stunden nach denen an der Ostküste. Zum Zeitpunkt der Schließung der letzten Wahllokale im Westen steht der Sieger oft schon fest, da dort die meisten Staaten fest in der Hand einer Partei sind und daher nicht als entscheidend für die Wahl gelten.

Regeln zu Personaldokumenten[Bearbeiten]

  • Staatsbürgerschaftsnachweis
  • Staatlich ausgestellter Identititätsnachweis (ID) mit Photo
  • Identititätsnachweis (ID) mit Photo
  • Identititätsnachweis ohne Photo
  • Kein Identititätsnachweis nötig
  • Oregon und Washington erlauben die Briefwahl

Vorauswahl und Briefwahl[Bearbeiten]

Möglichkeiten der Vorauswahl
  • Persönlich und auf dem Postweg
  • Nur persönlich
  • Nur auf dem Postweg
  • Keine vorzeitige Stimmabgabe möglich

Die Teilnahme per Vorauswahl, d.h. durch persönliche Stimmabgabe schon vor dem Wahltag, ist derzeit (Stand: 2012) in 40 Staaten und im District of Columbia möglich. Die genauen Regelungen und Fristen unterscheiden sich von Staat zu Staat. In einigen Staaten, z.B. in Kentucky, ist hierzu die Angabe eines hinreichenden Grundes erforderlich. In manchen Staaten kann schon über einen Monat im Voraus gewählt werden, in anderen nur weniger als zwei Wochen vor der Wahl.[7] Einen besonderen Fall stellt Oregon dar. Dort gibt es keine persönliche Vorauswahl, da die gesamte Wahl per Briefwahl durchgeführt wird.[8]

Briefwahl ist generell möglich, auch wenn die Fristen, Registrierungsprozeduren usw. von Staat zu Staat unterschiedlich sind. Soldaten, die im Ausland stationiert sind, und US-Amerikaner, die im Ausland leben, können hierüber auch an der Wahl teilnehmen. Einige Staaten wie Alabama verlangen die Angabe von hinreichenden Gründen.[9]

Wahltrends[Bearbeiten]

Das Zweiparteiensystem aus Demokratischer Partei und Republikanischer Partei dominiert auch die Präsidentschaftswahlen in den USA. Der letzte Kandidat einer anderen Partei, der die Präsidentschaftswahl gewinnen konnte, war Zachary Taylor von der Whig Party bei der Wahl 1848. Jedoch war zu jenem Zeitpunkt die Republikanische Partei noch nicht gegründet, so dass die Whig-Partei eine der beiden großen Parteien war. Auch davor gab es nie mehr als zwei Parteien, die eine erhebliche Anzahl Wahlmännerstimmen erreichen konnten.

Kandidaten anderer Parteien gelten allgemein als chancenlos. Jedoch kann es passieren, dass diese Stimmen erhalten, die andernfalls mit großer Wahrscheinlichkeit an einen Kandidaten der großen Parteien gegangen wären. Auf diese Art können die Kandidaten großen Parteien Unterstützung verlieren, wenn ein politisch nahestehender Konkurrent zur Wahl antritt. Solche Konstellationen gaben es bei den Wahlen 1968, 1992 und 2000. Ob die Wahlen dadurch entschieden wurden, ist jedoch umstritten.

Seit 1932 schickt zumindest eine der großen Parteien in der Regel einen amtierenden Präsidenten oder Vizepräsidenten ins Rennen. Seither war dies nur noch bei den Wahlen 1952 und 2008 nicht der Fall. 1952 gab der amtierende Präsident Harry S. Truman seine Bestrebung für eine für ihn verfassungsrechtlich noch mögliche dritte Amtszeit auf, und auch sein Vizepräsident Alben W. Barkley verzichtete, u.a. wegen seines fortgeschrittenen Alters. 2008 war George W. Bush nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidaturberechtigt, und Vizepräsident Dick Cheney verzichtete auf eine Kandidatur. Vor 1932 gab es zahlreiche Wahlen, bei denen sich weder der Präsident noch der Vizepräsident um das Amt bewarben.

Neben amtierenden Präsidenten und Vizepräsidenten kamen die meisten Kandidaten der zwei großen Parteien entweder aus dem Gouverneursamt eines Bundesstaats oder aus dem Senat. Amtierende Senatoren waren allerdings selten erfolgreich. Lediglich Warren G. Harding (Wahl 1920), John F. Kennedy (Wahl 1960) und Barack Obama gelang es (Wahl 2008) als amtierende Senatoren zum Präsidenten gewählt zu werden. Beim Repräsentantenhaus ist dies noch stärker ausgeprägt: zwar waren zahlreiche Präsidenten zuvor auch Mitglieder des Repräsentantenhauses gewesen, aber nur James A. Garfield (Wahl 1880) wechselte direkt von diesem Amt ins Weiße Haus. Der letzte Kandidat, der zuvor kein politisches Amt innegehabt hatte, war Dwight D. Eisenhower, der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa während des Zweiten Weltkriegs war. Er gewann die republikanische Kandidatur und schließlich die Wahl 1952.

Die letzten Wahlen haben Gouverneure bevorteilt. Von den letzten fünf Präsidenten vor dem jetzigen Amtsinhaber Barack Obama (Jimmy Carter, Ronald Reagan, George Bush, Bill Clinton und George W. Bush) war nur George Bush nie Gouverneur. Geographisch kamen diese fünf Präsidenten entweder aus sehr großen Bundesstaaten (Kalifornien, Texas) oder aus Staaten südlich der Mason-Dixon-Linie und östlich von Texas (Georgia, Arkansas). Der letzte Präsident vor Obama aus einem Nordstaat und amtierender Senator war John F. Kennedy aus Massachusetts 1960.

Wahlergebnisse[Bearbeiten]

