Príncipe de Asturias (R-11)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
SNS Principe de Asturias
SNS Principe de Asturias
Geschichte Flagge
Typ Flugzeugträger
Namensgeber Príncipe de Asturias
Einheiten 1
Bauwerft

Navantia

Kiellegung 8. Oktober 1979
Stapellauf 22. Mai 1982
Dienstzeit

30. Mai 1988 – 6. Februar 2013

Heimathafen Rota
Verbleib Verschrottung geplant
Technische Daten
Verdrängung

16.700 ts

Länge

195,7 m

Breite

24.3 m

Tiefgang

9,5 m

Besatzung

764 Seeleute und Flugpersonal

Antrieb

2 × Bazan-GE LM2500+-Gasturbinen (COGAG), 47.044 PS (34.600 kW)

Geschwindigkeit

27 Knoten

Reichweite

6500 Seemeilen

Bewaffnung

4 × 20-mm-Geschütze

Luftfahrzeuge

bis zu 29 AV-8 Harrier und Hubschrauber

Die Príncipe de Asturias (R-11) („Fürst von Asturien“) war ein STOVL-Flugzeugträger und jahrelang Flaggschiff der spanischen Marine.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Principe de Asturias wurde Mitte der 1970er-Jahre von der spanischen Marine zur U-Boot-Abwehr in Auftrag gegeben und auf der Bazan-Werft gebaut. Man orientierte sich bei der Konstruktion an den kurz zuvor versuchsweise erprobten Kontrollschiffen („Sea Control Ships“) der US-Marine.[1] Zusätzlich übernahm man das Konzept des Schanzenstarts als Starthilfe für Kampfflugzeuge vom britischen Flugzeugträger HMS Hermes. Die Bauarbeiten auf der Werft begannen im Juni 1979, der Stapellauf des Rumpfs war am 22. Mai 1982 im Beisein von König Juan Carlos. Nach drei Jahren Bauzeit fand 1982 der Stapellauf statt. Nach mehrfachen Umbauten der Kontrollsysteme wurde das Schiff erst 1988 offiziell an die spanische Marine übergeben. Ein Jahr später fand der erste reguläre Einsatz in Form eines Manövers mit der italienischen Marine statt. Seitdem war das Schiff weltweit im Einsatz, unter anderem bei zwei Hilfseinsätzen mit der HMS Invincible in der Karibik.

Nachdem sich das Konzept bewährt hatte, erhielt die Werft Bazan 1992 den Auftrag für den Bau eines nahezu baugleichen Flugzeugträgers für die thailändische Marine, der HTMS Chakri Naruebet.

Wegen der Budgetkrise Spaniens (siehe Eurokrise#Spanien) wurde der Träger, eher als ursprünglich geplant, bereits 2012 aus der Fahrbreitschaft genommen, am 7. Februar 2013 im Beisein seines Namensgebers, Thronfolger Felipe, außer Dienst gestellt. Felipe war auch Pilot bei der letzten Landung eines Flugzeuges auf dem Schiff.[2]

Es liegt (Stand Januar 2014) in Ferrol.[3]

Flugzeuge und Hubschrauber[Bearbeiten]

Eine Besonderheit der Principe de Asturias ist der Hangar, der nahezu die gesamte Länge und Breite des Schiffes einnimmt und damit für einen STOVL-Flugzeugträger ungewöhnlich groß ist. Normalerweise waren zwölf Harrier-Kampfflugzeuge und zwölf Hubschrauber auf dem Schiff stationiert; durch den großen Hangar konnten 29 Flugzeuge von Bord des Flugzeugträgers eingesetzt werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Príncipe de Asturias (R-11) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sea Control Ship bei globalsecurity.org, Stand: 3. April 2009
  2. Le porte-aéronefs Principe de Asturias fait ses adieux à la marine espagnole
  3. http://www.passarodeferro.com/2013/12/angola-compra-porta-avioes-principe-das.html Der Artikel berichtet von einem eventuellen Interesse Angolas an dem Flugzeugträger