Prairie-Masker

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Funktionsprinzipien von Prairie/Masker

Das Prairie-Masker-System wird bei militärischen Schiffen eingesetzt, um ihre abgestrahlten Geräusche zu vermindern. Dadurch wird ihre Ortung durch feindliches Sonar erschwert.

Das Prairie/Masker-System besteht aus zwei Komponenten, die für gewöhnlich nur zusammen eingesetzt werden:

Prairie[Bearbeiten]

Foto eines Propellers der Winston S. Churchill mit aktiviertem Prairie

Die Prairie-Komponente erzeugt kleine Luftblasen am Propeller. Diese verändern und verringern die Geräuschkulisse des Schiffes. Außerdem wird so bei hoher Geschwindigkeit der Kavitation vorgebeugt, da die Luftblasen die Gasblasen aus Wasser ersetzen.

Masker[Bearbeiten]

Die Masker-Komponente erzeugt mittels eines Kompressors viele kleine Luftblasen unter dem Schiffsrumpf, die durch eine Art Gürtel ausgestrahlt werden. Diese reflektieren den Schall, die Geräuschemission sinkt. Üblicherweise wird dieses System in der Nähe des Maschinenraums eingesetzt, wo die lautesten Geräusche entstehen. Ein Schiff so komplett zu isolieren ist keine Option, da auch das eigene Sonar das System nicht durchdringen kann (Ausnahme: Schleppsonar).

Anwendungen[Bearbeiten]

Das Prairie-Masker System wird zumindest von der United States Navy bei vielen Überwasserschiffen eingesetzt, z.B. Zerstörern und Kreuzern. Das System ist auch ein wichtiger Bestandteil bei der U-Jagd.

Quellen[Bearbeiten]

  • [1] Beschreibung des Prairie-Masker Systems (engl.)