Hauptartikel: Details der Wahlergebnisse
Wahljahr Gewinner Andere bedeutende Kandidaten[10]
1789 George Washington (parteilos) John Adams (parteilos)
John Jay (parteilos)
Robert H. Harrison (parteilos)
John Rutledge (parteilos)
1792 George Washington (parteilos) John Adams (Föderalist)
George Clinton (Demokratisch-Republikanische Partei)
1796 John Adams (Föderalist) Thomas Jefferson (Demokratisch-Republikanische Partei)
Thomas Pinckney (Föderalist)
Aaron Burr (Demokratisch-Republikanische Partei)
Samuel Adams (Demokratisch-Republikanische Partei)
Oliver Ellsworth (Föderalist)
George Clinton (Demokratisch-Republikanische Partei)
1800 Thomas Jefferson (Demokratisch-Republikanische Partei) Aaron Burr (Demokratisch-Republikanische Partei)
John Adams (Föderalist)
Charles Cotesworth Pinckney (Föderalist)
1804 Thomas Jefferson (Demokratisch-Republikanische Partei) Charles Cotesworth Pinckney (Föderalist)
1808 James Madison (Demokratisch-Republikanische Partei) Charles Cotesworth Pinckney (Föderalist)
1812 James Madison (Demokratisch-Republikanische Partei) DeWitt Clinton (Föderalist/Friedenspartei)
1816 James Monroe (Demokratisch-Republikanische Partei) Rufus King (Föderalist)
1820 James Monroe (Demokratisch-Republikanische Partei) (kein Gegenkandidat)
1824 John Quincy Adams (Demokratisch-Republikanische Partei) Andrew Jackson2 (Demokratisch-Republikanische Partei)
William H. Crawford (Demokratisch-Republikanische Partei)
Henry Clay (Demokratisch-Republikanische Partei)
1828 Andrew Jackson (Demokratische Partei) John Quincy Adams (Nationalrepublikanische Partei)
1832 Andrew Jackson (Demokratische Partei) Henry Clay (Nationalrepublikanische Partei)
William Wirt (Anti-Masonic Party)
John Floyd (Nullifiers)
1836 Martin Van Buren (Demokratische Partei) William Henry Harrison (Whig)
Hugh Lawson White (Whig)
Daniel Webster (Whig)
Willie P. Mangum (Whig mit Stimmen von Nullifiers)
1840 William Henry Harrison (Whig) Martin Van Buren (Demokratische Partei)
1844 James K. Polk1 (Demokratische Partei) Henry Clay (Whig)
James G. Birney (Liberty Party)
1848 Zachary Taylor (Whig) Lewis Cass (Demokratische Partei)
Martin Van Buren (Free Soil Party)
1852 Franklin Pierce (Demokratische Partei) Winfield Scott (Whig)
John P. Hale (Free Soil Party)
1856 James Buchanan1 (Demokratische Partei) John C. Frémont (Republikanische Partei)
Millard Fillmore (American Party/Whig)
1860 Abraham Lincoln1 (Republikanische Partei) Stephen A. Douglas (Nördliche Demokratische Partei)
John C. Breckinridge (Südliche Demokratische Partei)
John Bell (Constitutional Union Party)
1864 Abraham Lincoln (Republikanische Partei) George B. McClellan (Demokratische Partei)
1868 Ulysses S. Grant (Republikanische Partei) Horatio Seymour (Demokratische Partei)
1872 Ulysses S. Grant (Republikanische Partei) Horace Greeley (Demokratische Partei/Liberalrepublikaner)
1876 Rutherford B. Hayes (Republikanische Partei) Samuel J. Tilden3 (Demokratische Partei)
1880 James A. Garfield1 (Republikanische Partei) Winfield Scott Hancock (Demokratische Partei)
James B. Weaver (Greenback Party)
1884 Grover Cleveland1 (Demokratische Partei) James G. Blaine (Republikanische Partei)
Benjamin Franklin Butler (Greenback Party/Anti-Monopolist)
John St. John (Prohibition Party)
1888 Benjamin Harrison (Republikanische Partei) Grover Cleveland2 (Demokratische Partei)
Clinton B. Fisk (Prohibition Party)
Alson Streeter (Union Labor Party)
1892 Grover Cleveland1 (Demokratische Partei) Benjamin Harrison (Republikanische Partei)
James B. Weaver (Populist Party)
John Bidwell (Prohibition Party)
1896 William McKinley (Republikanische Partei) William Jennings Bryan (Demokratische Partei/Populist Party)
1900 William McKinley (Republikanische Partei) William Jennings Bryan (Demokratische Partei)
John G. Woolley (Prohibition Party)
1904 Theodore Roosevelt (Republikanische Partei) Alton B. Parker (Demokratische Partei)
Eugene V. Debs (Sozialistische Partei)
Silas C. Swallow (Prohibition Party)
1908 William Howard Taft (Republikanische Partei) William Jennings Bryan (Demokratische Partei)
Eugene V. Debs (Sozialistische Partei)
Eugene W. Chafin (Prohibition Party)
1912 Woodrow Wilson1 (Demokratische Partei) Theodore Roosevelt (Progressive Party)
William Howard Taft (Republikanische Partei)
Eugene V. Debs (Sozialistische Partei)
Eugene W. Chafin (Prohibition Party)
1916 Woodrow Wilson1 (Demokratische Partei) Charles Evans Hughes (Republikanische Partei)
Allan Louis Benson (Sozialistische Partei)
Frank Hanly (Prohibition Party)
1920 Warren G. Harding (Republikanische Partei) James M. Cox (Demokratische Partei)
Eugene V. Debs (Sozialistische Partei)
Parley P. Christensen (Farmer-Labor Party)
1924 Calvin Coolidge (Republikanische Partei) John W. Davis (Demokratische Partei)
Robert M. La Follette (Progressive Party/Sozialistische Partei)
1928 Herbert Hoover (Republikanische Partei) Al Smith (Demokratische Partei)
1932 Franklin D. Roosevelt (Demokratische Partei) Herbert Hoover (Republikanische Partei)
Norman Thomas (Sozialistische Partei)
1936 Franklin D. Roosevelt (Demokratische Partei) Alf Landon (Republikanische Partei)
William Lemke (Union Party)
1940 Franklin D. Roosevelt (Demokratische Partei) Wendell Willkie (Republikanische Partei)
1944 Franklin D. Roosevelt (Demokratische Partei) Thomas E. Dewey (Republikanische Partei)
1948 Harry S. Truman1 (Demokratische Partei) Thomas E. Dewey (Republikanische Partei)
Strom Thurmond (Dixiecrats)
Henry A. Wallace (Progressive Party)
1952 Dwight D. Eisenhower (Republikanische Partei) Adlai Ewing Stevenson II. (Demokratische Partei)
1956 Dwight D. Eisenhower (Republikanische Partei) Adlai Ewing Stevenson II. (Demokratische Partei)
1960 John F. Kennedy1 (Demokratische Partei) Richard Nixon (Republikanische Partei)
1964 Lyndon B. Johnson (Demokratische Partei) Barry Goldwater (Republikanische Partei)
1968 Richard Nixon1 (Republikanische Partei) Hubert H. Humphrey (Demokratische Partei)
George Wallace (American Independent Party)
1972 Richard Nixon (Republikanische Partei) George McGovern (Demokratische Partei)
John G. Schmitz (American Independent Party)
1976 Jimmy Carter (Demokratische Partei) Gerald Ford (Republikanische Partei)
1980 Ronald Reagan (Republikanische Partei) Jimmy Carter (Demokratische Partei)
John B. Anderson (Unabhängig)
Ed Clark (Libertarian Party)
1984 Ronald Reagan (Republikanische Partei) Walter Mondale (Demokratische Partei)
1988 George Bush (Republikanische Partei) Michael Dukakis (Demokratische Partei)
1992 Bill Clinton1 (Demokratische Partei) George Bush (Republikanische Partei)
Ross Perot (Unabhängig)
1996 Bill Clinton1 (Demokratische Partei) Bob Dole (Republikanische Partei)
Ross Perot (Reform Party)
2000 George W. Bush (Republikanische Partei) Al Gore2 (Demokratische Partei)
Ralph Nader (Green Party)
2004 George W. Bush (Republikanische Partei) John Kerry (Demokratische Partei)
2008 Barack Obama (Demokratische Partei) John McCain (Republikanische Partei)
2012 Barack Obama (Demokratische Partei) Mitt Romney (Republikanische Partei)
1 Gewinner erreichte weniger als 50 % aller Stimmen am Wahltag, jedoch eine relative Mehrheit der Stimmen (bei 13 von 57 Wahlen, zuletzt 1992 und 1996).
2 Verlierer erreichte eine relative Mehrheit aller Stimmen am Wahltag (bisher dreimal: 1824, 1888 und 2000).
3 Verlierer erreichte eine absolute Mehrheit aller Stimmen am Wahltag (bisher nur einmal: 1876).

