Preis Demokratie im Betrieb

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Der Preis Demokratie im Betrieb wurde von Arbeit und Leben Nordrhein-Westfalen 2009 erstmals ausgeschrieben und wird alle zwei Jahre verliehen. Die zentrale Idee des Preises ist es, Initiativen, Projekte, Personen oder Aktionen auszeichnen, die in Betrieben Beteiligung und Demokratie gefördert haben.

Heribert Prantl (SZ) während der Festrede bei der Preisverleihung 2009

Schirmherr[Bearbeiten]

Schirmherr ist der Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ausschreibung[Bearbeiten]

Ausgezeichnet werden können Einzelpersonen, Teams und Gruppen sowie Gremien (Betriebs- und Personalräte, Schwerbehinderten-, Jugend- und Ausbildungsvertretungen) für innovative Formen und Modelle von Beteiligung im Betrieb, Gleichstellungsprojekte, Neugründungen von Betriebs- oder Personalräten, Schwerbehindertenvertretungen oder Jugendvertretungen sowie Projekte, die die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern stärken.
Die Ausschreibung 2013 wurde um die zusätzlichen Aspekte Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus im Betrieb sowie die Aufarbeitung von Unternehmensgeschichte im Nationalsozialismus ergänzt.

Jury[Bearbeiten]

Über die Preisvergabe entscheidet die Jury:

  • Franz Josef Düwell (Vorsitzender Richter am Bundesarbeitsgericht)
  • Malte Hinz (Chefredakteur Westfälische Rundschau)
  • Rainer Pennekamp (Stadtwerke Düsseldorf AG, Vorstand Personal, Wasserwerke, Infrastruktur (OE 300))
  • Bernhard Pollmeyer (Landesschlichter NRW)
  • Ludger Pries (Fakultät für Sozialwissenschaft, Lehrstuhl Soziologie/Organisation, Migration, Mitbestimmung an der Ruhr-Universität Bochum)
  • Bernd Schiefer (Geschäftsführer Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände NRW)
  • Gabriele Schmidt (Landesbezirksleiterin ver.di NRW)
  • Maria Springenberg-Eich (Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung NRW)
  • Manfred Sträter (Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten, Region Dortmund)
  • Beate Uekert (Lord Bekleidungswerk F.W. Brinkmann GmbH Herford, Betriebsratsvorsitzende)

Die Jury hat sich darauf verständigt, bei der Auswahl u.a. folgende Kriterien zu berücksichtigen: Beteiligungsorientierung und Innovativer Charakter der Aktivität, Nachwuchsförderung, Geschlechtergerechtigkeit, Risiko- und Konfliktbereitschaft, Förderung von Partizipation im Betrieb.

Preisträger[Bearbeiten]

2013[Bearbeiten]

Erster Preis Demokratie im Betrieb 2013

  • Mitbestimmungsmodell „Demokratie im Alltag“ Hoppmann Autowelt Die Hoppmann Autowelt verfügt über ein einzigartiges Mitbestimmungsmodell. Das Modell „Demokratie im Alltag“ lässt Demokratie am Arbeitsplatz lebendig werden. Der Unternehmer Klaus Hoppmann-König hat im Zuge eines langjährigen Reformprozesses eine Unternehmensverfassung und -praxis implementiert, die einzigartig ist.

Zweite Preise Demokratie im Betrieb 2013

  • Isolierer-Oberstufe 2012 des Max-Born-Berufskolleg Recklinghausen für das Auschwitz-Projekt "Was hat das mit mir zu tun?"
  • Betriebsrat Wohnwelt Pallen für die Neugründung des Betriebsrats gegen erhebliche Widerstände
Preisträgerin Kornelia Dubbel mit der Moderatorin Judith Schulte-Loh

2011[Bearbeiten]

Erster Preis Demokratie im Betrieb 2011

  • Kornelia Dubbel - Als herausragende Persönlichkeit sowohl im Personal- als auch im Betriebsrat vertritt sie seit 35 Jahren äußerst erfolgreich die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen. Besonders eindrucksvoll sind ihre Ansprachen auf den Hauptversammlungender Deutschen Telekom AG, bei denen sie mit einer Vollmacht von tausenden Belegschaftsaktionärinnen und -aktionären auftritt und mit klaren, mutigen Worten die Situation und Position der Beschäftigten vorträgt.

Zweite Preise Demokratie im Betrieb 2011

  • Jugend- Und Auszubildendenvertretung der Stadt Bochum, der es durch die innovative Entwicklung eines neuen Ausbildungskonzeptes und außergewöhnliches Engagement gelungen ist, jungen Kolleginnen und Kollegen eine Zukunftsperspektive zu eröffnen.
  • Betriebsrat Siemens Nokia Networks Region West, der beim erfolgreichen Zusammenschluss von zwei Betrieben und ihrer Betriebsratsgremien Demokratie im Betrieb auf beeindruckende Weise umgesetzt hat.

2009[Bearbeiten]

Erster Preis Demokratie im Betrieb 2009

  • Sascha Hartmann, Jugend- und Auszubildendenvertreter bei Atlas Copco Construction Tools in Essen. Er hat durch öffentliche Aktionen erreicht, dass trotz gegenteiliger Pläne der Unternehmensleitung ausgelernte Auszubildende übernommen wurden. Die Solidarität älterer Kolleginnen und Kollegen wurde organisiert und die Möglichkeiten der neuen Medien genutzt.

Zweite Preise Demokratie im Betrieb 2009

  • Thomas Heinemann, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung des Christlichen Jugenddorfwerks Dortmund. Ihm ist es gelungen, einen Demokratisierungsprozess in seinem Betrieb einzuleiten und Vereinbarungen mit der Geschäftsleitung auf Augenhöhe durchzusetzen.
  • Der Betriebsrat der Unternehmensgruppe Hering Bau. Er steht für ›gelebte Demokratie‹ im Betrieb und gesellschaftliche Verantwortung über den Bereich des Unternehmens hinaus. Zahlreiche innovative Modelle und deren Umsetzung sind besonders überzeugende Beispiele für Demokratie im Betrieb.

Weblinks[Bearbeiten]