Preci

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Preci
Kein Wappen vorhanden.
Preci (Italien)
Preci
Staat: Italien
Region: Umbrien
Provinz: Perugia (PG)
Koordinaten: 42° 53′ N, 13° 2′ O42.88333333333313.033333333333596Koordinaten: 42° 53′ 0″ N, 13° 2′ 0″ O
Höhe: 596 m s.l.m.
Fläche: 82,10 km²
Einwohner: 751 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 9 Einw./km²
Postleitzahl: 06047
Vorwahl: 0743
ISTAT-Nummer: 054043
Volksbezeichnung: Preciani
Schutzpatron: Madonna della Pietà (7. Juni)
Website: Gemeinde Preci
Panorama von Preci
Panorama von Preci

Preci ist eine Gemeinde mit 751 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Perugia in der Region Umbrien in Italien.

Geografie[Bearbeiten]

Die Lage von Preci in der Provinz Perugia

Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 82 km². Die Gemeinde liegt ca. 60 km südöstlich von Perugia im Valle Castoriana (Castorianatal). Die Gemeinde liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2394 GR/G. Sie gehört zum Nationalpark Parco Nazionale dei Monti Sibillini[2] und zur Gemeinschaft Cittàslow[3].

Die Nachbargemeinden sind Castelsantangelo sul Nera (MC), Cerreto di Spoleto, Norcia und Visso (MC).

Ortsteile[Bearbeiten]

Der Ortsteil Castelvecchio

Die Ortsteile (Frazioni) sind Abeto, Acquaro, Belforte, Castelvecchio, Collazzoni, Collescille, Corone, Fiano d’Abeto, Montaglioni, Montebufo, Piedivalle, Poggio di Croce, Roccanolfi, Saccovescio, San Vito, Todiano und Valle.

  • Abeto, Ortsteil bei 970 Höhenmetern mit ca. 20 Einwohnern. Liegt ca. 8 km südlich von Preci.
  • Acquaro, Ortsteil bei 1001 Höhenmetern. Seit 1809 Teil der Gemeinde Preci.
  • Belforte, Ortsteil bei 617 Höhenmetern mit ca. 30 Einwohnern. Seit 1809 Teil der Gemeinde Preci.
  • Collazzoni, Ortsteil bei 868 Höhenmetern mit ca. 30 Einwohnern
  • Castelvecchio, Ortsteil bei 633 Höhenmetern mit ca. 35 Einwohnern.
  • Collescille, Ortsteil bei 944 Höhenmetern am Monte Moricone (ca. 1433 m) mit ca. 15 Einwohnern.
  • Corone, Ortsteil bei 495 Höhenmetern am Fluss Campiano. Hat zusammen mit San Vito ca. 50 Einwohner.
  • Fiano d’Abeto, Ortsteil bei 900 Höhenmetern mit ca. 10 Einwohnern.
  • Montaglioni, Ortsteil bei 901 Höhenmetern mit ca. 5 Einwohnern. Entstand 1328 als Mons ad Lunam.
  • Montebufo, Ortsteil bei 1016 Höhenmetern mit ca. 15 Einwohnern.
  • Piedivalle, Ortsteil bei 611 Höhenmetern am Fluss Campiano mit ca. 35 Einwohnern.
  • Poggio di Croce, Ortsteil bei 938 Höhenmetern mit ca. 10 Einwohnern.
  • Roccanolfi, Ortsteil bei 775 Höhenmetern mit ca. 35 Einwohnern im Oblita-Tal.
  • Saccovescio, Ortsteil bei 724 Höhenmetern mit ca. 35 Einwohnern im Castoriana-Tal. Seit 1819 Teil der Gemeinde Preci.
  • San Vito Ortsteil bei 495 Höhenmetern am Fluss Campiano. Hat zusammen mit Corone ca. 50 Einwohner.
  • Todiano, Ortsteil bei 879 Höhenmetern mit ca. 35 Einwohnern.
  • Valle (dt. Tal), Ortsteil zwischen den Tälern Oblita und Castoriana.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort 1232 in einem Dokument. Der Ortsname entstammt dem Wort prece (Gebet). In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand die Burg im heutigen Ortskern. Ursprüngliche gehörte Preci Spoleto an, fiel aber 1276 an Norcia. 1328 wurde der Ort von einem Erdbeben stark beschädigt. Nach einer Rebellion gegen Norcia wurde von diesen die Stadt 1528 zerstört. Fünf Jahre später wurde die Burg mit Erlaubnis von Papst Paul III. unter der Bedingung einer Versöhnung mit Norcia wieder aufgebaut[4]. Nach der napoleonischen Besatzung wurde der Ort 1817 durch Papst Pius VII. zur eigenständigen Gemeinde erklärt. Nach der Einheit Italiens stieg die Bevölkerungszahl von ca. 3050 zu ca. 3550 im Jahr 1921. Danach fiel der Bevölkerungsstand kontinuierlich bis 2001 auf ca. 820 Einwohner. 1997 wurde der Ort von einem weiteren Erdbeben heimgesucht, bei dem die Altstadt schwere Schäden erlitt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Rathaus von Preci, dahinter die Ex-Kirche Chiesa di Santa Caterina
Der Ortsteil Roccanolfi mit dem Castello di Roccanolfi
Die Kirche und Pieve Chiesa di Santa Maria della Pietà im Hauptort
  • Abbazia di Sant’Eutizio, Abtei aus dem 5. Jahrhundert nahe dem Ortsteil Piedivalle an den Bergen Monte Moricone und Macchialunga, die von aramäischen Mönchen und Eremiten gegründet wurde. Hier entstand die Grundlage der heutigen Chirurgieschule[5]. Die Kirche enthält Werke von Giovanni Battista Crescenzi (Sant’Antonio Abate, 1596 entstanden).
  • Cappella della Madonna della Porta, Kapelle aus dem Jahr 1511 im Ortsteil Todiano.
  • Castello di Roccanolfi, Burg aus dem 12. Jahrhundert im Ortsteil Roccanolfi.
  • Castello di Todiano, Burg aus dem 13. Jahrhundert im Ortsteil Todiano.
  • Chiesa di Sant’Antonio Abate, Kirche aus dem 16. Jahrhundert im Ortsteil Corone.
  • Chiesa di Antonio da Padova, Kirche aus dem 15. Jahrhundert im Ortsteil Roccanolfi.
  • Chiesa di San Bartolomeo, Kirche aus dem 16. Jahrhundert im Ortsteil Todiano. Enthält die Werke Madonna con i Ss. Montano e Bartolomeo von Filippino Lippi sowie Crocifisso tra due angeli, con la Maddalena, San Bartolomeo e San Giovanni Battista (Öl auf Leinwand, 223 cm x 175 cm, 1623 entstanden) von Francesco Furini[6].
  • Chiesa di Santa Caterina, ehemalige Kirche im Hauptort, beherbergt heute das Museum Museo e Centro di Documentazione della Chirurgia Preciana (Chirurgiemuseum)[7].
  • Chiesa di Sant’Egidio, Kirche aus dem 15. Jahrhundert im Ortsteil Poggio di Croce. Enthält das Werk L’Annunciazione" von Giovanni del Biondo (* in Pratovecchio im 14. Jahrhundert, ca. 1356–1399)
  • Chiesa di San Fiorenzo, Kirche aus dem 13. Jahrhundert im Ortsteil Valle.
  • Chiesa di San Giovanni Battista, Kirche aus dem 15. Jahrhundert im Ortsteil Castelvecchio.
  • Chiesa di San Giovanni Battista, Kirche aus dem 16. Jahrhundert im Ortsteil Piedivalle.
  • Chiesa parrocchiale di San Leonardo di Limoges, Kirche aus dem 16. Jahrhundert im Ortsteil Montebufo.
  • Chiesa di San Macario, Kirche aus dem 16. Jahrhundert im Ortsteil Valle.
  • Chiesa della Madonna della Cona, auch Madonna dell’Icona genannt, kirche aus dem 16. Jahrhundert im Ortsteil Montaglioni.
  • Chiesa della Madonna della Peschiera, Kirche nahe dem Hauptort, wahrscheinlich 1243 entstanden und im 16. Jahrhundert umgestaltet.
  • Chiesa di Santa Maria, Kirche aus dem 15. Jahrhundert im Ortsteil Montaglioni.
  • Chiesa di Santa Maria del Carmine, Kirche aus dem 17. Jahrhundert im Ortsteil Acquaro nahe dem Berg Monte Lungo (1252 m).
  • Chiesa di Santa Maria della Pietà, Pieve im Hauptort, die im 13. Jahrhundert durch die Mönche von Sant’Eutizio entstand.
  • Chiesa di Santa Maria del Rosario, Kirche aus dem 16. Jahrhundert im Ortsteil Acquaro.
  • Chiesa di San Michele Arcangelo, auch einfach San Angelo genannt, Kirche im Ortsteil Fiano d’Abato aus dem 16. Jahrhundert, entstand über einem älteren Römertempel, der dem Jupiter geweiht war.
  • Chiesa di San Montano, Kirche aus dem 14. Jahrhundert im Ortsteil Todiano.
  • Chiesa del Santo Spes, Kirche aus dem Jahr 1350 im Ortsteil Saccovescio.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Preci – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Offizielle Webseite des Nationalpark Parco Nazionale dei Monti Sibillini, abgerufen am 31. Mai 2011
  3. Webseite von Cittàslow zu Italien, abgerufen am 31. Mai 2011
  4. Offizielle Webseite der Gemeinde zur Geschichte, abgerufen am 31. Mai 2011
  5. Offizielle Webseite der Region Umbrien zu Preci, abgerufen am 31. Mai 2011
  6. Webseite von Umbrarte, abgerufen am 31. Mai 2011
  7. Webseite von Medioevo in Umbria, abgerufen am 31. Mai 2011