Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1964
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Die 45. Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika fand am 3. November 1964, ein Jahr nach dem Attentat auf John F. Kennedy, statt. Es war eine der einseitigsten Wahlen in der Geschichte der USA. Präsident Lyndon B. Johnson, der weniger als ein Jahr als Nachfolger des erschossenen John F. Kennedy im Amt war, konnte sich erfolgreich die Popularität Kennedys zunutze machen. Er schaffte es auch, seinen Konkurrenten, den erzkonservativen Senator Barry Goldwater aus Arizona, als einen Extremisten darzustellen, der die Nation in einen Atomkrieg führen könnte. Aufgrund dieser beiden Faktoren gewann Johnson die Wahl überaus souverän. Trotzdem stellt diese Wahl die Abkehr des Südens von der Demokratischen Partei dar. Während das ganze Land demokratisch stimmte, gewannen hier die Republikaner.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Kandidaten
[Bearbeiten] Demokraten
Die Demokratische Partei nominierte den Amtsinhaber Lyndon B. Johnson und für das Amt des Vizepräsidenten Hubert H. Humphrey.
[Bearbeiten] Republikaner
Für die Republikanische Partei traten der Senator Barry Goldwater als Kandidat für das Amt des Präsidenten und William E. Miller als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten an. Goldwater war auch innerparteilich umstritten und verdankte seine Kanditatur nicht zuletzt dem Nichtantreten von Richard Nixon (der nach Niederlagen bei der Präsidentschaftswahl 1960 und der kalifornischen Gouverneurswahl 1962 diesmal nicht zur Verfügung stand) und dem schlagzeilenträchtigen Privatleben seines schärfsten innerparteilichen Rivalen, des liberalen Gouverneurs von New York, Nelson Rockefeller. Goldwater minimierte seine Chancen schon auf dem von schweren Flügelkämpfen geprägten republikanischen Parteitag, wo er eine scharfe und polarisierende Nominierungsrede hielt, die in dem Satz gipfelte, dass "Extremismus bei der Verteidigung der Freiheit kein Verbrechen" sei.
[Bearbeiten] Ergebnis
| Kandidat | Partei | Stimmen | Wahlmänner | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl | Prozent | |||
| Lyndon B. Johnson | Demokrat | 43.126.584 | 61,1 % | 486 |
| Barry Goldwater | Republikaner | 21.177.838 | 38,5 % | 52 |
| Andere | 336.489 | 0,4 % | 0 | |
| Gesamt | 70.639.284 | 100 % | 538 | |
269 Stimmen waren für die Wahl zum Präsidenten notwendig.
Seit der Wahl im Jahr 1936 hatte kein Präsident einen solch großen Vorsprung an Wahlmännerstimmen gehabt, es war die höchste Zustimmung, die ein Präsident seit 1824 je im Popular Vote erhalten hatte. Im Englischen spricht man daher auch von einem landslide victory.
[Bearbeiten] Besonderheiten
Zum ersten Mal durfte auch die Hauptstadt Washington D.C. (kein Bundesstaat) an der Präsidentenwahl teilnehmen.
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Siehe auch: Wahlen zum Repräsentantenhaus | Wahlen zum Senat | Gouverneurswahlen

