Pressath

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Pressath
Pressath
Deutschlandkarte, Position der Stadt Pressath hervorgehoben
49.76666666666711.916666666667435Koordinaten: 49° 46′ N, 11° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Pressath
Höhe: 435 m ü. NHN
Fläche: 66,31 km²
Einwohner: 4423 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92690
Vorwahl: 09644
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 149
Stadtgliederung: 22 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 14
92690 Pressath
Webpräsenz: www.pressath.de
Bürgermeister: Konrad Merkl (SPD)
Lage der Stadt Pressath im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis Bayreuth Landkreis Schwandorf Weiden in der Oberpfalz Landkreis Tirschenreuth Landkreis Amberg-Sulzbach Georgenberg Neustadt am Kulm Pressath Trabitz Eschenbach in der Oberpfalz Bechtsrieth Windischeschenbach Weiherhammer Waldthurn Waidhaus Vohenstrauß Theisseil Tännesberg Störnstein Schwarzenbach (Oberpfalz) Schlammersdorf Schirmitz Püchersreuth Pirk Parkstein Neustadt an der Waldnaab Mantel (Markt) Luhe-Wildenau Leuchtenberg Kohlberg (Oberpfalz) Kirchenthumbach Kirchendemenreuth Irchenrieth Grafenwöhr Flossenbürg Floß (Oberpfalz) Etzenricht Eslarn Altenstadt an der Waldnaab Speinsharter Forst Manteler Forst Vohenstrauß Heinersreuther Forst Tschechien Vorbach Speinshart Moosbach (Oberpfalz)Karte
Über dieses Bild

Pressath ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Pressath.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Pressath liegt in der Region Oberpfalz-Nord, rund 20 km nordwestlich von Weiden in der Oberpfalz.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Pressath hat 22 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Dießfurt, Hessenreuth, Pressath, Riggau.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Urkunde aus dem Jahre 1124 erwähnt den bereits 200 Jahre alten Besitz der Pressather. Pressath besaß das Marktrecht mit wichtigen Eigenrechten und war seit 1280 Sitz eines Unteramtes des Amtes Waldeck-Kemnath. Im 16. und 17. Jahrhundert hatte Pressath unter dem oftmaligen Konfessionswechsel der Landesherren zu leiden. Die heutige Stadt Pressath im Bezirk Oberpfalz gehörte später zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Waldeck des Kurfürstentums Bayern. Am 20. Januar 1845 erhob König Ludwig I. Pressath zur Stadt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Bei der Gebietsreform in den 1970er Jahren wurden einige Umlandgemeinden eingemeindet, so am 1. Juli 1972 der Gemeindeteil Friedersreuth von Altenparkstein und der Gemeindeteil Pfaffenreuth von Schwand.[3] Im Jahr 1978 folgten Riggau und der Gemeindeteil Hessenreuth der gleichnamigen Gemeinde am 1. Januar sowie Dießfurt (mit dem am 1. April 1949 eingegliederten Ort Troschelhammer[4]) am 1. Mai.[5] Im Jahr 1975 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Pressath gegründet.

Religionen[Bearbeiten]

Geistliches Zentrum der etwa 4300 Katholiken ist die barocke Stadtpfarrkirche St. Georg. Die evangelischen Bewohner werden von der evangelisch-lutherischen Pfarrei Grafenwöhr betreut. In Pressath finden regelmäßig Gottesdienste in der Altöttingkapelle statt.

Altendorf, Döllnitz, Friedersreuth, Herzogspitz, Kahrmühle, Kohlhütte, Kreuzerhof, Mühlberg, Pfaffenreuth, Riggau, Schütt, Troschelhammer, Waldmühle, Wollau, Ziegelhütte und Zintlhammer gehören zur Stadt Pressath und zur Pfarrei St. Georg in Pressath. Die Gemeindeteile Dießfurt und Eichelberg gehören zur Pfarrei Schwarzenbach, Hessenreuth und Tyrol zur Pfarrei Kastl (bei Kemnath). Bärnwinkel, Fischgrub, Grub und Weihersberg, die politisch zur Gemeinde Trabitz gehören, zählen zur Pfarrei Pressath.

