Prinz Ludwig (Schiff)

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Prinz Ludwig
Postflagge 1892-1918.svg Civil Ensign of the United Kingdom.svg
StateLibQld 1 146839 Prinz Ludwig (ship).jpg
Stapellauf: 12. Mai 1906
Indienststellung: 9. August 1906
Bauwerft: AG Vulcan Stettin
Baunummer: 265
Baukosten: 4,880 Millionen Mark
ähnlich: Prinz Eitel Friedrich (1904)
Passagiere: 113 I.Klasse,
128 II.Klasse,
58 III.Klasse,
395 Plätze im Zwischendeck möglich
Besatzung: 238 Mann
Technische Daten
Vermessung: 9.630 BRT
Tragfähigkeit: 9.750 tdw
Länge über alles: 155,20 m
Breite: 17,60 m
Tiefgang: 10,70 m
Maschinenanlage: 2 Vierfach-Expansions-Dampfmaschinen
Anzahl der Schrauben: 2
Leistung: 7.000 PSi
Höchstgeschwindigkeit: 15,5 kn
Verbleib
1919 ausgeliefert
1925 Abbruch

Der Reichspostdampfer Prinz Ludwig (1906) wurde beim Stettiner Vulcan für den gemischten Passagier- und Fracht-Dienst des Norddeutschen Lloyd (NDL), Bremen, auf der Reichspostdampferlinie nach Ostasien gebaut. Er ersetzte dort mit der sehr ähnlichen Prinz Eitel Friedrich Schiffe der Barbarossa-Klasse. Beide Schiffe ähnelten im Aufbau den Schiffen der Feldherren-Klasse, waren jedoch etwas längere Zweischornstein-Schiffe mit zwei Masten.

Einsatz beim NDL[Bearbeiten]

Die Prinz Ludwig[1] startete am 16. August 1906 ihre Jungfernfahrt von Bremerhaven nach Japan. Von ihr ist kein Einsatz unter deutscher Flagge auf einer anderen Linie bekannt. Zusammen mit der sehr ähnlichen Prinz Eitel Friedrich und der Princess Alice der Barbarossa-Klasse wurde sie vor allem als Passagierschiff neben Schiffen der Feldherren-Klasse bis 1914 auf der Reichspostdampferlinie des NDL nach Ostasien eingesetzt.

Bei Kriegsausbruch befand sie sich in der Heimat. Obwohl sie sicher wie Prinz Eitel Friedrich für einen Einsatz als Hilfskreuzer vorbereitet war, sind keine konkreten Planungen für einen derartigen Einsatz bekannt. Sie blieb für die Dauer des Krieges Auflieger in Bremerhaven.

Am 27. März 1919 wurde sie an Großbritannien ausgeliefert. Sie wurde für den Heimtransport australischer Truppen aus Europa und dem Nahen Osten eingesetzt.

1921 kam sie nach Überholung für die Orient Steam Navigation Company (Orient Line) als Orcades für 599 Passagiere auf der Strecke von Großbritannien nach Australien in Dienst. Am 20. September 1924 wurde sie außer Dienst gestellt. 1925 erfolgte ihr Abbruch in Bremerhaven.

Literatur[Bearbeiten]

  • Arnold Kludas: Die Geschichte der deutschen Passagierschiffahrt 1850 bis 1990. Ernst Kabel Verlag, 1986.
  • Arnold Kludas: Die Seeschiffe des Norddeutschen Lloyd 1857 bis 1919. Koehlers Verlagsgesellschaft, 1991, ISBN 3-7822-0524-3.
  • Christine Reinke-Kunze: Geschichte der Reichspostdampfer. Verbindung zwischen den Kontinenten 1886–1914. Koehlers Verlagsgesellschaft, 1994, ISBN 3-7822-0618-5 (3782206185).

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. [1] drei Bilder der Prinz Ludwig