Preston Tucker

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Preston Tucker
Preston Tucker

Preston Thomas Tucker (* 21. September 1903 in Capac, Michigan; † 26. Dezember 1956 in Ypsilanti, Michigan) war ein US-amerikanischer Autodesigner und -hersteller.

Frühe Jahre (1903–1933)[Bearbeiten]

Preston Tucker wurde auf einer Pfefferminz-Farm in der Nähe von Capac, Michigan geboren. Er wuchs in der Nähe von Detroit im Vorort Lincoln Park auf. Tucker wurde von seiner Mutter, einer Lehrerin, aufgezogen, nachdem sein Vater an einer Blinddarmentzündung starb, als Preston 2 Jahre alt war. Er lernte im Alter von 11 Jahren Autofahren.[1]

Mit 16 Jahren begann Tucker, verschiedene Automodelle zu kaufen; er reparierte sie bzw. bereitete sie auf und verkaufte sie mit Gewinn. Er besuchte die Cass Technical High School in Detroit, brach aber die Ausbildung ab. Darauf begann er als „office boy“ bei Cadillac; dort lief er u.a. auf Rollschuhen, um seine Arbeit effizienter zu gestalten.

1922 ging er, gegen die Bitte seiner Mutter, zur Polizei von Lincoln Park, Michigan. Sein Wunsch wurde davon geleitet, die schnellen Polizeifahrzeuge (Autos und Motorräder) zu fahren. Seine Mutter gab den Vorgesetzten einen Hinweis, dass Tucker zu jung sei (Mindestalter war 19 für den Dienst), dies sorgte dafür, dass er aus dem Dienst entlassen wurde.

Tucker und seine Frau Vera, sie heirateten 1923 im Alter von 20 Jahren, übernahmen einen sechsmonatigen Pachtvertrag für eine Tankstelle in der Nähe von Lincoln Park. Vera arbeitete tagsüber an der Tankstelle, während Preston bei Ford am Fließband arbeitete.

Nachdem der Pachtvertrag auslief, kündigte Tucker bei Ford und kehrte zurück in den Polizeidienst. In seinem ersten Winter wurde ihm verboten, mit Polizeifahrzeugen zu fahren, weil er mit einer Lötlampe ein Loch in das Armaturenbrett geschnitten hatte, um den Fahrzeuginnenraum mit der Hitze des Motors zu wärmen.

Tucker Torpedo[Bearbeiten]

Das Auto namens Tucker Torpedo, das er 1948 auf den Markt bringen wollte, war sehr innovativ und zeichnete sich vor allem durch einige Sicherheitseinrichtungen (Sicherheitsglas, Sicherheitsgurte, Scheibenbremsen, gepolstertes Armaturenbrett, Kurvenlicht) aus, die bis dahin noch nie zusammen in einem Automobil verbaut worden waren und erst in den folgenden Jahrzehnten Standard wurden. Der Heckmotor war ein leichter, aber starker 5,5-l-Sechszylinder-Viertakt-Boxermotor aus Leichtmetall und mit Benzineinspritzung, der während des Zweiten Weltkriegs einen Helikopter angetrieben hatte.

SEC Gerichtsverfahren und der Niedergang der Tucker Corporation (1949–1950)[Bearbeiten]

Aufgrund gewisser Ungeschicklichkeiten in seinem Geschäftsgebaren wurde Preston Tucker wegen Steuerhinterziehung angeklagt. Er wurde zwar freigesprochen, schaffte es aber nicht, die Produktion seines Traumwagens aufrechtzuerhalten, und so wurden nur 51 Tucker Torpedo produziert, was sie heute zu begehrten Sammlerobjekten macht. 47 der Fahrzeuge sollen noch existieren, sie sind sehr selten zu sehen. In dem unten erwähnten Film konnte man viele davon bewundern.

Man vermutet, dass sich die drei großen Marken General Motors, Ford und Chrysler durch Tuckers Innovationen bedroht sahen und mit aller Macht ein Mittel suchten, den kleinen, unliebsamen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen.

Späteres Leben und Tod (1950–1956)[Bearbeiten]

Tuckers Grab in Flat Rock, Michigan

Nach dem Scheitern seiner Pläne zog Tucker zunächst nach Brasilien, wo er erneut versuchte, ein innovatives Automobil zu bauen. In Brasilien litt er unter Erschöpfung und nach seiner Rückkehr in die USA wurde bei ihm, er war starker Raucher, Lungenkrebs diagnostiziert. Er verstarb 1956 an einer Lungenentzündung als Komplikation seines Lungenkrebses in Ypsilanti. Tucker ruht auf dem Michigan Memorial Park in Flat Rock, Michigan.

Film[Bearbeiten]

1988 wurde seine Geschichte unter dem Titel Tucker – Ein Mann und sein Traum (Tucker: The Man and His Dream) von Francis Ford Coppola verfilmt. Die Titelrolle spielte Jeff Bridges. In dem Film sind viele Tucker-Automobile zu sehen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Charles T. Pearson: The Indomitable Tin Goose: A Biography of Preston Tucker. Pocket Books, 1988, ISBN 978-0-671-66046-8, S. 238.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Preston Tucker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMark Boone: Preston Thomas Tucker. In: Ypsilanti Gleanings. Ypsilanti Historical Society, Winter 2005, abgerufen am 5. Dezember 2011 (englisch).