Bemerkungen

  • John Tyler, Millard Fillmore, Andrew Johnson und Chester A. Arthur dienten als Präsident, ohne die Präsidentschaftswahl als Hauptkandidat gewonnen zu haben. Sie wurden nur zum Vizepräsidenten gewählt, rückten aber aufgrund des Todes ihres Vorgängers ins Amt auf und nach Beendigung der jeweiligen Amtszeit auch nicht für eine volle Amtsperiode von ihren jeweiligen Parteien nominiert. Theodore Roosevelt, Calvin Coolidge, Harry S. Truman und Lyndon B. Johnson rückten ebenfalls zum Präsidenten auf, wurden aber nach Ablauf der Amtszeit, die sie zu beenden hatten, selbst ins Präsidentenamt gewählt.
  • Gerald Ford war weder als Präsident noch als Vizepräsident gewählt. 1976 war er Kandidat seiner Partei, verlor die Wahl jedoch knapp.
  • Millard Fillmore war ein bedeutender Kandidat, aber nicht als amtierender Präsident, sondern vier Jahre nach Beendigung seiner Amtszeit.

Siehe auch:

Wahlbeteiligung[Bearbeiten]

Die Wahlbeteiligung hat sich in den letzten Jahren verringert, obwohl sie sich während der Wahl 2004 etwas von den Wahlen 1996 und 2000 erholte. Während sich die Wahlbeteiligung verkleinerte, vergrößerte sich die Zahl aller registrierten Wähler 2000 auf 75 % der wahlberechtigten Bevölkerung.