Vor einigen Jahren ist die Seelsorgeeinheit Pressath-Burkhardsreuth-Schwarzenbach entstanden. Die Pfarreien werden von zwei Priestern, einem Diakon und einem Pastoralreferenten betreut. Die Unterscheidung in Pfarreien ist lediglich für die Kirchenverwaltung (Matrikel etc.) wichtig.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 4693
  • 1970: 4947
  • 1987: 4572
  • 2000: 4666
  • 2011: 4332

Politik[Bearbeiten]

Am 1. Juni 2007 wurde Konrad Merkl (SPD) als Bürgermeister vereidigt.

Der Stadtrat hat 16 Mitglieder.

(Stand: Kommunalwahl 2008)

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.174.000 Euro, davon waren 479.000 Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Unter Schildhaupt mit den bayerischen Rauten in Silber der blaue Großbuchstabe P, darüber schwebend eine goldene Krone.“

Das Wappen ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Haus der Heimat, Heimatkundliches Museum Pressath

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Schloss Weihersberg (Gemeinde Trabitz) (im Privatbesitz)
  • Schloss Dießfurt (im Privatbesitz)
  • Hammerschloss Troschelhammer (im Privatbesitz)
  • Gräberfeld Marterrangen in Eichelberg
  • Stadtpfarrkirche St. Georg
  • Friedhofskirche St. Stephanus
  • Filialkirche St. Barbara (Friedersreuth)
  • Schlosskapelle Franz von Paola (Weihersberg)
  • Ehemaliges Burggut Vestn (im Privatbesitz)
  • Dostlerhaus (ehemaliges Burggut; heute Stadt- u. Pfarrbücherei)
  • Ehemaliges Knabenschulhaus, jetzt Bürgermeister-Hans-Ficker-Vereinshaus
  • Das Wohnhaus Schloßstraße 7 im Ortsteil Dießfurt ist ein Walmdachhaus mit einfacher Putzgliederung und ist unter der Nummer D-3-74-149-22 als Denkmalschutzobjekt in der Liste des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege eingetragen.[6]

Liste der Baudenkmäler in Pressath

Parks[Bearbeiten]

  • Prof.-Dietl-Anlage
  • Altenpark
  • Kiesibeach (Freizeit und Erholungsanlage)
  • Freizeitsee Diessfurt

Natur[Bearbeiten]

  • Haidenaab-Auen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Pressath hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Weiden–Bayreuth. Früher zweigte hier die Bahnstrecke Pressath–Kirchenthumbach ab. Pressath liegt an der Kreuzung der Bundesstraßen 299 und 470.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Prof. Dr. Georg Alois Dietl (* 19. Februar 1752 in Pressath, † 17. Mai 1809 in Landshut), Universitätslehrer, Schriftsteller u. Weltpriester
  • Prälat Dr. Anton Götz (* 24. Mai 1867 in Eichelberg bei Pressath; † 20. November 1946 in Vilsbiburg), Pfarrer und Gründungsdirektor der LIGA-Bank
  • Erzbischof Dr. iur. can. Hans Schwemmer (* 11. September 1945 in Riggau bei Pressath; † 1. Oktober 2001), Apostolischer Nuntius in Papua-Neuguinea und auf den Salomon-Inseln, Titularerzbischof von Ravello

Sport[Bearbeiten]

Angebotene Sportarten in Pressath sind unter anderem:

  • Fußball (TSV Pressath, Kreisklasse West; JFG Haidenaabtal, Jugendfördergemeinschaft FC Diessfurt/TSV Pressath/SC Schwarzenbach)
  • Tischtennis (TSV Pressath, 3. Bezirksliga Nord, DJK Pressath, 2. Kreisliga)
  • Kegeln (Gut Holz Pressath, Kreisliga)
  • Schießsport (SG Waldlust Riggau, Oberpfalzliga LP, SG Eichenlaub Pressath, A-Klasse LG)
  • Bogensport (SG Eichenlaub Pressath, 1. Bundesliga Süd)
  • Basketball (DJK Pressath, Kreisliga Nord, Herren)
  • Billard (PBV Pressath, Verbandsliga Nord)
  • Dart (DC Schwarzrand Pressath, Bezirksliga)
  • Triathlon (DJK Pressath)
  • Angeln (Fischereiverein Pressath e.V.)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111107/170516&attr=OBJ&val=986
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 460
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 459.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 652 und 653.
  6. Denkmalliste für Pressath beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pressath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien