Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1992

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52. Präsidentschaftswahl
3. November 1992

44 Bill Clinton 3x4.jpg
Demokratische Partei
Bill Clinton / Al Gore
Wahlmänner 370  
Stimmen 44.909.806  
  
43,0%
43 George H.W. Bush 3x4.jpg
Republikanische Partei
George Bush / Dan Quayle
Wahlmänner 168  
Stimmen 39.104.550  
  
37,5%
RossPerotColor.jpg
Parteiloser
Ross Perot / James Stockdale
Wahlmänner 0  
Stimmen 19.743.821  
  
18,9%

Wahlergebnisse nach Bundesstaat
Karte der Wahlergebnisse nach Bundesstaat
  32+DC   Clinton/Gore
  18   Bush/Quale
  0   Perot/Stockdale

Präsident der Vereinigten Staaten

Die 52. Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika fand am 3. November 1992 statt. Gewählt wurde der Gouverneur von Arkansas William Jefferson („Bill“) Clinton, der damit 42. Präsident der Vereinigten Staaten wurde.

Kandidaten[Bearbeiten]

Obwohl der Amtsinhaber George H. W. Bush in den Umfragen nur 33 Prozent Zustimmung für seine Politik als Präsident bekam, konnte er sich in den Vorwahlen und auf dem republikanischen Nominierungsparteitag gegen Patrick Buchanan durchsetzen. Die teilweise überraschend guten Vorwahlergebnisse für Buchanan (z. B. mehr als 30 Prozent in New Hampshire) deuteten jedoch darauf hin, dass sich auch innerparteilich die Begeisterung für Bush in Grenzen hielt und man ihm insbesondere den Bruch seines Wahlversprechens von 1988 (“Lest meine Lippen – keine neuen Steuern!“) übelnahm.

Für die Demokratische Partei ging Bill Clinton, zusammen mit Senator Al Gore (Tennessee) als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, ins Rennen. Er konnte sich in den demokratischen Vorwahlen klar durchsetzen, obwohl sein Wahlkampf anfangs wegen einer Reihe von Vorwürfen (eheliche Untreue, Drücken vor dem Militärdienst, Drogenkonsum) in eine ernste Krise geraten war. Ein zweiter Platz bei der ersten Vorwahl in New Hampshire rettete jedoch seine Kampagne, worauf sich Clinton selbst noch am Wahlabend zum „Comeback Kid“ erklärte. In der Folge gelang es ihm mit dem (inoffiziellen) Wahlkampfmotto: „It’s the economy, stupid“ (Es geht um die Wirtschaft, Dummkopf“) zunehmend Fragen der Wirtschaftspolitik in das Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken und damit Erfolge zu feiern. Die meisten anderen Kandidaten wie die Senatoren Bob Kerrey (Nebraska) und Tom Harkin (Iowa) sowie Ex-Senator Paul Tsongas (Massachusetts), der Sieger von New Hampshire, gaben nach einer Reihe von Vorwahlniederlagen nach und nach auf. Einzig der kalifornische Ex- Gouverneur Jerry Brown hielt seine Kandidatur bis zuletzt aufrecht, war jedoch am Parteitag, der in New York stattfand, chancenlos.

Ross Perot, ein Milliardär aus Texas, kandidierte als unabhängiger Kandidat für das Amt des Präsidenten.

Wahlkampf[Bearbeiten]

Als Clintons Vorsprung in den Umfragen die vierte Amtszeit für einen republikanischen Präsidenten in Folge bedrohte, wandte sich George Bush an James Baker, der von da an die Kampagne Bushs leitete. Während Clinton und Gore per Bus durch das Land reisten, rief Perot in langen TV-Werbungen zu einer Steuererhöhung für die Mittelklasse auf, um das Haushaltsdefizit auszugleichen, und wandte sich gegen die Gründung der Nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA). Ende Juni verkündete Perot seinen Ausstieg aus dem Rennen und Anfang Oktober seinen Wiedereinstieg.

Ergebnis[Bearbeiten]

Wie von den Umfragen vorausgesagt, konnte Clinton die Wahl für sich entscheiden. Er erhielt 44.909.806 (42,95 Prozent) der insgesamt 104.423.923 Stimmen. Bush bekam 39.104.550 (37,40 Prozent) der Stimmen. Im Wahlmännerkollegium erhielt Clinton 370 Stimmen, Bush hingegen nur 168 Stimmen. Perot, der in der Wahl immerhin 19.743.821 (18,86 Prozent) Stimmen erhalten hatte, konnte in keinem Staat eine Mehrheit erzielen und bekam keine Wahlmannstimme.[1]

Damit wurde zum ersten Mal seit sechzehn Jahren wieder ein Demokrat zum Präsidenten gewählt.

Kandidat Partei Stimmen Wahlmänner
Anzahl Prozent
Bill Clinton Demokrat 44.909.806 42,95% 370
George Bush Republikaner 39.104.550 37,40% 168
Ross Perot unabhängig 19.743.821 18,86%
Sonstige 665.746 0,63%
Gesamt 104.423.923 100% 538

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: US-Präsidentschaftswahl 1992 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Spiegel-Online, Sieger und Besiegte, Januar 2008.