Wahljahr Wahlberechtigte Bevölkerung ¹ Wahlbeteiligung Wahlbeteiligung (%)
2008 231.229.580 131.259.500 56,80 %
2004 215.694.000 122.295.345 56,70 %
2000 205.815.000 105.586.274 51,30 %
1996 196.511.000 96.456.345 49,08 %
1992 189.529.000 104.405.155 55,09 %
1988 182.778.000 91.594.693 50,11 %
1984 174.466.000 92.652.680 53,11 %
1980 164.597.000 86.515.221 52,56 %
1976 152.309.190 81.555.789 53,55 %
1972 140.776.000 77.718.554 55,21 %
1968 120.328.186 73.211.875 60,84 %
1964 114.090.000 70.644.592 61,92 %
1960 109.159.000 68.838.204 63,06 %

Quellen: Federal Election Commission (Englisch), Office of the Clerk (Englisch), U.S. Census Bureau (Englisch), Dr. Michael P. McDonald, George Mason University (Englisch)

¹ Es ist zu beachten, dass „Wahlberechtigtes Volk“ hier alle Einwohner über 18 Jahre, wie sie vom United States Census Bureau berichtet werden, enthält und dadurch auch eine große Anzahl von Personen erfasst, die aufgrund geltenden Rechts nicht wahlberechtigt sind (z. B. Einwanderer ohne amerikanische Staatsbürgerschaft und Kriminelle, denen das Wahlrecht aberkannt wurde). Die tatsächliche Anzahl aller wahlberechtigten Personen ist also etwas geringer und die Anzahl aller registrierten Personen ist noch viel geringer. Die Anzahl der Einwohner ohne amerikanische Staatsbürgerschaft betrug 1994 etwa 13 Millionen und die Anzahl der Kriminellen ungefähr 1,3 Millionen. Daher kann angenommen werden, dass ungefähr sieben bis zehn Prozent der Bevölkerung im Wahlalter nicht wahlberechtigt sind.

Wahlspenden[Bearbeiten]

Jeder amerikanische Bürger darf jedem Kandidaten maximal 4600 US-Dollar während eines Präsidentschaftswahlkampfes spenden, jeweils 2300 US-Dollar im Vorwahlkampf und im Hauptwahlkampf.[11]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Arthur M. Schlesinger et al. (Hg.): History of American Presidential Elections, 1789-1968. 4 Bände. Chelsea House, New York 1971.
  • Theodore H. White: America in Search of Itself: The Making of the President 1956-1980. Harper & Row, New York 1982.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.ncsl.org/legislatures-elections/elections-campaigns/voter-id-state-requirements.aspx abgerufen am 27. Juni 2012
  2. http://www.law.cornell.edu/uscode/text/42/15483 abgerufen am 10. Dezember 2013
  3. http://www.capitol.hawaii.gov/hrscurrent/Vol01_Ch0001-0042F/HRS0011/HRS_0011-0015.htm abgerufen am 10. Dezember 2013
  4. caselaw.lp.findlaw.com zum 14. Verfassungszusatz, abgerufen 2. Juli 2012
  5. Nürnberger Nachrichten, 3. November 2008
  6. SPIEGEL Online, „Obama und McCain kämpfen bis zur letzten Minute“, 4. November 2008
  7. http://www.longdistancevoter.org/early_voting_rules#.UIsAv6pFvFM
  8. http://www.oregonvotes.org/
  9. Alabama Absentee Ballot Guide
  10. Als „bedeutender Kandidat“ wird hier jeder Kandidat gezählt, der mindestens 1 % der Stimmen am Wahltag für Wahlen seit einschließlich 1824 oder der mindestens fünf Wahlmännerstimmen für Wahlen bis einschließlich 1820 erhielt. (Diese Spalte ist womöglich nicht vollständig.)
  11. Deutschlandradio, 4. Februar 2008 und stern.de, 31. Januar 2008