Pramet

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Pramet
Wappen von Pramet
Pramet (Österreich)
Pramet
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried im Innkreis
Kfz-Kennzeichen: RI
Fläche: 13,9 km²
Koordinaten: 48° 9′ N, 13° 29′ O48.14222222222213.486666666667512Koordinaten: 48° 8′ 32″ N, 13° 29′ 12″ O
Höhe: 512 m ü. A.
Einwohner: 1.001 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 72 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4925
Vorwahl: 0 77 54
Gemeindekennziffer: 4 12 23
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pramet 35
4925 Pramet
Website: www.pramet.at
Politik
Bürgermeister: Josef Hörmandinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(13 Mitglieder)
7 ÖVP, 4 FPÖ, 2 SPÖ
Lage der Gemeinde Pramet im Bezirk Ried im Innkreis
Andrichsfurt Antiesenhofen Aurolzmünster Eberschwang Eitzing Geiersberg (Oberösterreich) Geinberg Gurten Hohenzell Kirchdorf am Inn Kirchheim im Innkreis Lambrechten Lohnsburg am Kobernaußerwald Mehrnbach Mettmach Mörschwang Mühlheim am Inn Neuhofen im Innkreis Obernberg am Inn Ort im Innkreis Pattigham Peterskirchen Pramet Reichersberg Ried im Innkreis Schildorn Senftenbach St. Georgen bei Obernberg am Inn St. Marienkirchen am Hausruck St. Martin im Innkreis Taiskirchen im Innkreis Tumeltsham Utzenaich Waldzell Weilbach Wippenham OberösterreichLage der Gemeinde Pramet im Bezirk Ried im Innkreis (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Pramet ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innkreis im Innviertel mit 1001 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Geografie[Bearbeiten]

Pramet liegt auf 512 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,5 Kilometer und von West nach Ost 5 Kilometer. Die Gesamtfläche beträgt 13,95 km². 30,7 % der Fläche sind bewaldet und 59,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde[Bearbeiten]

Altsommerau, Ecklham, Feitzing, Großpiesenham, Guggenberg, Gumpling, Gutensham, Hartlhof, Kleinpiesenham, Knirzing, Kronawitten, Lungdorf, Noxberg, Pramet, Rödt, Schmieding, Windischhub

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber eine grüne, bewurzelte Linde. Die Gemeindefarben sind Weiß-Grün-Gelb.

Die Darstellung geht auf das Ritterwappen der Pabenschwandter zurück, die im heutigen Gemeindegebiet ansässig waren. Die Linde als Symbol der Dorfgemeinschaft und der bäuerlichen Kultur soll auch an den in der Ortschaft Großpiesenham geborenen Mundartdichter Franz Stelzhamer erinnern.[1] Das Wappen wurde der Gemeinde im Jahre 1973 nach Bemühungen des damaligen Bürgermeisters Josef Rohringer verliehen. Entworfen wurde es von Martin Stachl.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals schriftlich erwähnt wird der Ortsname "Pramet" in einer (verlorengegangenen) Urkunde, in der König Ludwig das Kind am 12. August 903 mehrere Güter dem Domkapitel Passau übereignet (Urkundenbuch II, S. 47/48 im O.Ö. Landesarchiv). Zu dieser Zeit gab es in Pramet bereits eine Mühle und ein Sägewerk, sowie auch bereits alle Siedlungen mit Ausnahme von Schwandt, Rödt und Feitzing, die später entstanden sein dürften. Nach dem ältesten Rieder Urbarbuch von 1446 gab es dann ab dem 15. Jahrhundert auch einen Bäcker, eine Taverne, einen Bräustadel und große Fischweiher nördlich der Kirche. Auf dem Weg von Ried im Innkreis nach Frankenburg am Hausruck besaß Pramet neben St. Thomas das Vorrecht für den Verkauf und die Ausschank. Brot, Fleisch, Bier, Wein und Schnaps konnte man nur in der Taverne erwerben. Festlichkeiten wie Hochzeiten oder Taufen aber auch Totenmahle sollten möglichst dort abgehalten werden. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) fanden hier zwar keine Schlachten statt, aber Truppeneinquartierungen, Rekrutenaushebungen und Ablieferung beinahe aller Lebensmittel trafen die Landbevölkerung schwer. Die Vorgänge um das Frankenburger Würfelspiel betrafen die hiesige (bayerische) Bevölkerung hingegen kaum. Die ältesten Holzhäuser der Gemeinde stammen aus dem Wiederaufbau nach dem Krieg um 1650. Die erste nachgewiesene Volksschule der Gemeinde entstand 1792, eine allgemeine 6-jährige Schulpflicht konnte man auf dem Land hier aber erst 1869 durchsetzen. Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich, das dafür aller übrigen Ansprüche in Bayern entsagen musste. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Bis 1884 war das Gebiet der heutigen Gemeinde Pramet in das Verwaltungsgebiet Schildorn integriert. Nach langen, schwierigen Verhandlungen wurden die Gemeinden getrennt und am 21. Juni 1884 wurde die erste Wahl des Gemeindeausschusses von Pramet vorgenommen. Der erste Bürgermeister war Josef Zweimüller. Um 1920 hielt die Elektrizität Einzug in Pramet - zuerst durch kleine Privatkraftwerke an den Bächen. 1929 erhielt das Postamt den ersten Telefonanschluss. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. 1968 wurde ein neues Schulgebäude (Franz-Stelzhamer-Schule) errichtet und 1976 wurde ein Badesee in Windischhub angelegt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 992 Einwohner, 2001 dann 986 und 2008 schließlich 1008 Einwohner. Bei der Volkszählung 2011 wurden 1034 Einwohner gezählt

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pramet

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Prameter Badesee[Bearbeiten]

Der Badesee ist ein ungefähr 3 ha großer, eigens für den Badebetrieb geschaffener Stauweiher. Er wird aus einigen kleineren Bächen gespeist. Die leichte Braunfärbung des Wassers wird durch Huminstoffe hervorgerufen und ist natürlichen Ursprungs.

Prameter Badesee

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pramet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (4. Nachtrag 1973-1976). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 1/2, 1977, S. 22 (PDF)