Preßnitz (Fluss)

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Preßnitz
Lage Tschechien, Sachsen
Quellgebiet bei Horní Halže
50° 26′ 0″ N, 13° 5′ 0″ O50.43333333333313.083333333333
Mündung bei Wolkenstein in die Zschopau50.63805555555613.070069444444395.5Koordinaten: 50° 38′ 17″ N, 13° 4′ 12″ O
50° 38′ 17″ N, 13° 4′ 12″ O50.63805555555613.070069444444395.5
Mündungshöhe 395,5 mVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehlt
Flusssystem Elbe

Die Preßnitz (tschechisch: Přísečnice oder Přísečný potok) ist ein rechter Nebenfluss der Zschopau in Sachsen und Tschechien.

Sie entspringt im böhmischen Erzgebirge in der Roten Sudel bei Ober Hals (Horní Halže), nordwestlich der Bergstadt Kupferberg (Měděnec).

In ihrem Oberlauf durch das Bergbaugebiet von Orpus (Mezilesí u Přisečnice) bis zur Einmündung des aus Dörnsdorf (Dolina) kommenden Hammerbaches (Hamerský potok) wurde sie früher Hammerlebach genannt.

Auf dem weiterem Verlauf der Preßnitz nach Norden befand sich früher die alte Bergstadt Preßnitz (Přísečnice), die im Jahre 1973 einschließlich der Nachbarorte Reischdorf (Rusová) und Dörnsdorf (Dolina) gesprengt wurde, um an ihrer Stelle die Preßnitz zu stauen und eine Talsperre zu errichten..

1976 war der Bau der Trinkwassertalsperre Preßnitz (vodní nádrž Přisečnice) abgeschlossen.

Nördlich der Talsperre an der Grenze zu Sachsen liegt der Ort Christophhammer (Kryštofovy Hamry), in dem sich eines der sieben Blaufarbenwerke in Böhmen, das Blaufarbenwerk St. Christoph befand.

Beim ersten Ort in Sachsen, den die Preßnitz durchfließt, in Schmalzgrube, mündet das von Jöhstadt kommende Schwarzwasser ein. Auf dem Weg nach Steinbach liegt im Preßnitztal das Schaubergwerk Andreas Gegentrum Stolln.

Wegen hier aufzufindender Eisenerzlagerstätten waren entlang der Preßnitz in der Vergangenheit viele Hammerwerke in Betrieb, so in Schmalzgrube, Oberschmiedeberg, Mittelschmiedeberg und Niederschmiedeberg.

In Niederschmiedeberg wurden von 1955 bis 2001 Kühlschränke produziert. Das Werk entwickelte 1993 unter dem Markennamen FORON den ersten FCKW- und FKW- freien Kühlschrank.

Oberhalb der Stadt Wolkenstein mündet die Preßnitz in die Zschopau.

Zwischen Wolkenstein und Schmalzgrube verlief von 1892 bis 1986 parallel zur Preßnitz die Preßnitztalbahn. Nach deren Stilllegung entstand zwischen Wolkenstein und Steinbach ein Wander- und Radweg auf dem ehemaligen Bahndamm, von dem aus der Verlauf der Preßnitz gut zu verfolgen ist. Zwischen Steinbach und Schmalzgrube wurde zwischen 1995 und 2000 auf dem alten Bahndamm die Museumsbahn Preßnitztalbahn aufgebaut.

[Bearbeiten] Literatur

  • Bernd Schreiter: Hammerwerke im Preßnitz- und Schwarzwassertal. Streifzüge durch die Geschichte des oberen Erzgebirges. Heft 14. Annaberg-Buchholz 1997. Download (pdf 200 KB)

[Bearbeiten] Weblinks

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