Primecoin

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Primecoin
7. Juli 2013 bis heute
Primecoin Logo
Staat: International (dezentral)
Unterteilung: Zu Einheiten v. 0,00000001
ISO-4217-Code: kein
Abkürzung: Ψ;, XPM
Wechselkurs:
(30.3.2014)

1 EUR = 1.99738 XPM
1 XPM = 0.5006 EUR

Primecoin (Symbol: Ψ (Psi); Kode: XPM), ist eine Bitcoin basierte Kryptowährung, die eine Primzahlsuche als Algorithmus für den Proof-of-work einsetzt.

Primecoin wurde vom Softwareentwickler Sunny King (Autor von Peercoin) im Juli 2013 veröffentlicht. Primecoin basiert auf den technischen Prinzipien und dem Quellcode von Bitcoin. Der Quellcode von Primecoin steht ebenfalls unter der MIT-Lizenz[1].

Nach Aussagen des Autors sei es eine Verschwendung sondersgleichen bei Bitcoin massiv quasi nutzlose Hashwerte auf Basis von SHA-256 zu berechnen. Mit dieser Rechenleistung könnte man doch, so man denn einen Proof-of-Work abgeben muss, auch wissenschaftlich nützliche Probleme lösen.[2]

Grundlagen[Bearbeiten]

Bei Primecoin handelt es sich, wie bei Bitcoin, um ein verteiltes Peer-to-Peer-System, in dem die Transaktionen gespeichert werden. Dabei hat jeder Teilnehmer (Peer) eine Kopie der Blockkette (eine Liste von verketteten Datenblöcken, welche die Transaktionen enthalten). Neue Blöcke werden in diesem Netzwerk automatisch an alle Teilnehmer verteilt. Die Erzeugung neuer Blöcke ist an gewisse Bedingungen gebunden. Es muss mit gewissem Rechenaufwand ein neuer Block gefunden werden. Dieser Prozess wird „Mining“ genannt und von dedizierten Programmen geleistet.

Ob ein neu gefundener Block akzeptiert wird und damit die Blockkette aufgenommen wird, wird per Konsens von Teilnehmern entschieden (siehe auch Problem der byzantinischen Generäle). Jedes Teilnehmerprogramm entscheidet für sich, ob es den neuen Block als valide erachtet und akzeptiert. Da die meisten Teilnehmer eine Implementierung und somit die Prinzipien teilen, entsteht ein Mehrheitskonsens. Sollte es zu zwei gleichermaßen validen neuen Blöcken kommen, wird langfristig der längere Teil gewinnen.

Unterschiede zu Bitcoin[Bearbeiten]

  • der Algorithmus für den Proof-of-work ist statt SHA-256 das Finden der längsten Cunningham-Kette.[2] Cunninghamketten sind nützlich für Verschlüsselungsalgorithmen, wie z. B. ElGamal-Verschlüsselungsverfahren.[3]
  • Schnellere Blockgenerierungsintervalle: 1 Block pro Minute statt bei Bitcoin 1 pro 10 Min.
  • Schnellere Bestätigung von Transaktionen (folgt aus Generierungsintervall)
  • Kontinuierliche Anpassung des Schwierigkeitslevels (zur Erzeugung neuer Blöcke) statt bei Bitcoin alle 2016 Blöcke (ca. 2 Wochen)
  • Selbstregulierende Belohnung pro generiertem Block. Bitcoin startet mit 50 und halbiert die Belohnung alle 210.000 Blöcke. Dies ergibt maximal 21 Mio. Münzen. Bei Primecoin ist die Belohnung immer 999 geteilt durch das Quadrat des Schwierigkeitslevels. Dadurch können potenziell unendlich viele Münzen geschöpft werden.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. https://github.com/primecoin/primecoin/blob/master/COPYING
  2. a b  Sunny King: Primecoin: Cryptocurrency with Prime Number Proof-of-Work. 2013 (primecoin.org (PDF; 242 kB)).
  3. Trolin, M., & Wikström, D. (2005, March 22). Hierarchical group signatures. In Automata, Languages and Programming (pp. 446-458). Springer Berlin Heidelberg. (Note: explanation of ELgamal and Cunningham chains is on pg. 31 of pdf file under section 5.2.1: "Key Generation"). Retrieved from http://eprint.iacr.org/2004/311.pdf
  4. Buterin, V. (2013, July 8). Primecoin: the cryptocurrency whose mining is actually useful. Bitcoin Magazine. Retrieved from http://bitcoinmagazine.com/primecoin-the-cryptocurrency-whose-mining-is-actually-useful/