Preiselbeerkrieg

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Als Preiselbeerkrieg (dänisch/norwegisch: Tyttebærkrigen) wird ein Feldzug norwegischer Truppen im Sommer 1788 bezeichnet. Die Truppen fielen von der norwegischen Grenze nach Bohuslän in Schweden ein, nachdem Gustav III. Russland angegriffen hatte. Die Norweger fielen den schwedischen Truppen in den Rücken und gewannen ein Treffen bei der Brücke von Kvistrum im heutigen Ort Munkedal. Sie nahmen die Städte Uddevalla und Vänersborg ein und machten 800 Gefangene, ohne selbst nennenswerte Verluste zu erleiden. Der Kampf dauerte nur 45 Minuten und endete mit der schwedischen Kapitulation. Die Operation wurde von Prinz Karl von Hessen geleitet.

Auf beiden Seiten fielen je fünf Soldaten. 61 Schweden und 16 Norweger wurden verwundet. Im Anschluss wurden die norwegischen Truppen aber von Krankheit und Hunger dezimiert. 1.500 norwegische Soldaten starben als Folge des Feldzuges. Der Krieg erhielt seinen Namen, weil die Soldaten aufgrund des schlecht organisierten Nachschubes ihre wenigen Rationen mit Waldbeeren aufbessern mussten.

An diesem Feldzug nahm auch Frederik von Haxthausen als Offizier teil. Als Folge der desaströsen Versorgung der Truppe, die Ursache für eine todbringende Seuche unter den Soldaten gewesen war, reiste er 1793 ins Ausland, um dort die Nachschubtechnik zu studieren. Er besuchte dafür die preußischen, österreichischen und andere Heere.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sørensen S. 177.