Premnitz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Havelland | |
| Höhe: | 30 m ü. NN | |
| Fläche: | 45,42 km² | |
| Einwohner: |
8.893 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 196 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 14727 | |
| Vorwahl: | 03386 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HVL | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 63 244 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Gerhart-Hauptmann-Straße 21 14727 Premnitz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Roy Wallenta | |
| Lage der Stadt Premnitz im Landkreis Havelland | ||
Die Kleinstadt Premnitz befindet sich an der Havel im Landkreis Havelland im Land Brandenburg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage
Premnitz liegt in den Niederungen des westlichen Havellandes ca. 65 Kilometer westlich von Berlin. Nächstgrößere Städte sind Rathenow, Brandenburg an der Havel, Potsdam und Stendal. Premnitz liegt im Naturpark Westhavelland. Nahe der Stadt erstreckt sich das Naturschutzgebiet „Untere Havel“.
Zur Stadt gehören mehrere Ortsteile, darunter Mögelin, Döberitz und Havelaue.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ort wurde als „Prebenitz“ 1375 erstmalig urkundlich erwähnt. Mit der Ende des 19. Jahrhunderts einsetzenden Industrialisierung wandelte sich das bis dahin dörflich geprägte Ortsbild. Von erheblicher Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung Premnitz’ war insbesondere die seit 1915 hier angesiedelte Chemieindustrie, die später in das Eigentum der I.G. Farben überging. Während des Zweiten Weltkrieges mussten dort 1.200 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, die in sieben großen und mehreren kleinen Lagern untergebracht waren, Zwangsarbeit verrichten: in der Rüstungs- und Kohleproduktion, im „Havellager“ der DAF und bei den I.G. Farben. Deren Werk wurde 1949 in einen Volkseigenen Betrieb umgewandelt und 1960 in VEB Chemiefaserwerk „Friedrich Engels“ umbenannt. Im Zuge des Ausbaus der Chemiefaserindustrie in den 1950er- und 1960er-Jahren und der damit verbundenen Zunahme der Einwohnerzahlen entstanden neue Wohnviertel mit entsprechenden Versorgungseinrichtungen. 1962 wurde Premnitz das Stadtrecht verliehen.
1990 wurde das Chemiefaserwerk privatisiert und unter erheblichen Umstrukturierungen in die „Märkische Faser AG“ umgewandelt. Durch den Abbau von Arbeitsplätzen stieg die Arbeitslosigkeit stark an, was zu einer Abwanderung vieler Einwohner führte. Premnitz ist Höchstfördergebiet der EU.
In den 1990er-Jahren wurde das Stadtzentrum mit dem Marktplatz neugestaltet.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Mögelin wurde am 31. Dezember 2002 eingemeindet.[2] Döberitz folgte am 26. Oktober 2003.[3]
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlung
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Premnitz hat 18 Mitglieder bei folgender Sitzverteilung:
(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)[4]
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen wurde am 13. März 1997 genehmigt.
Blasonierung: „In Silber eine schräglinke, zweibogige, von schwarzen Steinen eingefaßte rote Brücke, vorne von zwei linkssehenden schwarzen Entenköpfen mit beringtem goldenem Halsband und silbernem Schnabel, hinten von einem gestürzten, schwarzen Fisch nach der Figur begleitet.“[5]
[Bearbeiten] Historisches Wappen
Das Wappen entstand unter Mitarbeit der Einwohner von Premnitz und wurde am 14. November 1963 durch die Stadtverordnetenversammlung bestätigt.
Blasonierung: „In Silber eine zweibogige rote Brücke, schwebend über blauem Wasser, darin ein silberner Fisch, über der Brücke schwebend eine goldene Retorte.“
[Bearbeiten] Flagge
Die Flagge besteht aus drei Längsstreifen im Verhältnis 1:2:1 in den Farben Rot-Weiß-Rot mit dem Stadtwappen im Mittelstreifen.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Premnitz unterhält seit 1967 eine Städtepartnerschaft zu der französischen Stadt Le Petit-Quevilly, ebenso seit 1990 zur Stadt Niederkassel in Nordrhein-Westfalen. Freundschaftliche Beziehungen bestehen weiterhin zur ebenfalls in Nordrhein-Westfalen gelegenen Stadt Willich.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Vom alten Premnitz sind entlang der Hauptstraße noch einige Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert sowie die 1858 im neuromanischen Stil errichtete evangelische Kirche erhalten. In der Liste der Baudenkmale in Premnitz stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale.
[Bearbeiten] Geschichtsdenkmale
- Denkmal auf dem Friedhof des Ortsteils Döberitz an 13 ums Leben gekommene Zwangsarbeiter aus Holland, Polen und der Sowjetunion
- Mahnmalsanlage von 1964/1965 (erneuert 1974) an der Ernst-Thälmann- Ecke August-Bebel-Straße von Bildhauer Karl Martens an zahlreiche Opfer unter den 1.200 Zwangsarbeitern und 100 Kriegsgefangenen aus 21 Nationen, die für die Rüstungsproduktion arbeiten mussten
- Gedenkstein von 1969 auf dem Waldfriedhof nördlich der Bergstraße für zwölf umgekommene Zwangsarbeiter
- Gräber-Reihe auf dem Evangelischen Friedhof an der Bergstraße zum Gedenken an mehrere Zwangsarbeiter
- Gedenktafel von 1976 von dem Laienkünstler Egon Keller an der Feuerwache der Märkischen Faser AG an der Friedrich-Engels-Straße 1 zur Erinnerung an die in der Zeit des Nationalsozialismus umgekommenen Zwangsarbeiter.
[Bearbeiten] Verkehr
Premnitz liegt an der Eisenbahnstrecke Brandenburg an der Havel–Rathenow, auf der die Regionalbahnline MR 51 der Märkischen Regiobahn verkehrt.
Durch die Stadt verläuft die Bundesstraße 102.
[Bearbeiten] Quellenangaben
- ↑ Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
- ↑ http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2008/SB_B7-3-5_j05-08_BB.pdf, Seite 48
- ↑ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
[Bearbeiten] Weblinks
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