Prachtscharten

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Prachtscharten
Prachtscharte (Liatris spicata)

Prachtscharte (Liatris spicata)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Eupatorieae
Untertribus: Liatrinae
Gattung: Prachtscharten
Wissenschaftlicher Name
Liatris
Gaertn. ex Schreb.

Die Prachtscharten (Liatris) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der botanische Gattungsname ist von den griechischen Wörtern leios für glatt und iatrós für Arzt hergeleitet; worauf sich das bezieht ist jedoch unklar. Es gibt etwa 16 bis 50 Arten.

Beschreibung[Bearbeiten]

Detail des Blütenstand der Prachtscharte (Liatris spicata) mit offenen und knospigen Einzelblüten.
Fruchtstand der Prachtscharte (Liatris spicata).

Liatris-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 20 bis 180 cm erreichen. Sie bilden oft kugelige bis eiförmige Knollen und längliche Rhizome als Überdauerungsorgane aus. Die aufrechten Stängel sind meist unverzweigt oder seltener an der Basis verzweigt. Die wechselständigen, ungestielten oder gestielten Laubblätter sind mehr oder weniger grasartig mit glatten Blatträndern.

In endständigen ährigen bis traubigen Gesamtblütenständen stehen oft viele körbchenförmige Teilblütenstände zusammen, die von oben nach unten aufblühen. Die 18 bis 40 ungleichen Hüllblätter stehen in (selten zwei) meist drei bis sieben Reihen und ihre Ränder sind oft bewimpert oder ungleichmäßig gezähnt. Der flache Blütenstandsboden besitzt keine Spreublätter. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von meist 3 bis 22 (2,5 bis 25) mm auf und enthalten nur drei bis 85 Röhrenblüten. Die Blütenkronblätter sind meist rot über rosa- bis purpurfarben, manchmal weiß. Die Kronröhren weisen einen vier- bis sechsmal kleineren Durchmesser wie Länge auf.

Es werden acht- bis elfrippige Achänen gebildet. Der langlebige Pappus besteht aus 12 bis 40 bärtigen bis federartigen Borsten in ein bis zwei Reihen.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Liatris-Arten kommen zumeist in Kanada und den USA vor; außerdem in Mexiko und auf den Bahamas. Nur wenige Arten und ihre Sorten werden als Zierpflanzen genutzt.

Die Gattung Liatris wurde 1791 von Joseph Gärtner in Johann Christian Daniel von Schreber: Gen. Pl., 2, 542 aufgestellt. Ein Synonym für Liatris Gaertn. ex Schreb. ist Lacinaria Hill. [1]

Liatris gehört zur Subtribus Liatrinae in der Tribus Eupatorieae in der Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae) [2]. Liatris ist nah mit Garberia A.Gray aus Florida verwandt, aber die einzige Art Garberia heterophylla (W.Bartram) Merrill & F.Harper dieser Gattung ist ein Strauch, der auch abweichende Achänen besitzt [3].

Habitus und Blütenstände von Liatris aspera.
Blütenstände von Liatris glandulosa.
Details des Blütenstandes von Liatris punctata.

Die Unterscheidung der Arten ist schwierig und wird durch leichte Hybridisierung der Arten erschwert. Es gibt etwa 16 bis 50 Liatris-Arten (Auswahl) [1]:

Quellen[Bearbeiten]

  • Guy L. Nesom: Liatris in der Flora of North America, Volume 21: Online (engl.)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Liatris im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  2. Gregory J. Schmidt and Edward E. Schilling: Phylogeny and biogeography of Eupatorium (Asteraceae: Eupatorieae) based on nuclear ITS sequence data, in American Journal of Botany, 2000, Volume 87, Seiten 716-726: doi:10.2307/2656858, Online
  3. Eric E. Lamont: Garberia in der Flora of North America: Online

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Prachtscharten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien