Prime Circle

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Prime Circle
Ross Learmonth auf dem My Coke Music Festival in Kapstadt, 2008
Ross Learmonth auf dem My Coke Music Festival in Kapstadt, 2008
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock
Gründung 2000
Website primecircle.co.za
Aktuelle Besetzung
Ross Learmonth
Dale Schnettler
Marco Gomes
Dirk Bisschoff
Neil Breytenbach

Prime Circle zählt zu den erfolgreichsten und verkaufsstärksten Rockbands Südafrikas. Ihre fünf Studioalben erreichten bereits mehrfachen Platin- und Goldstatus.

Gegründet wurde Prime Circle im Dezember 2000 in Witbank, Mpumalanga, Südafrika. Zu diesem Zeitpunkt beschlossen die Bandmitglieder Ross Learmonth, Marco Gomes, Dirk Bisschoff und Gerhard Venter, die vorher jeweils in verschiedenen Bands spielten, gemeinsam eine neue Band ins Leben zu rufen.

Anfangs traten sie vor allem in der Musikszene Mpumalangas in Witbank und Middleburg auf. Hier verfeinerten sie ihre Fähigkeiten und erweiterten in den Garagen ihrer Eltern ihr musikalisches Repertoire. Die aktuelle Heimat der Band ist Johannesburg.

Mit Neil Breytenbach wurde die Band im Juli 2007 um einen Keyboardspieler ergänzt und erhielt damit die Möglichkeit, ihre Songs umfangreicher und vielfältiger zu instrumentieren. Neil ist zudem eine wertvolle Bereicherung wenn es um das Schreiben von Songs geht.

2008 beschloss Gerhard Venter die Band zu verlassen, um sich wieder mehr seiner Familie widmen zu können. Im September desselben Jahres übernahm Dale Schnettler den Job als Schlagzeuger. Mit seinem markanten und kraftvollen Spiel bereichert er den Sound der Band um eine härtere Nuance, die vor allem bei den Liveauftritten der Band zur Geltung kommt.

Inspirierende Liedtexte gepaart mit der Fähigkeit sowohl Rockballaden als auch Rockhymnen zu spielen, sind das Markenzeichen von Prime Circle. Ironischerweise betrachten die Fans viele der Balladen als wunderschöne Liebeslieder; Ross Learmonth, Sänger und Chef-Songwriter der Band, sagte hierzu allerdings einmal, dass er eigentlich Trennungslieder mit positivem Ausblick schreibe.

Mit zahllosen Nummer-Eins-Hits in den nationalen und regionalen Charts erfreut sich die Band in ihrer Heimat eines unglaublichen Erfolgs. Zu den Rekorden der Band zählen auch die Anzahl an Wochen, die ihre Songs in den Charts standen und die Songrotation ihrer Lieder bei lokalen Radiosendern.

Prime Circle hat bei nahezu allen großen Konzerten und Festivals in Südafrika gespielt – einschließlich rekordbrechender zehn Auftritte beim 94.7 Highveld Stereo Jo’burg Day. Des Weiteren traten sie bei den Nelson Mandela 46664 Konzerten auf, beim Oppikoppi-Festival, beim Splashy Fen Festival sowie beim My Coke Festival.

Zudem stand Prime Circle mit der US Band LIVE bei den südafrikanischen Konzerten ihrer „Birds of Prey“-Tour auf der Bühne.

Auch auf internationalen Bühnen haben sie bereits zahlreiche Konzerterfahrungen sammeln können. So tourte Prime Circle bereits zweimal in Indien und trat dabei unter anderem beim Rock 'N India Festival auf. 2007 spielten sie beim Dubai Desert Rock Festival und 2012 beim Reload Festival in Deutschland. Hinzu kommen mehrere Deutschland- und Europatourneen, einschließlich einer Konzerttournee mit 3 Doors Down und Alter Bridge.

Die Liste der Musiker, mit denen sich Prime Circle im Laufe der letzten Jahre eine Bühne teilte, umfasst: Queen, Annie Lennox, Katie Melua, Will Smith, Seether, Metallica, Collective Soul, Rasmus, Iron Maiden, Incubus, In Flames, Mastedon, Robert Plant, The Prodigy, Peter Gabriel, Goo Goo Dolls, Live, Korn, Muse, Hugh Masekela, Chris Cornell, Good Charlotte, 30 Seconds To Mars, Kaiser Chiefs, Collective Soul, Simple Plan, 3 Doors Down, Dropkick Murphys, Slash, Guano Apes, Soulfly, August Burns Red, Puddle Of Mudd, Richard Marx, K’s Choice, Billy Talent, Feeder, Ugly Kid Joe, Stone Sour, Beth Hart, Johnny Clegg, The Bravery und Alter Bridge.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Anfangsjahre[Bearbeiten]

Ursprünglich unterschrieb die Band bei dem lokalen Independent-Label David Gresham Records einen Vertrag über zwei Alben. Diese Alben prägten den charakteristischen Sound und Stil der Band und brachten Songs wie „Same Goes For You“, „Hello“, „As Long as I’m Here“, „Father“, „Shed My Skin“, „My Inspiration“, „Let Me Go“, „Weaker Still“, „Live This Life“, „Fall Too Fast“, „New Phase“, „Miracle“, „The Way It Could Be“ und „Maybe Wrong“ hervor. Diese Lieder zählen noch heute zu den Favoriten des Publikums und sind auf verschiedenen südafrikanischen Kompilationsalben zu finden. Beispielsweise auf 5FMs „Playlisted 2“ und 94.7 Highveld Stereos „HomeBrew“.

Hello Crazy World (2002)[Bearbeiten]

Ihr im Juli 2002 veröffentlichtes Debütalbum „Hello Crazy World“ war auf Anhieb ein Erfolg in Südafrika. So stand die erste Single „Hello“ rekordbrechende 28 Wochen an der Spitze der südafrikanischen Charts. In den Jahren 2003 und 2004 konnten sie mit den Songs „Let Me Go“, „As Long As I Am Here“, „My Inspiration“ und „Same Goes For You“, die allesamt auf Platz 1 der Charts landeten, an diesen Erfolg anknüpfen. Das Album erreichte Platinstatus und Prime Circle trat infolgedessen als Headliner aller großen Festivals Südafrikas auf. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete die Band bereits an ihrem zweiten Album „Live This Life“, das im Jahr 2005 veröffentlicht wurde.

„Hello Crazy World“ ist noch immer das meistverkaufte Rockalbum in Südafrika. Der Erfolg des Albums und der ersten Single führte schließlich dazu, dass Prime Circle die US-Band Live bei den südafrikanischen Konzerten ihrer „Birds of Prey“-Tour begleitete.

Live This Life (2005)[Bearbeiten]

Das zweite Album „Live this Life“ (veröffentlicht im Oktober 2005) erreichte im Frühjahr 2006 Goldstatus und die Songs „Miracle“, „Maybe Wrong“ und „Way It Could Be“ wurden, ebenso wie der Titeltrack des Albums und die Neuauflage des Songs „As Long As I Am Here“, zum Charterfolg.

Mit dem Erfolg ihrer ersten beiden Alben konnten Prime Circle ihre Position als verkaufsstärkste Rockband Südafrikas für die Jahre 2003/2004/2005/2006 festigen.

Im Jahr 2007 spielte die Band auf dem Dubai Desert Rock Festival, bei dem unter anderem auch The Prodigy, Iron Maiden und Robert Plant auftraten. Im Dezember 2007 folgte dann ein Auftritt beim zweiten „46664“-Konzert, wo sie sich die Bühne unter anderem mit Peter Gabriel, Live und den Goo Goo Dolls teilten.

Living In A Crazy World (DVD) (2006)[Bearbeiten]

Im Juli 2006 erschien die DVD „Living in a Crazy World“. Die DVD enthält Hits der ersten beiden Alben, die im Rahmen eines Konzerts im The Function Room in Johannesburg gespielt wurden.

Best of (CD/DVD-Box) (2007)[Bearbeiten]

Im Jahr 2007 veröffentlichte das Plattenlabel David Gresham Records eine Best Of-CD/DVD-Box, die an den Erfolg der vorherigen Alben anknüpfte. Die CD beinhaltet insgesamt 17 Songs; darunter auch einige Akustik- und Live-Versionen sowie Remixe von bereits veröffentlichten Liedern. Mit „Moments“ enthielt die CD aber auch einen neuen Track, der in den südafrikanischen Radiocharts auf Platz 1 landete.

All or Nothing (CD & DVD) (2008)[Bearbeiten]

Im Juli 2007 erweiterte sich die Band um den Keyboarder Neil Breytenbach und noch vor Ende des Jahres begann die Vorproduktion von All Or Nothing. Mit Neils Eintritt in die Band bot sich nun die Möglichkeit, die Songs um die vielfältigen Klänge und Sounds eines Keyboards zu ergänzen, was besonders bei Liveauftritten positiv zum Tragen kommt.

Einen Beweis dafür, dass er eine Bereicherung für die Band war, lieferte Neil bereits kurze Zeit später, als er sich maßgeblich für die Umsetzung des Songs She Always Gets (What She Wants) einsetzte – bis dato das erfolgreichste Lied der Band.

Der Song hielt sich länger als 52 Wochen in den Charts, kam als Soundtrack einer südafrikanischen TV-Sendung zum Einsatz und hat mehr als eine Million Views bei YouTube.

All or Nothing wurde im Juni 2008 von EMI Music South Africa, dem neuen Label der Band, auf den Markt gebracht. Im Jahr 2009 folgte eine Live-DVD, die im Rahmen der Veröffentlichung von All or Nothing aufgezeichnet wurde. Der Verkaufsstart der DVD fiel mit der internationalen Veröffentlichung des Albums zusammen.

Mit dem Erscheinen von All or Nothing ging ein vollgepackter Tourplan einher, der die Jungs für lange Zeit von ihren Familien fernhalten würde. Da dies mit dem Familienleben des damaligen Schlagzeugers, Gerhard Venter, nicht zu vereinbaren war, entschloss dieser sich dazu, die Band zu verlassen. Er wurde schließlich im September 2008 durch Dale Schnettler ersetzt.

Auch das Album All or Nothing wurde erneut zum Erfolg. So erreichte es 2009 Platinstatus und die Singleauskopplungen Out Of This Place, All I Need und Consider Me fanden ebenfalls ihren Weg in die Charts. Im selben Jahr wurde das Album für den South African Music Award (SAMA) nominiert und die Single Consider Me brachte der Band im folgenden Jahr erneut eine SAMA-Nominierung ein.

2009 starteten Prime Circle eine Tour durch Dubai, Bahrain und London. Die Aufmerksamkeit, die ihnen durch ihre Auftritte im Rahmen der in Südafrika abgehaltenen 20/20 Cricket Series zuteilwurde, führte schließlich zu einer Hard-Rock-Café-Tour durch Indien. Im selben Jahr folgten mit Konzerten in Köln und Berlin auch die ersten Auftritte in Deutschland und Europa.

2010 kehrte Prime Circle für einen Auftritt beim Rock-in-India-Festival erneut nach Indien zurück.

Jekyll & Hyde (2010)[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2010 begann die Band mit der Arbeit an ihrem vierten Studioalbum „Jekyll & Hyde“. Ihren südafrikanischen Wurzeln treubleibend, produzierten sie das Album gemeinsam mit dem Tontechniker Kevin Shirley, der bereits mit Bands wie Journey, Iron Maiden, Rush, Led Zeppelin, Dream Theater, Mr. Big, Europe und Aerosmith zusammenarbeitete.

Das Mastering des Albums übernahm George Marino, der unter anderem auch für Coldplay, Bon Jovi, The Offspring, 3 Doors Down, Arctic Monkeys, Journey, Cyndi Lauper, Kiss, The Cars, Motley Crue, Guns N’ Roses, Don McLean, Stevie Wonder arbeitete.

„Jekyll & Hyde“ wurde in Südafrika im September 2010 in verschiedenen Varianten veröffentlicht – als normale CD, als Doppel-CD mit Live-Audioaufnahmen von der „All Or Nothing“ DVD sowie als CD/DVD-Kombination mit einer Dokumentation der zweiten Tour durch Indien.

„Breathing“ – die erste Single des Albums wurde im August 2011 veröffentlicht. Bereits in der ersten Woche schoss der Song auf Platz eins der Charts der regionalen Radiosender und landete auch bei den nationalen Radiosendern an der Chartspitze. Darüber hinaus war der Song das meistgespielte Lied des Jahres und erreichte damit Platz eins der Radio Airplay Charts in Südafrika.

Mit „Jekyll & Hyde“ bewegte man sich im Hinblick auf die Verkaufszahlen plötzlich in völlig neuen Bahnen. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Zeiten erlangte das Album in nur neun Tagen den Goldstatus und erreichte innerhalb von fünf Monaten den Platinstatus. Als erste Band in der Geschichte der South African Music Awards erhielt Prime Circle sechs Nominierungen und gewann den SAMA in der Kategorie „Best Rock Album 2011“.

Im Frühjahr 2011 – nachdem die Band den MK International Breakthrough Award gewonnen hatte – packten die fünf Bandmitglieder erneut ihre Koffer, um gemeinsam mit den amerikanischen Rockbands 3 Doors Down und Alter Bridge auf Europatournee zu gehen.

Im März 2012 folgte eine Fortsetzung der Deutschlandtour mit 3 Doors Down und Seether, und bereits wenige Monate später kehrte die Band nach Deutschland zurück, um im Juni unter anderem beim Reload-Festival in Sulingen zu spielen.

„Jekyll & Hyde“ wurde international veröffentlicht und ist bis zum jetzigen Zeitpunkt das international erfolgreichste Album der Band. Das Album enthält einen unbenannten Bonustrack, den die Fans als „Brothers“ kennen. Der Song war ursprünglich als Werbejingle für eine Einzelhandelskette gedacht, der allerdings nie veröffentlicht wurde. Die Band beugte sich jedoch dem Druck der Fans und nahm den Song mit auf das Album. Da das Lied allerdings nicht zum Rest des Albums passte, blieb es auch weiterhin namenlos.

Evidence (2012)[Bearbeiten]

Im Juli 2012 begab sich die Band erneut ins Studio, um das fünfte Studioalbum „Evidence“ aufzunehmen. Dieses wurde am 12. November 2012 in Südafrika veröffentlicht.

Am 28. September 2012 wurde „Time Kills Us All“, die erste Single des Albums, erstmals im Radio gespielt. Der Song verpasste 15 Wochen später nur knapp Platz 1 der KIA Take 40 SA Charts. Es reichte jedoch für Platz 2 und zudem hielt sich „Time Kills Us All“ 18 Wochen in den Charts.

Im November 2012 folgte mit „Evidence“, dem Titelsong des Albums, die zweite Singleauskopplung, der sich eine gleichnamige Tour durch Südafrika anschloss.

Am 7. Februar 2013 kündigte die Band ihre Rückkehr nach Deutschland an und veröffentlichte die Konzerttermine ihrer „Evidence“-Tour.

Let The Night In (2014)[Bearbeiten]

Unter dem bandeigenen Label Prime Records veröffentlichte die Band am 13. Juni 2014 ihr sechstes Studioalbum „Let The Night In“.

Der Albumveröffentlichung schloss sich Ende Juni eine Europa-Tour an, bei der Prime Circle erstmals Konzerte in Frankreich und Spanien gab, und auch ein im Rahmen der Tour durchgeführtes Konzert beim Graspop Metal Meeting in Belgien war für die Musiker eine Premiere.

Wieder zurück in Südafrika wird Prime Circle zum ersten Mal in der Bandgeschichte auf eine Arena-Tour durch das Land gehen.

„Gone“ – die erste Single des neuen Albums wurde am 21. Mai 2014 veröffentlicht.

Preise[Bearbeiten]

  • 2005 – Johannesburg Choice Award
  • 2005 – FHM Awards
  • 2009 – SAMA Record Of The Year: She Always Gets What She Wants (Nominierung)
  • 2009 – SAMA Best Rock Album – English: All Or Nothing (Nominierung)
  • 2010 – SAMA Record Of The Year: Consider Me (Nominierung)
  • 2010 – SAMA Best Global Chart Live DVD for All or Nothing LIVE DVD (Nominierung)
  • 2011 – SAMA Record Of The Year: Breathing (Nominierung)
  • 2011 – SAMA Album of the Year: Jekyll & Hyde (Nominierung)
  • 2011 – SAMA Best Duo or Group (Nominierung)
  • 2011 – SAMA Best Rock Album – English: Jekyll & Hyde
  • 2011 – SAMA Best Producer: Theo Crous for Jekyll & Hyde (Nominierung)
  • 2011 – SAMA Best Album Packaging: Jekyll & Hyde (Nominierung)
  • 2011 – MK International Break Through Act
  • 2012 – SAMA Record Of The Year: Turning in My Sleep (Nominierung)
  • 2013 – SAMA Best Rock Album – English: Evidence (Nominierung)
  • 2013 – SAMA Best Video: Evidence (Nominierung)
  • 2013 – SAMA Best Producer: Theo Crous für Evidence (Nominierung)

Bandmitglieder[Bearbeiten]

  • Ross Learmonth – Gesang, Rhythmusgitarre, Akustikgitarre, Songwriter
  • Marco Gomes – Bass, Akustikgitarre, Songwriter
  • Dale Schnettler – Schlagzeug, Backgroundgesang, Akustikgitarre, Perkussion, Songwriter
  • Dirk Bisschoff – Leadgitarre, Akustikgitarre, Songwriter
  • Neil Breytenbach – Keyboard, Akustikgitarre, Songwriter

Ehemalige Bandmitglieder[Bearbeiten]

  • Gerhard Venter

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben

  • Hello Crazy World (2002)
  • Live This Life (2005)
  • All or Nothing (2008)
  • Jekyll & Hyde (2010)
  • Evidence (2012)
  • Let The Night In (2014)

Kompilationen[Bearbeiten]

  • Hello Crazy World (Special Edition) (2002)
  • Living in a Crazy World (CD/DVD) (2007)
  • The Best of Prime Circle (2007)
  • All or Nothing (Live DVD) (2009)
  • All or Nothing (Internationale Veröffentlichung) (2009)
  • The Ultimate Prime Circle (2010)

Weblinks[Bearbeiten]