Prednison

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Allgemeines
Freiname Prednison
Andere Namen

11,21-Dihydroxy- 1,4-pregnadien- 3,11,20-trion

Summenformel C21H26O5
CAS-Nummer 53-03-2
PubChem 148670
ATC-Code
DrugBank APRD00340
Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Glucocorticoide

Fertigpräparate
  • Decortin®[1]
  • Rectodelt®
  • Prednison-Generika
Verschreibungspflichtig: Ja
Eigenschaften
Molare Masse 358,43 g·mol−1
Schmelzpunkt

233-235 °C

Löslichkeit

312 mg·l−1 in Wasser

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung [2]

Xn
Gesundheits-
schädlich
R- und S-Sätze R: 63
S: 36/37/39-45
Bitte beachten Sie die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Prednison ist ein künstliches Glucocorticoid. Es ist eine Vorstufe und wird in der Leber in die aktive Substanz Prednisolon umgewandelt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gebrauch

Prednison ist ein hochwirksames immunsupprimierendes Mittel. Es kann dadurch bei allen Erkrankungen eingesetzt werden, bei denen das Immunsystem ursächlich beteiligt ist (Autoimmunerkrankungen), eine Entzündungsreaktion des Körpers nicht erwünscht ist (etwa Asthma oder Allergie) oder z.B. zur Verhinderung einer Abstoßungsreaktion nach Organtransplantation.

[Bearbeiten] Geschichte

Prednison wurde in den frühen 1950er Jahren von Arthur Nobile, einem Mitarbeiter der Firma Schering-Plough/USA, entdeckt und 1955 von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zugelassen. Anfang der 1960er Jahre wurde Prednison unter dem Markennamen Meticorten vertrieben.

[Bearbeiten] Abhängigkeit

Wenn Prednison länger als sieben Tage eingenommen wird, kommt es zur Einschränkung der körpereigenen Produktion der Glukokortikoide in der Nebenniere und zur Abhängigkeit von der künstlichen Prednisonzufuhr. Aus diesem Grund darf Prednison nicht abrupt abgesetzt werden, wenn die Behandlung länger als sieben Tage andauert, sondern die Dosis muss langsam reduziert werden. Diese Entwöhnung dauert wenige Tage nach einer kurzfristigen Prednison-Einnahme, aber kann Wochen oder sogar Monate dauern nach einer Langzeitbehandlung.

Abrupter Prednison-Entzug kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen, die mit der Addison-Krankheit verwandt sind (Addison-Krise).

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ABDA-Datenbank (Stand: 24.08.2008) der DIMDI
  2. Angaben des Herstellers Sigma-Aldrich, 2. Juli 2008.
Gesundheitshinweis
Bitte den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen