Predrag Danilović

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Basketballspieler
Predrag Danilović
Spielerinformationen
Spitzname Saša
Geburtstag 26. Februar 1970
Geburtsort Sarajevo, SFR Jugoslawien
Größe 201 cm
Position Shooting Guard /
Small Forward
NBA Draft 1992, 43. Pick, Golden State Warriors
Vereine als Aktiver
000001987 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien KK Bosna Sarajevo
1989–1992 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Partizan Belgrad
1993–1995 ItalienItalien Virtus Bologna
1996–1997 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miami Heat
000001997 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dallas Mavericks
1998–2000 ItalienItalien Virtus Bologna
Nationalmannschaft
1989–1992
1992–2000
SFR Jugoslawien
BR Jugoslawien
Medaillenspiegel
Basketball (Männer)
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien / Jugoslawien Bundesrepublik 1992Jugoslawien Jugoslawien
Olympische Spiele
Silber 1996 Atlanta Jugoslawien Bundesrepublik 1992Jugoslawien Jugoslawien
Europameisterschaft
Gold 1989 Zagreb Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien
Gold 1991 Rom Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien
Gold 1995 Athen Jugoslawien Bundesrepublik 1992Jugoslawien Jugoslawien
Gold 1997 Katalonien Jugoslawien Bundesrepublik 1992Jugoslawien Jugoslawien
Bronze 1999 Frankreich Jugoslawien Bundesrepublik 1992Jugoslawien Jugoslawien

Predrag „Saša“ Danilović (serbisch-kyrillisch Предраг „Саша“ Даниловић; * 26. Februar 1970 in Sarajevo, SR Bosnien und Herzegowina) ist ein serbischer Basketballfunktionär und ehemaliger jugoslawischer Basketballspieler, der als einer der besten europäischen Shooting Guards der 1990er Jahre gilt. Er ist zurzeit Präsident seines ehemaligen Teams KK Partizan Belgrad. Danilović wurde 1998 zum wertvollsten Spieler der italienischen Lega Basket Serie A gewählt.

Karriere[Bearbeiten]

Danilović begann seine Karriere 1987 in seiner Heimatstadt bei KK Bosna Sarajevo. Damals unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten bemühte er sich für ein Engagement bei KK Partizan aus der Hauptstadt Belgrad. Jedoch verhinderte sein Vorverein dies für ein Jahr, so dass er für die folgenden 7 Monate zum College von Knoxville in Tennessee, USA wechselte. Danach kehrte er wieder in sein Heimatland zurück und debütierte für Partizan im Jahre 1989. Nach nur einer Saison spielte er nun auch für die jugoslawische Nationalmannschaft und nahm an der Europameisterschaft 1989 vor heimischen Publikum in Zagreb teil, mit der er auch Gold errang. Bei der Weltmeisterschaft in Argentinien im folgenden Jahr konnte er wegen einer Verletzung nicht teilnehmen.

Mit der jugoslawischen Nationalmannschaft gewann Danilović insgesamt viermal die Basketball-Europameisterschaft (1989, 1991, 1995 und 1997), wobei die „rest“-jugoslawische Nationalmannschaft 1993 von der Endrunde ausgeschlossen worden war, und war zudem Mitglied des jugoslawischen Teams, das bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta die Silbermedaille gewann. 1992 war er mit 22 Jahren einer der wichtigsten Spieler einer sehr jungen, aber auch sehr talentierten Mannschaft von KK Partizan, die überraschend den damals wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb FIBA Europaliga gewann, obwohl man infolge der Jugoslawienkriege seine Heimspiele in diesem Wettbewerb in Spanien austragen musste.[1] Anschließend wurde er im NBA Draft 1992 an 43. Stelle von den Golden State Warriors gedraftet wurde (später wurden seine Rechte weitergegeben), spielte er zunächst weiter in Europa und wechselte in die italienische Serie A zu Virtus nach Bologna, wo er aufeinanderfolgend drei Meisterschaften zwischen 1993 und 1995 gewann. Erst Anfang 1996 ging er dann in die am höchsten dotierte Profiliga NBA in den USA, zunächst zu den Miami Heat und im Laufe der folgenden Saison zu den Dallas Mavericks. In seinen beiden NBA-Spielzeiten kam er auf durchschnittlich 12,8 Punkte pro Spiel.

Bereits 1997 kehrte Danilović zu Virtus Bologna zurück und gewann nicht nur erneut die italienische Meisterschaft, sondern auch ein zweites Mal die FIBA Europaliga 1998. Nach den Olympischen Spielen 2000 in Sydney beendete er jedoch seine Karriere als Spieler. Zusammen mit Vlade Divac wurde er nach seiner aktiven Karriere Vizepräsident bei Partizan Belgrad und zudem in der Group Seven, einer Wohltätigkeitsorganisation ehemaliger serbischer Basketballspieler, engagiert. Seit 2007 ist er alleiniger Präsident Partizan Belgrads. 2008 wurde er unter als einer der fünfzig bedeutenden Persönlichkeiten des Basketballsport in Europa geehrt. Die Ehrung erfolgte durch die Euroleague Basketball im Rahmen einer offiziellen Zeremonie im Palacio de Deportes de la Comunidad de Madrid.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Jugoslawischer Meister (1992) mit Partizan Belgrad.
  • Zweimal Jugoslawischer Pokalsieger (1989 und 1992) mit Partizan Belgrad.
  • Viermal italienischer Meister (1993, 1994, 1995 und 1998) mit Virtus Bologna.
  • Italienischer Pokalsieger (1999) mit Virtus Bologna.
  • Zweimal Euroleague-Champion mit Partizan Belgrad (1992) und Virtus Bologna (1998).
  • Korac Cup 1988/89 mit Partizan Belgrad
  • Viermal Europameister mit dem jugoslawischen Nationalteam (1989, 1991, 1995 und 1997).
  • Zweiter Platz bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta.
  • Dritter Platz bei den Europameisterschaften 1999.
  • Italienischer MVP 1998.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vladimir Stanković: 1992: Partizan's miracle year. ULEB, 10. April 2011, abgerufen am 11. Mai 2013 (englisch).