Preußischer Einmarsch in Holland

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Als preußischen Einmarsch in Holland bezeichnet man eine militärische Intervention Preußens in Holland im Jahr 1787

Die Schwester Friedrich Wilhelms II., Wilhelmine, und ihr Schwager, der Erbstatthalter der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen (Niederlande), Wilhelm V. (Oranien), gerieten um 1787 in einen Zweikampf mit der "Patriotenpartei". Diese Partei forderte, in Zeiten der demokratischen Revolutionen, die Zurückdrängung des Hauses Oranien. Die Hohenzollern waren seit vielen Jahrzehnten mit den Oraniern politisch und familiär verbunden. Die "Patriotenpartei" fasste 1778 die Schwester des preußischen Königs, Wilhelmine, auf dem Weg zum Schloss Den Haag, belästigte sie und schickte sie nach Nimwegen zurück. Sie informierte ihren Bruder darüber und forderte Hilfe an. Friedrich Wilhelm II. schickte eine 20.000 Mann starke Armee unter Oberbefehl des Herzogs Friedrich August von Braunschweig-Wolfenbüttel in die Niederlande, ließ Amsterdam besetzen und den Erbstatthalter Wilhelm V. nach Den Haag zurückkehren. Diese Episode kann als zukunftsweisend angesehen werden. Die Franzosen hatten sich für die "Patriotenpartei" eingesetzt, England dagegen versuchte, die französischen Aktionen in der Region einzuschränken. Preußen handelte englandfreundlich und franzosenfeindlich.

[Bearbeiten] Literatur

  • Barclay, David E.: Friedrich Wilhelm II. (1786–1797), in: Frank-Lothar Kroll (Hrsg.): Preußens Herrscher. Von den ersten Hohenzollern bis Wilhelm II., Beck'sche Reihe München 2006, Seite 189–191.
  • Curt Jany, Eberhard Jany (Hrsg.): Geschichte der Preußischen Armee vom 15. Jahrhundert bis 1914. Biblio Verlag, Osnabrück 1967 (Erweitere Auflage der Originalausgabe von 1928). Band 3, S. 209ff.
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